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Mittwoch, 11. September 2013

Abgerutscht

Ein Brummer verliert die Haftung.
Nachtfalter finden auf allen Oberflächen Halt. Das liegt an ihren Füssen. Ihre Unterseite ist mit feinen Härchen bedeckt. Diese schmiegen sich so eng an die Unterlage, dass sie praktisch mit ihr verschmelzen. Dabei ziehen die Atome der Unterlage die Atome der Härchen an, wie Milliarden winziger Magnete. Das funktioniert am besten, wenn die Oberfläche einige Unregelmässigkeiten aufweist. Das vergrössert die Zahl der Atome, die sich gegenseitig anziehen. Umgekehrt verringert eine sehr glatte Oberfläche die Kontaktfläche. Wenn der Nachtfalter dazu noch sehr schwer ist, reicht die Anziehung zwischen den Atomen nicht aus, um sein Gewicht zu tragen. Bei diesem Exemplar ist das der Fall. Er hat sich auf dem Küchenfenster niedergelassen. Seine sechs Füsse schaffen es nicht, ihn an Ort und Stelle zu halten. In der Folge rutscht der Falter langsam ab. Mögliche Lösungen für sein Problem: Mehr Füsse, eine Abmagerungskur oder ein Rastplatz mit einer raueren Oberfläche. Er hier hat sich dazu entschieden, einfach so lange zu abzurutschen, bis es nicht mehr weiter geht.

Kommentare:

  1. Das ist ja vielleicht ein geniales Video! Ich wünschte, Schmutz perlte so leicht ab.
    Viele Grüße, Rike

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  2. Ein toller Blog über das wilde Leben im Garten, schön!

    Werde in Zukunft öfter mal reinschauen und bei Gelegenheit mal das "wildlife" in meinem Garten präsentieren. Habe einen Gabionenzaun der Dreh- und Angelpunkt verschiedener Insekten ist :-P

    LG
    Manni

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  3. sehr beeindruckendes video die Motte ist sehr schön.

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