<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455</id><updated>2012-02-08T18:14:17.103+01:00</updated><category term='Winterblüher'/><category term='Vögel'/><category term='Service'/><category term='Pilzzucht'/><category term='Regenwurm'/><category term='Tiere'/><category term='Eindringlinge'/><category term='Evolution'/><category term='Selection'/><category term='Bäume'/><category term='Sex'/><category term='Blattläuse'/><category term='Insekten'/><category term='Pflanzen'/><category term='Symbiose'/><category term='Physik'/><category term='Lebensräume'/><category term='Boden'/><category term='Chemie'/><category term='VIP'/><category term='Pilze'/><category term='Gene'/><title type='text'>Wilder Garten</title><subtitle type='html'>Wilder Garten ist ein Blog über die Artenvielfalt direkt vor der Haustür. Gartenblog, Umweltblog, Naturblog, Schweizer Garten, Abenteuer, Dschungel, Haus, Rasen, Dünger, Insekten, Blattläuse, Pilze, Pflanzen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>124</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5868400481425820607</id><published>2012-02-08T18:14:00.000+01:00</published><updated>2012-02-08T18:14:17.110+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vögel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Hackordnung</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-AiLWOvTPSqw/TzKsuaNLo9I/AAAAAAAACXM/wRUIDVfE_mI/s1600/DSC_0088.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="307" src="http://1.bp.blogspot.com/-AiLWOvTPSqw/TzKsuaNLo9I/AAAAAAAACXM/wRUIDVfE_mI/s400/DSC_0088.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein grosses Amselweibchen. Es zählt zu den Obermackern&lt;br /&gt;am Futterplatz. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Teilen ist für Vögel ein Fremdwort. Dafür kennen sie das Wort «austeilen» umso besser. Die Futterstelle ist das reinste Schlachtfeld. Nichts von feierlicher Abendmahlstimmung. Hier wird mit Schnäbeln gehackt, was das Zeug hält. &lt;br /&gt;Die grössten Tyrannen sind die Amseln. Gegen ihre massigen Körper haben zarter gebaute Vögel wie Kohl- oder Blaumeise keine Chance. Die Amseln picken ein paar Körner und lassen ihren Blick dann eifersüchtig über das Futterbrett schweifen. Sitzt eine Meise am Rand, setzt die Amsel zu einem Sprint an. Das reicht in der Regel, um ungebetene Gäste in die Flucht zu schlagen. &lt;br /&gt;Miteinander gehen die Amseln ebenso zänkisch um. Ein starkes Weibchen vertreibt Jugendliche beider Geschlechter und macht erst dann Platz, wenn ein ausgewachsenes Männchen landet und sein Recht einfordert. Glückloser sind die Weibchen der Kohlmeisen. Sie könnten es niemals mit einem Männchen aufnehmen. Deshalb sucht man sie an Futterstellen vergebens. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-uEwVKronnLU/TzKstNW4FbI/AAAAAAAACXE/-Wbkc9AMk4U/s1600/DSC_0075.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="305" src="http://3.bp.blogspot.com/-uEwVKronnLU/TzKstNW4FbI/AAAAAAAACXE/-Wbkc9AMk4U/s400/DSC_0075.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Blaumeise hat noch drei Sekunden. Spätestens dann&lt;br /&gt;landet die nächste Amsel.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Noch weiter unten in der Hackordnung kommen die Blaumeisen und die Grünlinge. Ihre Strategie: Warten, zuschlagen, abhauen. Das scheint bestens zu funktionieren. Denn oft zanken sich die Amseln so sehr, dass sie selbst an ihrem Gezeter erschrecken und verwirrt Reissaus nehmen. &lt;br /&gt;Auf diesen Moment warten die kleineren Vogelarten. Sie sausen herbei, nehmen ein Korn in den Schnabel und machen sich flugs wieder davon. Auf einem Ast in der Nähe verspeisen sie ihre Beute und warten auf die nächste Gelegenheit. &lt;br /&gt;Die ganz Mutigen gehen sogar noch weiter. Sie wissen um die Schreckhaftigkeit der Amseln und flattern ihnen deshalb absichtlich gleich vor die Nase. Die Amseln schrecken auf und flüchten in die Büsche. Das gibt den Meisen und den Grünlingen ein paar Sekunden Zeit, sich den Wanst vollzuschlagen.&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5868400481425820607?