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Dienstag, 16. Juni 2015

Nachhaltiger Holzabbau

Eigenartige Spuren auf dem Lattenzaun.

Kürzlich war ich auf Besuch bei einem Freund. Er liebt die Gartenarbeit und hat vor einiger Zeit einen Lattenzaun aus unbehandelten Brettern gebaut. Auf ihnen fand ich seltsame Spuren. Sie erinnerten mich an die Frassspuren von Schnecken. Mit Frassspuren lag ich schon mal richtig. Aber es war ein ganz anderes Tier, das sich hier gütlich tat.
Nach einer Weile tauchte es schliesslich auf. Es war eine Wespe. Sie nagte die oberste Schicht des Holzes ab, vermischte die Fasern mit ihrem Speichel und produzierte eine Art flüssiges Papier daraus. Mit ihm erweiterte sie ihr Nest. Wespen können mit ihren Mandibeln diesen Brei tatsächlich zu Papier verarbeiten. Mit ihren Mandibeln und ihrer Zunge gehen sie so geschickt mit diesem Baumaterial um, dass es am Ende eine runde Wand von weniger als einem Millimeter Dicke entsteht.
Bei der Beschaffung des Rohmaterials sind Wespen nicht zimperlich. Sie nagen auch Telefonmasten an, obwohl diese mit Imprägniermittel behandelt sind. Die Insekten produzieren jedoch keine Löcher, sondern nagen immer nur die oberste Schicht ab. Dabei bewegen sie sich immer leicht vorwärts, was zur Bildung dieser hellen Bahnen führt. Auch wenn der Zaun oder der Telefonmast nicht nachwächst, so lässt sich diese sparsame und schonende Form des Holzabbaus wohl als nachhaltig bezeichnen.
Die Verursacherin ist eine Wespe.

Mittwoch, 11. März 2015

Darwin und die Baumhühner

Das braune und das schwarze Huhn übernachten
drei Meter über Boden. Vor dem Fuchs sind sie
auf diese Weise sicher.
Nachdem der Fuchs letzten Sommer unsere vier Zwerghühner vertilgt hatte, kauften wir uns Ersatz. Dieses Mal drei Hybrid-Hühner und einen Hahn der Sorte Wyandotte. Letztere sind etwas kleiner als Hybriden aber dennoch nicht so klein wie Zwerghühner.
Hybridhühner ihrerseits sind das, was man gemeinhin unter Legemaschinen versteht. So ein Huhn schafft bei richtiger Fütterung fast ein Ei pro Tag oder etwa sechs Eier pro Woche. Diese Sorten können das, weil sie während Jahrzehnten auf Legeleistung hingezüchtet wurden.
Trotzdem habe ich bis heute kein einziges Ei von ihnen gesehen. Wir kauften die neuen Hühner mit 17 Wochen. Das entspricht verglichen mit uns Menschen ungefähr dem Teenager-Alter. Eier legen sie dann noch nicht. Das machen sie erst mit 20 oder 25 Wochen. Die Monate strichen ins Land und ich fütterte fleissig Körnerfutter und Kalk. Doch nichts ausser Hühnerkacke kam bei den Federtieren hinten raus.
Aus Sommer wurde Herbst und aus ihm schliesslich der Winter. Ich begann, mich bei anderen Hühnerhaltern umzuhören. Im Winter gehe die Legeleistung allgemein zurück. Die Tiere bräuchten ihre Energie für die Produktion von Körperwärme. Also bis auf weiteres keine Eier.
Meine wohlgenährten Hühner gingen immer bei Dämmerung selbständig ins Häuschen. Ein durch einen Lichtsensor gesteuerter Motor schloss die Schiebetüre, sobald es ganz Nacht wurde. Auch wenn sie keine Eier legten, intelligent waren die Tiere allemal. Das muss man ihnen lassen.
Doch eines Abends hatten die Tiere offenbar einen akuten Anfall der Dummheit. Als ich nach Sonnenuntergang einen Kontrollblick ins Häuschen warf, erblickte ich darin nur das braune und das schwarze Huhn. Das weisse Huhn und der Hahn fehlten. Aus irgendeinem Grund sind die nicht bei Zeiten ins Häuschen. Ich suchte den Garten ab, fand sie jedoch nirgends. Am nächsten Morgen sahen wir das, was wir sehen mussten: zwei Haufen mit Federn. Der Fuchs hat sich die dummen Hühner geschnappt.
Braun und Schwarz mieden fortan das Hühnerhaus ebenso. Offenbar trauten sie seiner schützenden Wirkung nicht mehr. Doch statt irgendwo auf dem Boden zu übernachten wie ihre dahingeschiedenen Freunde, setzten sie sich Abend für Abend auf den Ast einer Tanne drei Meter über Boden. Der Ast ist so hoch und so unzugänglich, dass es kein Fuchs jemals dorthin schaffen wird. Seither sagt mein 4-jähriger Sohn ihnen nur noch «wilde Hühner» oder «Baumhühner».
Der ganze Vorgang liess uns Zeuge des evolutionären Prozesses werden, so wie ihn sich Charles Darwin vorgestellt hat. Die Schwachen oder Dummen werden von den Jägern gefressen, während sich die Schlauen dem Einfluss der Jäger entziehen. Auf diese Weise hat sich die Hühnerpopulation in meinem Garten erfolgreich an ein Leben ausserhalb des schützenden Häuschens angepasst.
Lange Zeit wusste ich nicht, wie die Tiere auf den Baum kommen. Bis ich sie heimlich
bei ihrem Aufstieg filmte.