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5868400481425820607/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/02/hackordnung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5868400481425820607'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5868400481425820607'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/02/hackordnung.html' title='Hackordnung'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-AiLWOvTPSqw/TzKsuaNLo9I/AAAAAAAACXM/wRUIDVfE_mI/s72-c/DSC_0088.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-649027368860617448</id><published>2012-01-26T14:24:00.001+01:00</published><updated>2012-01-26T14:28:29.930+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Chemie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Ode an die Carotine</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-S2hfrW5rMZE/TyFTtEKCRTI/AAAAAAAACWY/GKwcXx6XjU4/s1600/DSC_0301.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-S2hfrW5rMZE/TyFTtEKCRTI/AAAAAAAACWY/GKwcXx6XjU4/s400/DSC_0301.JPG" width="278" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Im Tomatenpüree finden Leute mit&lt;br /&gt;Garten-Blues Trost. Da lacht einen die&lt;br /&gt;geballte Ladung Lycopin an. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Garten hat gerade seinen Tiefpunkt erreicht. Jedes Quentchen Saft scheint aus den Ästen von Bäumen und Sträuchern gewichen zu sein. Die Gräser liegen dürr und braun unter einer dünnen Schicht Rauhreif und es sieht so aus, als ob sich das nie mehr ändern würde, als ob die Gräser und die Kräuter für immer in ihrer Totenstarre verharren müssten. &lt;br /&gt;Es lässt sich jetzt nur noch erahnen, dass der Garten einmal grün war. Er gleicht jetzt mehr einem verblichenen Abziehbild. Grün ist nur noch eine Idee, die sich irgendwo zwischen Asthaufen und Birnbaumstumpf herumdrückt. Gesehen werden, möchte sie nicht.&lt;br /&gt;Noch schlimmer steht es um die warmen Farbtöne. Das Rot, das Gelb, das Orange. Nach der Offenbarung im Herbst, wo fast jede Pflanze etwas Rotes zu bieten hatte, ist es nun wie weggefegt. Rot ist die Farbe der Reife. Es steckt in Beeren und in Früchten. Die Tomate, der Kürbis, die Erdbeere und die Birne enthalten es. &lt;br /&gt;Dieses Pflanzenrot nennen die Chemiker «Carotine». Es gibt über 600 verschiedene Verbindungen, die alle einen etwas anderen Farbton haben. Das ist die Malpalette der warmen Farben der Natur. Am intensivsten kommt es in einer reifen Tomate oder einer aufgeschnittenen Wassermelone zum Ausdruck. Dieses tiefrote Leuchten stammt vom sogenannten Lycopin. Das Molekül wird in vielen Speisen wie Suppen oder Saucen als Zusatzstoff verwendet (E160d). Man kann damit auch ganz tollen Lachsersatz herstellen, der schön rot aussieht. &lt;br /&gt;Wer zu viel Lycopin zu sich nimmt, wird selbst rot. Da es fettlöslich ist, lagert es sich unter anderem in der Haut ab, was über längere Zeit zu seinem Gelbstich der Haut führen kann. Im Grunde keine schlechte Idee. Jetzt wo der Garten nichts als Kälte ausstrahlt, bin ich dann vielleicht das einzige Objekt, das warm vor sich hinleuchtet. Wer es in dieser tristen Zeit nicht aushält, kann auch eine Dose Tomatenpüree öffnet und sich daran satt sehen. Es enthält 62 Milligramm Lycopin pro 100 Gramm – eine der höchsten Konzentrationen natürlichen Rots im Haushalt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-649027368860617448?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/649027368860617448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/01/ode-die-carotine.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/649027368860617448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/649027368860617448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/01/ode-die-carotine.html' title='Ode an die Carotine'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-S2hfrW5rMZE/TyFTtEKCRTI/AAAAAAAACWY/GKwcXx6XjU4/s72-c/DSC_0301.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2120666267332403131</id><published>2012-01-15T17:39:00.001+01:00</published><updated>2012-01-15T17:40:06.403+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Südafrika in der Garage</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-7fanB0WjK3Q/TxMA8E-Db_I/AAAAAAAACVw/-4SsH_VLCkw/s1600/strelizie.