Dienstag, 10. Februar 2015

Mutterliebe

Die Sonnenblume opfert ihr Leben für ihre Nachkommen. 
Es ist wieder soweit. Wir kippen kiloweise Vogelfutter in den Garten, damit Amsel, Buchfink und Grünling sich den Bauch vollschlagen können. Die ganze Fütterung hat eine tragische Seite. Nicht für die Vögel, sondern für die Pflanzen.
Hauptbestandteil der meisten Mischungen sind Sonnenblumensamen. Das hat einen guten Grund: Sie sind vollgetankt mit Öl. Es liefert den Vögeln Energie für Muskulatur und für die Wärmeproduktion. Hundert Gramm Sonnenblumenkerne enthalten 570 Kilokalorien. Das ist mehr als Milchschokolade hat.
Das Öl ist ein Geschenk – nicht für die Vögel, sondern für den Embryo, der in der Spitze jedes Sonnenblumenkerns schlummert und darauf wartet, dass ihn jemand in feuchte, warme Erde drückt. Das Geschenk stammt von der Mutterpflanze. Sie hat einen ganzen Sommer lang mit der Photosynthese Zucker produziert und diesen unter anderem in Stärke und Fette umgewandelt. Von diesem Energievorrat zehrt der Sämling während der ersten Tage seines Lebens.
Die wenigsten Pflanzen stecken ihre Energie so konsequent in die nächste Generation wie die Sonnenblume. Der Bärlauch beispielsweise behält das meiste für sich. Er lagert die Stärke in seiner Knolle unter der Erde ein. Für seine Samen bleibt da nicht viel übrig. Noch geiziger ist das Knabenkraut. Auch es behält Zucker, Stärke und Fette lieber für sich und speichert sie in einer Knolle. Ihren Samen vermacht sie kein Gramm davon. Sie sind so winzig und so energiearm dass sie im Boden nur keimen, wenn Pilzen sie mit den nötigen Nährstoffen versorgen. Der Vorteil dieser Geiz-Strategie ist, dass eine Pflanze dank ihrer gehorteten Energie mehrere Jahre oder Jahrzehnte am Leben bleibt.
Die Sonneblume ist da ganz anders. Sie vermacht ihre gesamten Reserven der nächsten Generation. Damit unterschreibt sie allerdings ihr Todesurteil. Zum Winteranfang erfriert sie. Die Samen aber überleben und bekommen dank des Ölvorrats einen grandiosen Start ins Leben. Das ist wahre Mutterliebe bei den Pflanzen.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Weihnachtliches Ökosystem