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-7fanB0WjK3Q/TxMA8E-Db_I/AAAAAAAACVw/-4SsH_VLCkw/s400/strelizie.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Langsam wird das etwas. Selbst im&lt;br /&gt;Schummerlicht der Garage.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;2007 habe ich von einem Gartencenter in Teneriffa eine kleine Strelizie (Paradiesvogelblume) mit nach Hause gebracht. Vier Jahre lang hat sie sich in meinem Garten in der Sonne geräkelt, hat Hagelstürme, Trockenperioden&amp;nbsp; und sintflutartige Regenfälle überstanden. Letzten Sommer war es endlich so weit. Die ersten beiden Blütenstängel streckten sich langsam zwischen den Blättern hervor. &lt;br /&gt;Leider ging das ganze etwas zu langsam. Der Herbst kam und ging und die Blüten waren noch immer nicht offen. Das war’s, dachte ich, als das Thermometer tagsüber nicht mehr merklich über die fünf Grad Marke stieg. Die Strelizie musste in die Garage und damit war es wohl mit dem Blühen gelaufen. &lt;br /&gt;Aber siehe da: die Pflanze macht seither beharrlich weiter mit ihrem Plan. Der Blütenstängel streckt sich immer mehr der Decke entgegen und sein oberer Teil schwillt zur Knospe an. Offenbar kennen die Strelizien keine Winterruhe. Und tatsächlich: diese Pflanzenart blüht in ihrer ursprünglichen Heimat Südafrika immer zweimal pro Jahr. Im Sommer schafft sie das Kunststück in nur acht Wochen. Im Winterhalbjahr benötigt sie dafür jedoch ganze 28. &lt;br /&gt;Die optimale Temperatur liegt dabei zwischen 17 und 27 Grad Celsius. Perfekt. In meiner Garage sind es 16. Das erklärt wohl, warum sie mit ihrem Projekt einfach weiter macht. Offenbar hat sie in ihren Wurzeln genug Energie gespeichert, um die Blüten auch im schummrigen Garagenlicht zu vollenden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2120666267332403131?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2120666267332403131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/01/sudafrika-in-der-garage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2120666267332403131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2120666267332403131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/01/sudafrika-in-der-garage.html' title='Südafrika in der Garage'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-7fanB0WjK3Q/TxMA8E-Db_I/AAAAAAAACVw/-4SsH_VLCkw/s72-c/strelizie.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6120985776459622897</id><published>2012-01-05T10:55:00.002+01:00</published><updated>2012-01-05T10:59:45.040+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vögel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Physik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der Fis-Garten</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-6GaJD_B4nMU/TwVyieYpKbI/AAAAAAAACVg/Vy0kyhYBf1g/s1600/02.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="300" src="http://4.bp.blogspot.com/-6GaJD_B4nMU/TwVyieYpKbI/AAAAAAAACVg/Vy0kyhYBf1g/s400/02.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Aus dem dicken Efeu-Stamm hole ich ein Cis heraus. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ein Garten besteht nicht nur aus Tieren, Pflanzen, Erde und ein paar Steinen, sondern er setzt sich auch aus physikalischen Grössen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Lichtmenge zusammen. Einen besonderen Platz nehmen dabei die Tonfrequenzen ein. Das Laub, das Gras, eine Hecke oder die Äste eines Baums geben Töne von sich, wenn der Wind in sie fährt oder beim Jäten ein Schuh gegen sie stösst. &lt;br /&gt;Dieses Orchester erfüllt jeden Winkel. Manchmal ist es Laut (wenn ein Sturm tobt) und manchmal ist es nur ganz leise (an einem Wintermorgen, bevor die Vögel aufwachen). Ich habe versucht, ein paar dieser Klänge einzufangen und sie physikalisch zu beschreiben. Mein erstes Opfer ist der Kirschlorbeer. Seine steifen Blätter laden dazu ein, auf ihnen mit einem Xylophonschläger herumzutrommeln. Als Messinstrument verwende ich mein Handy, das ich mit der Android App &lt;a href="https://market.android.com/details?id=com.dev.lee.tonetuner&amp;amp;hl=de" target="_blank"&gt;«ToneTuner»&lt;/a&gt; in ein Frequenzmessgerät verwandle. &lt;br /&gt;Das erste Blatt liefert 155 Hertz (1 Hertz = 1 Schwingung pro Sekunde). Das entspricht in etwa einem Dis auf dem Klavier. Ein zweites besonders grosses Blatt fällt auf 90 Hertz herab (zwischen F und Fis). Tiefer kann der Kirschlorbeer nicht. Dafür macht sich der Rasen als Basssänger umso besser. Wenn ich mit dem Fuss auf das Grass stampfe erhalte ich 65 Hertz; das tiefe C. Wo der Boden mit Wasser gesättigt ist steigt der Ton auf das D.