Von aussen sieht die Keksdose unschuldig aus.
Im Moment schmecken die Weihnachts-Kekse noch vorzüglich. Doch je mehr Zimtsterne, Linzeraugen, Vanillekipferl und Lebkuchen wir in uns aufnehmen, desto mehr rebelliert unser Gaumen gegen die an ihm vorbeiziehenden Zucker-, Vanille- und Schokonuancen. Nussig und zitronengetränkt erträgt er schon bald nicht mehr.
Das ist in der Regel die Zeit, in der neue Ökosysteme geschaffen werden. Die Keksdosen, in denen einige Brunsli und Mailänderli hartnäckig die Stellung halten, landen nämlich im Schrank gleich neben den zehn Jahre alten Karamellbonbons. Dort machen die Kekse in der Regel einen sehr langen Winterschlaf. Wenn der Frühling kommt, hat man sie schon längst vergessen. Im Sommer denkt niemand auch nur im entferntesten an Kekse. Im Herbst ist Weihnachten noch zu weit weg, um sich dem Thema zu widmen. Aber spätestens an Weihnachten, wenn sich eine neue Generation von Keksen auf dem Tisch zu einem Berg türmt und Behältnisse Mangelware sind, erinnern wir uns an die Dosen vom letzten Jahr.
Drinnen zeigt sich, was mit meinen Keksen von
letztem Jahr passiert ist.
Wer sie zum ersten Mal seit 12 Monaten öffnet, kann einen Schock bekommen. Denn Brunsli und Mailänderli haben manchmal ihre Erscheinungsform erheblich verändert. Bei unseren fand gar eine regelrechte Verwandlung statt. Als wir die Keksdose öffneten, fanden wir eine riesige Kolonie aus Mehlmotten vor. Zudem war die ganze Dose ausgekleidet mit einem grauen Seidengespinst.
Offenbar hat sich letzten Januar, als die Dose in den Schrank wanderte, eine einzelne Mehlmotte zwischen den Keksen versteckt. Es muss sich um ein schwangeres Weibchen gehandelt haben. Dieses kann bis zu fünfhundert Eier ablegen. Die aus ihnen schlüpfenden Maden machten sich mit Freuden über die Kekse her. Um zu überleben, brauchen sie kein Wasser. Alle stärkehaltigen Speisen sind ihnen recht.
Der Mangel an Keksen liess das Ökosystem
schliesslich kollabieren.

Während die Maden fressen, ziehen sie ständig einen Seidenfaden hinter sich her. Mit der Zeit bildet sich ein dichtes Gespinst. Offenbar haben sich die Maden schliesslich verpuppt und es sind Hunderte von Motten geschlüpft. Vielleicht haben sich die Geschwister untereinander erneut verpaart. Vermutlich haben sie sogar Eier abgelegt, doch die erste Generation hat die Vorräte bereits aufgebraucht.
Das von alten Weihnachtskeksen angetriebene Ökosystem überdauerte wohl nur ein oder zwei Monate, dann kollabierte es. Zurück blieben eine Menge luftgetrockneter Motten, das Gespinst und darunter ein riesiger Haufen Kot.