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-YamnE91wGV8/TwVygnDB19I/AAAAAAAACVY/B70znrOAMhY/s1600/01.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="300" src="http://3.bp.blogspot.com/-YamnE91wGV8/TwVygnDB19I/AAAAAAAACVY/B70znrOAMhY/s400/01.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die jungen Wollschweine sprengen den Tonumfang jedes&lt;br /&gt;Klaviers. Ihr Quietschen erreicht mehr als 5000 Hertz. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Sehr viele Objekte geben ganz helle Töne von sich. Der Zaunpfosten beispielsweise schafft 1100 Hertz, der Stamm des Wallnussbaumes 1200 Hertz und der letzte Rest Schnee gibt 1300 Hertz von sich, wenn ich mit dem Fuss draufstampfe. &lt;br /&gt;Die jungen Wollschweine vom Nachbarn nehmen es locker mit solchen Tonlagen auf. Ihr Quietschen fordert mein Handy heraus: 5500 Hertz. Das schafft nicht mal der höchste Ton beim Klavier, das c’’’’’ mit 4186 Hertz. Aber es gibt einen Strauch im Garten, der sie alle in den Schatten stellt. Die feinen Blättchen des Rosmarins sind die Meister-Soprano. Wenn sie gegeneinander schlagen, erklingen sie mit 5719 Hertz.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6120985776459622897?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6120985776459622897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/01/der-fis-garten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6120985776459622897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6120985776459622897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2012/01/der-fis-garten.html' title='Der Fis-Garten'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-6GaJD_B4nMU/TwVyieYpKbI/AAAAAAAACVg/Vy0kyhYBf1g/s72-c/02.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8885813212520000481</id><published>2011-12-26T18:28:00.001+01:00</published><updated>2011-12-26T18:31:40.731+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vögel'/><title type='text'>Fette Vögel</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-5QHhJJh2CRY/TviuRsRjhpI/AAAAAAAACTs/X0juMoxSIbg/s1600/DSC_0138.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/-5QHhJJh2CRY/TviuRsRjhpI/AAAAAAAACTs/X0juMoxSIbg/s400/DSC_0138.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Futterstelle spendet wertvolle Vitamine in Form von&lt;br /&gt;Körnern. Sie helfen vor allem den ohnehin schon häufigen&lt;br /&gt;Vogelarten wie Blaumeise, Amsel und Grünling. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Jedes Jahr warte ich darauf, dass die Vögel in meinem Garten vom Himmel fallen und sich nicht wieder aufrappeln. Todesursache: Herzinfarkt. Bis heute ist es zwar noch nie passiert, aber so wie die Futterlage im Moment ist, steuern sie möglicherweise direkt auf dieses Szenario zu. &lt;br /&gt;Die Winterfütterung ist ein Volkssport. Pro Haushalt gehen jedes Jahr zwischen fünfzig bis hundert Kilo Vogelfutter über den Ladentisch. Grossverteiler wie die Migros bieten neben den Standardmischungen auch eine «Gourmet» Linie für unsere lieben Singvögel an. Das zeigt, wie sehr wir an unseren gefiederten Nachbarn hängen. Doch nützen die vielen Tonnen Sonnenblumen- Hanf- und Weizenkörner den Amseln, Blaumeisen und Grünlingen auch etwas? &lt;br /&gt;Die offizielle Haltung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach ist klar: nein. So schreibt auf ihrer Webseite: «Biologisch gesehen ist das Füttern im Winter nicht notwendig. Vögel, die bei uns überwintern, sind sehr gut an die kalte Jahreszeit angepasst.» Immerhin schadet massvolles füttern nicht, wie es weiter heisst. Hm, das sagt die Alkohollobby über den Konsum von Schaps auch. &lt;br /&gt;Etwas mehr Licht in den dunklen Vogelmagen wirft eine neuere Studie aus Grossbritannien. Forscher haben in einem mehrjährigen Experiment zeigen können, dass die Jungen von Blaumeiseneltern, die in den Genuss einer Winterfütterung gekommen sind, eine zwanzig Prozent grössere Überlebenschance haben als die Jungen ihrer Artgenossen ohne Körnerkur.&lt;br /&gt;Die Forscher erklären sich das mit einem erhöhten Vitaminangebot. Sonnenblumenkerne beispielsweise enthalten Vitamin E, ein Antioxidans. Die Eltern speichern es bis zum Frühling in ihrer Leber und geben es dann an ihre Eier ab. Mit diesem Nährstoff-Upgrade steigt die Lebenserwartung der Küken. &lt;br /&gt;Also nützt die Winterfütterung doch etwas! Die Frage ist nur, wem sie etwas nützt. Mit den extra Kalorien und Nährstoffen helfen wir vor allem Vogelarten, die ohnehin häufig sind. Die Zugvögel, die im Frühling nach einer langen erschöpfenden Reise in unsere Gärten zurückkehren, gehen leer aus. Zu allem Überfluss müssen sie sich nun gegen superfitte Blaumeisen behaupten. &lt;br /&gt;Auf diese Weise greifen wir jedes Jahr in das wohl ausbalancierte Ökosystem unserer Gärten ein. Wenn überhaupt ein Vogel an einem Herzinfarkt vom Himmel fällt, dann ist es ein Zugvogel, weil er gegen die Supermeisen keine Chance hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8885813212520000481?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8885813212520000481/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/12/fette-vogel.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8885813212520000481'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8885813212520000481'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/12/fette-vogel.html' title='Fette Vögel'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-5QHhJJh2CRY/TviuRsRjhpI/AAAAAAAACTs/X0juMoxSIbg/s72-c/DSC_0138.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5257956045789476882</id><published>2011-12-18T18:01:00.001+01:00</published><updated>2011-12-18T18:02:31.312+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Bis es kracht</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Er2t70hqK54/Tu4bP0mijCI/AAAAAAAACRg/KCPZ3Wcs6jM/s1600/DSC_0026.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-Er2t70hqK54/Tu4bP0mijCI/AAAAAAAACRg/KCPZ3Wcs6jM/s400/DSC_0026.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Nadeln der Atlaszeder fangen den Wind ein&lt;br /&gt;und reissen so die Äste ab. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Sturm «Joachim» ist diese Woche mit über hundert Kilometern pro Stunde über die Schweiz gefegt. Er zerrte an den Bäumen meines Gartens als wollte er sie wie Unkraut samt Wurzeln aus dem Boden reissen. Erstaunlicherweise hat das bei den meisten nur geringe Schäden verursacht. &lt;br /&gt;Der grosse Verlierer ist die Atlaszeder gleich neben der Einfahrt. Es ist einer der höchsten Bäume. Im Sommer ist das ein grosser Vorteil, weil er so sehr viel Sonnenlicht einfangen kann. Aber in einem Wintersturm wie diesem, wenn das Holz von der Kälte etwas brüchiger ist als sonst, ist Grösse für einmal ein Nachteil. Man sieht es der Einfahrt an: Über Nacht hat sich auf ihr ein beachtlicher Haufen Äste angesammelt. Aber für einen Baum mit diesen Ausmassen ist das dann auch nicht weiter schlimm – vergleichbar etwa mit Haare schneiden.&lt;br /&gt;Abgesehen davon, hätte es viel schlimmer kommen können. Einmal riss ein Sturm einer etwas dünn geratenen Tanne den Spitz ab. Die stand dann ein paar Jahre kopflos im Garten, bis sie endlich ihre neue Triebspitze wieder auf gleicher Höher hatte. Schön aussehen tut das nicht, aber Bäume sind zum Glück nicht eitel. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-tUhu42MFdbk/Tu4bR3_YcVI/AAAAAAAACRo/11gIrF2KJQ4/s1600/DSC_0031.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/-tUhu42MFdbk/Tu4bR3_YcVI/AAAAAAAACRo/11gIrF2KJQ4/s400/DSC_0031.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Das passiert dem Nussbaum nicht. Dafür&lt;br /&gt;verbringt er den Winter nackt im Garten.