Sonntag, 16. November 2014

Getarnte Puppen

Die Puppe passt sich immer der Farbe ihres
Untergrundes an. Sie kopiert sogar den leichten Gelbstich
des alten Fenchelkrauts.
Seit diesem Monat bin ich ein noch grösserer Fan der Schwalbenschwanz-Schmetterlinge. Nicht nur, dass sie drei Generationen pro Jahr hervorbringen, dass sie den langsamsten Flügelschlag aller europäischen Insekten haben, oder dass sie ihre Eier zählen können – sie besitzen auch eine eingebaute Tarnvorrichtung.
Ich entdeckte sie, als sich die Raupen in meinem Schmetterlingskasten zu verpuppen begannen. Mir ist aufgefallen, dass die Puppen je nach Untergrund eine andere Färbung besitzen. Auf braunem Holz sind sie in Brauntönen gehalten. In der Nähe des schwarzen Fliegengitters verzieren sie ihre Hülle mit schwarzen Strähnen. Wenn sie sich im grünen Kraut des Fenchels verpuppen, sind sie grün.
Auf dem braunen Holz ist die Puppe braun.
Offenbar scannt die Raupe zu beginn des Verpuppungsvorgangs die Farbe des Untergrundes und schafft es dann irgendwie ihren Pigmentzellen den Befehl für die Produktion der entsprechenden Farben zu erteilen. Das Verrückte dabei ist, dass es ein oder zwei Wochen dauert, bis die Raupe vollständig verpuppt ist. Da sich die Augen wie auch der Rest der Raupenhaut irgendwann abzulösen beginnen, muss die Puppe sich irgendwie an die Farbe, welche die Raupe gesehen hat, erinnern. Das ist ein kleines Wunder, denn die Puppe ist in ihrem Innern flüssig. Sie befindet sich im Zustand der Metamorphose und besitzt während dieser Zeit keine Organe und vor allem kein Gehirn.
Wenn die Puppe sich mit zuckenden Bewegungen aus der alten Raupenhaut schält, ist sie zunächst grün gefärbt. Erst nach einigen Stunden nimmt sie die Farbe des Untergrundes an. Wo diese Information gespeichert ist, ist ein Rätsel.
In der Nähe des schwarzen Fliegengitters mischt sie
einen grösseren Anteil schwarz bei.



Die Puppe streift die Haut der
Raupe ab.

Das ist etwas mühsam für sie. Mit
zuckenden Bewegungen...

...schafft sie es schliesslich.

Am nächsten Tag ist sie braun, wie das
Holz, auf dem sie sich festgezurrt hat.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Nie ohne Sonnenschutz

Ein Teilstück der Hecke vor dem Schnitt.

Eigentlich hasse ich diesen Strauch. Doch seit 50 Jahren trennt eine Hecke aus Blutberberitzen meinen Garten von der Landstrasse ab. Man muss sie jedes Jahr mindestens zweimal zurück schneiden. Sonst hätten sie die Strasse schon längst überwuchert. Beim Zusammenkehren des Abschnitts hat man das Gefühl, in einen Nadelhaufen zu greifen. Wenn ich mal ab durch die Hecke muss, pieksen die Dornen noch durch die Jeans. Und nichts kann diesen Strauch zerstören. Nässe, Trockenheit, üppiges Salzstreuen im Winter – er steckt alles weg.
Diesen Herbst hat sich meine Wertschätzung für die Blutberberitze allerdings massiv erhöht. Ich musste wieder mal stutzen. Dabei ist mir aufgefallen, dass bloss die obersten Blätter dunkelrot sind. Diejenigen weiter unten sind grün. Als ich die Hecke geschnitten hatte, war sie also nicht mehr rot, sondern grün. Doch nach ein paar Tagen stand sie wieder knallrot da, als ob jemand einen Kübel Farbe auf ihr ausgeleert hätte.
Das Teilstück unmittelbar nach dem Schnitt:
Die grünen Blätter treten zu Tage und werden
nun voll von der Sonne beschienen.

Die Erklärung dafür ist die Sonne. Die meisten Pflanzen sind überfordert mit der Energiemenge, die täglich vom Himmel herunterstrahlt. Sie können nur einen Drittel von ihr verwerten. Den Rest müssen sie irgendwie loswerden, sonst würde er ihre Blätter zerstören. Darum lagern Pflanzen einen natürlichen Sonnenschutz in ihren Blättern ein. Er besteht aus so genannten Carotinen. Das sind meist rötliche oder gelbliche Farbstoffe, welche das überschüssige Licht auffangen und in Wärme umwandeln.
Manche Pflanzen wie die Blutberberitze lagern so viele Carotine in ihren Blättern ein, dass diese rot erscheinen. Offenbar kann sie die Menge der Carotine selbst regulieren. Blätter, die dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind, besitzen besonders viele von ihnen. Die weiter drinnen im Busch, die im Schatten der anderen stehen, brauchen keinen Sonnenschutz und sind darum grün. Wenn ich nun die äussere Schicht Blätter wegschneide, werden die grünen Blätter plötzlich voll angestrahlt. Sofort produzieren sie Carotine und verändern dabei ihre Farbe.
Nach zehn Tagen sind die Blätter wieder rot.