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Im Winter sind Nadelbäume allgemein anfälliger für Sturmschäden als Laubbäume, weil ihre Nadeln wie Tausende kleine Segel den Wind einfangen und auf jeden einzelnen Ast eine enorme Zugkraft ausüben. Da hat es der Nussbaum besser gemacht. Er hat seine Blätter im Herbst abgeworfen und steht jetzt zwar nackt aber dafür windschlüpfrig da. Ihm hat Joachim nichts anhaben können. Seine Äste sind alle noch dran.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5257956045789476882?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5257956045789476882/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/12/bis-es-kracht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5257956045789476882'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5257956045789476882'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/12/bis-es-kracht.html' title='Bis es kracht'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Er2t70hqK54/Tu4bP0mijCI/AAAAAAAACRg/KCPZ3Wcs6jM/s72-c/DSC_0026.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7786927024610466757</id><published>2011-12-09T20:52:00.001+01:00</published><updated>2011-12-09T20:55:18.318+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eindringlinge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Einer bohrte sich durch die Haselnuss</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-N1Z4nPFIiLs/TuJmT4ZvjPI/AAAAAAAACRQ/OW9VxRIC5G4/s1600/DSC_0003.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://3.bp.blogspot.com/-N1Z4nPFIiLs/TuJmT4ZvjPI/AAAAAAAACRQ/OW9VxRIC5G4/s320/DSC_0003.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Ausstiegsluken für die Larven des&lt;br /&gt;Haselnussbohrers.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Bei der Vermehrung sind die Haselsträucher ganz bei der Sache. Im Frühling entlassen sie ihre Pollen in Schwaden aus ihren Kätzchen. Aus jedem von ihnen strömen zwei Millionen Pollenkörner. Pro Strauch muss ihre Anzahl in die Milliarden gehen. &lt;br /&gt;Doch trotz dieser ziemlich erstaunlichen Potenz bleibt dem Haselstrauch ein reicher Kindersegen verwehrt. Als ich diese Woche die Nüsse auf dem Rasen zusammenlese und sie mit einem Messer aufschneide, mache ich eine erschütternde Entdeckung. Von 13 Nüssen enthält nur eine einzige einen gesunden Samen. Die meisten anderen fielen Pilzen zum Opfer. Irgendwie haben sie es geschafft die harte Schale zu durchdringen. &lt;br /&gt;Aber der Hasel noch andere Feinde. Etwa in der Hälfte aller Nüsse klafft ein Loch. Das ist die Handschrift des Haselnussbohrers, eines Rüsselkäfers. Im Frühsommer bohrt das Weibchen mit ihrem Rüssel ein winziges Loch in eine junge Haselnuss. Sie legt ein Ei hinein, aus dem bald darauf die Larve schlüpft. Vier Wochen lang frisst sie sich durch die Nuss, bis fast nichts mehr von ihr übrig ist. Von aussen sieht man zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Erst wenn sich die fette Larve einen Weg nach draussen bahnt, hinterlässt sie das typische Loch. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4iC7mA7AVn4/TuJmWkDS9eI/AAAAAAAACRY/PiUrCS8RZ8E/s1600/DSC_0005.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://3.bp.blogspot.com/-4iC7mA7AVn4/TuJmWkDS9eI/AAAAAAAACRY/PiUrCS8RZ8E/s320/DSC_0005.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Von 13 Haselnüssen war nur eine gesund. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Weibchen legen ihre Eier offenbar nur in grosse Haselnüsse, denn das einzig gesunde Exemplar aus meinem Garten ist nur etwa halb so gross wie die anderen. Nach der Fressorgie überwintern die Larven im Boden. Erst im Frühjahr verpuppen sie sich und verwandeln sich in die nächste Generation von Käfern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7786927024610466757?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7786927024610466757/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/12/einer-bohrte-sich-durch-die-haselnuss.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7786927024610466757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7786927024610466757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/12/einer-bohrte-sich-durch-die-haselnuss.html' title='Einer bohrte sich durch die Haselnuss'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-N1Z4nPFIiLs/TuJmT4ZvjPI/AAAAAAAACRQ/OW9VxRIC5G4/s72-c/DSC_0003.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8235988295826958378</id><published>2011-11-29T17:59:00.000+01:00</published><updated>2011-11-29T17:59:23.224+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bäume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Urwaldverhinderer</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/--MhNEMQ7P9g/TtUO7SJWTaI/AAAAAAAACQo/Be3ex7pno3g/s1600/eibe_klein.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/--MhNEMQ7P9g/TtUO7SJWTaI/AAAAAAAACQo/Be3ex7pno3g/s400/eibe_klein.JPG" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der alte Birnbaum in meinem Garten ist&lt;br /&gt;bereits tot. Pilze verdauen sein Holz gerade.&lt;br /&gt;Die frei werdenden Nährstoffe kommen der&lt;br /&gt;kleinen Eibe zugute. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;In den Wäldern Europas hat mindestens 2000 Jahre lang die Axt gewütet. Dabei mussten die einstigen Urwälder mit ihren Jahrhunderte alten Bäumen dran glauben. Heute haben wir keine Vorstellung mehr davon, was ein alter Wald bedeutet, wie es dort riecht oder wie es in ihm tönt. Sehnsüchtig blicken wir zu den Nationalparks in Nordamerika, wo es noch solche Waldbestände gibt, oder zu den Regenwäldern, in denen noch Baumriesen stehen. &lt;br /&gt;Aber auch wenn wir mit Beil und Motorsäge unsere einstigen Urwälder in Kuhwiesen und Weihnachtsbaumplantagen verwandelt haben, so haben wir es nicht geschafft, ihren Geist auszurotten. Wer genau hinschaut, sieht ihn allenthalben aus dem Unterholz emporstreben. In manchem vergessenen Winkel des Gartens regt er sich gerade jetzt. Er manifestiert sich etwa in den kleinen Eibensprösslingen. Überall im Garten, wo es genug Schatten hat, keimen sie und entwickeln sich zu kleinen Bäumchen. Die Vögel haben ganze Arbeit geleistet. &lt;br /&gt;Die Eibe ist für Europa, was der Mammutbaum für Nordamerika ist. Sie ist der Archetyp des Urwaldbaumes. Mit einer Lebenserwartung von 3000 Jahren stellt sie alle anderen hiesigen Nadelbäume in den Schatten. Ihre Uhr tickt sehr langsam. Pro Jahr legt ein Baum nur ein bis drei Zentimeter an Höhe zu. Das ist kein Nachteil, sondern im Gegenteil ihr Erfolgsrezept. Die Eibe wartet, bis andere Bäume wie die Buche oder die Eiche gross werden und ihre mächtigen Kronen entfalten. Im Schatten solcher Bestände wächst die Eibe mit Vorliebe. &lt;br /&gt;Während die Bäume rundum grösser und fetter werden und nach einigen Jahrhunderten ihrem Lebensende nahe kommen, wächst die Eibe langsam und bedächtig als schmächtiges Bäumchen vor sich hin. Wenn dann eine alte von Pilzen zerfressene Buche unter ihrem eigenen Gewicht zusammenfällt, ist die Eibe bereit, ihren Platz einzunehmen. Jetzt breitet sie ihre Eigene Krone in alle Himmelsrichtungen aus. Der Schatten, den sie auf den Waldboden wirft, ist so dunkel, dass keine andere Baumart unter ihr zu keimen vermag. Für die kommenden Jahrtausende gehört der Wald ihr allein. &lt;br /&gt;Nur leider kommt es in den Gärten nie soweit. Eiben werden gestutzt und geschnitten, ausgerissen und zurückgepfiffen. Damit sind wir Gärtner Urwaldverhinderer. Wir drängen seinen Geist immer wieder zurück ins Unterholz. Aber vielleicht, eines Tages, wenn unsere Hände müde geworden sind, werden die Eiben die Herrschaft über Land, Garten und Wald wieder an sich reissen.&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8235988295826958378?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8235988295826958378/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/11/urwaldverhinderer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8235988295826958378'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8235988295826958378'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/11/urwaldverhinderer.html' title='Urwaldverhinderer'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/--MhNEMQ7P9g/TtUO7SJWTaI/AAAAAAAACQo/Be3ex7pno3g/s72-c/eibe_klein.