Dienstag, 2. September 2014

Mein Haustier ist der Fuchs

Rupf-Platz eins.
Wäre ich eine Firma, müsste ich jetzt eine Medienmitteilung verfassen und darin erklären, wie es soweit kommen konnte. Vermutlich gäbe es darin einen Satz mit den beiden Wörtern «technisches Versagen». Die Kurzfassung: Meine drei Hühner und der Hahn sind auf tragische Weise ums Leben gekommen. Der Fuchs hat ihnen in einem perfekt durchgeführten Raubzug die Kehle durchgebissen und sie danach im Wald verscharrt.
Wir sind über das Wochenende weggefahren und haben die Hühner allein im Garten gelassen. Normalerweise ist das kein Problem. Die Schiebetüre aus Aluminium schliesst jeden Abend in der Dämmerung automatisch und riegelt so das Hühnerhaus fuchssicher ab. Meine Zwerghühner wussten das und setzten sich beizeiten ins Häuschen. Am Morgen bei Sonnenaufgang schaltet der Lichtsensor den Motor des Schiebers ein und das Häuschen öffnet sich wieder. So ging das während mehreren Wochen ohne Zwischenfälle.

Rupf-Platz zwei.
Doch genau dann, wenn ich mal nicht da bin, klemmt die Schiebetür. Sie blieb die ganze Nacht einen Spalt offen. Das hat der Fuchs natürlich gleich gemerkt. Seit Jahren verfolge ich im Winter seine Spuren im Schnee. Das Fazit dieser Studien: Der Fuchs kommt jede Nacht in meinen Garten und schaut sich genau um. Er schnüffelt am Hochbeet, hält seine Schnauze in ein offenes Mausloch und setzt eine Duftmarke an der Hausecke.
Offenbar bemerkt er jede noch so kleine Veränderung sofort. Er hat wohl schon längst auch das Hühnerhaus in seine nächtlichen Erkundungstouren miteinbezogen. Während ich schlafe, schleicht er lautlos um den Holzbau mit seinem potenziellen Mitternachtshappen drin. Vor ein paar Nächten hat sich die Mühe endlich gelohnt. Das Tor steht offen, der Fuchs geht rein. Nach einem kurzen Tumult, bei dem die Sitzstangen herumgeworfen werden, sind die Hühner nur noch Poulet-Fleisch.
Alles, was ich nach dem Wochenende vom Überfall zu sehen bekam, waren ein paar Federn an zwei Stellen im Garten. Ansonsten gab es weder Blut noch andere Überreste meiner Hühner. Ruht in Frieden, meine kleinen Haustiere.
Der Alu-Schieber klemmte. In der Folge
konnte sich der Fuchs den
Bauch vollschlagen.
Es gibt aber noch eine andere Betrachtungsweise. Vielleicht ist der Fuchs mein wahres Haustier und die Hühner sind eine etwas teure Malzeit, die ich für ihn organisiert habe. Damit es nicht allzu einfach wird für ihn, habe ich seine Nahrung in einem Behältnis mit Schliessautomatik versteckt. Auf diese Weise forderte und förderte ich seine Geschicklichkeit und Geduld. Das tönt vielleicht verrückt. Und bei allem, was er mir mit dem Kompost angetan hat, ist es auch nicht sehr plausibel. Aber vielleicht fühle ich mich unbewusst zum wilden Teil meines Gartens viel mehr hingezogen als zum gezähmten und domestizierten. Wie dem auch sei, ich habe bereits neue Hühner gekauft. Ich hoffe, dass ich das nicht schon wieder für den Fuchs getan habe.

Montag, 1. September 2014

Danke!

Liebe Leser
Liebe Leserinnen

wildergarten.ch hat eben 100 000 Zugriffe überschritten. Ich bedanke mich für eure Treue und wünsche euch weiterhin noch viel Vergnügen.

Mit besten Gartengrüssen

Atlant Bieri
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