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1197312330541683633</id><published>2011-11-22T21:18:00.000+01:00</published><updated>2011-11-22T21:18:15.484+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Boden'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Regenwurm'/><title type='text'>Der wertvollste Kot der Welt</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-WoPZFqQABxE/TswDT_dd_qI/AAAAAAAACQg/GT2e0KbK4NE/s1600/wormshit.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-WoPZFqQABxE/TswDT_dd_qI/AAAAAAAACQg/GT2e0KbK4NE/s400/wormshit.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;So sieht Regenwurmkot aus. Die beste Erde, die es gibt.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es gibt Tiere, die machen meinen Garten jedes Jahr ein wenig grösser. Zu den prominentesten unter ihnen gehören die Regenwürmer. Jetzt im Herbst haben sie Hochbetrieb. Und ich kann förmlich sehen, wie mein Garten dem Himmel entgegenwächst. &lt;br /&gt;Die Würmer fressen die Blätter, die jetzt reichlich auf dem Rasen liegen. Dazu kommen sie nachts aus ihren Gängen an die Oberfläche, schnappen sich ein Blatt und ziehen es hinunter in die Tiefe. Dort können sie sich mit Fressen und Verdauen Zeit lassen. Wenn das Blatt in ihrem Magen und ihrem Darm zerkleinert, zermalmt und verdaut wurde, kommt die Stunde, in der es den Regenwurm wieder verlassen muss. &lt;br /&gt;Um ihr Geschäft zu verrichten, kriechen die Regenwürmer an die Oberfläche und scheiden dort ein Häufchen Kot aus. Doch das hat mit dem, was beispielsweise ein Hund von sich gibt, nichts zu tun. Regenwurmkot stinkt nicht und wenn man drauftritt, ist es auch nicht weiter schlimm, denn er besteht aus reiner Erde. So hat sich ein Blatt in neuen Boden verwandelt. &lt;br /&gt;Durch ihre Tätigkeit kommt mein Garten jedes Jahr einen Bruchteil eines Millimeters höher zu liegen. Mein Haus sinkt also mit der Zeit im Rasen ein. Zum Glück ist der Prozess unendlich langsam. Nur schon um unsere heutigen Böden mit einer Tiefe von zwei Metern zu bilden, benötigten die Regenwürmer 10 000 Jahre.&lt;br /&gt;Ihr Kot ist die beste Erde, die es gibt. Sie enthält fünf Mal mehr Stickstoff und sieben mal mehr Phosphor im Vergleich zur Umgebungserde. Da verstehe ich nicht, warum es Leute gibt, die jedes einzelne Blatt auf ihrem Rasen zusammen rechen und irgendwo deponieren. Auf diese Weise stehlen sie den Regenwürmern bloss das Futter und halten ihrem Rasen die jährliche Gratisdüngung vor.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1197312330541683633?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1197312330541683633/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/11/der-wertvollste-kot-der-welt.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1197312330541683633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1197312330541683633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/11/der-wertvollste-kot-der-welt.html' title='Der wertvollste Kot der Welt'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-WoPZFqQABxE/TswDT_dd_qI/AAAAAAAACQg/GT2e0KbK4NE/s72-c/wormshit.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7032897187010865545</id><published>2011-11-13T20:19:00.002+01:00</published><updated>2011-11-14T19:21:39.568+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><title type='text'>Durch die Nase sehen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-JfoU9wExOL4/TsAXP44cs7I/AAAAAAAACQE/YN16iVdJnZ8/s1600/20111107_18.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="276" src="http://3.bp.blogspot.com/-JfoU9wExOL4/TsAXP44cs7I/AAAAAAAACQE/YN16iVdJnZ8/s400/20111107_18.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Da wartet sie geduldig bis Hefepilze die Traube aufzufressen&lt;br /&gt;beginnen. Erst dann legt sie ihre Eier ab. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Stubenfliegenplage ist vorbei. Dafür suchen uns jetzt ihre kleineren Verwandten heim. Ein Dutzend der winzigen Fruchtfliegen belagert meine Trauben und sobald ich eine Banane anschneide, missbrauchen sie die klebrige Fläche als Landebahn.&lt;br /&gt;Das machen sie natürlich nicht aus Spass. Sie haben etwas ganz anderes im Sinn: fressen und Eier legen. Ihr Nachwuchs ernährt sich bevorzugt von Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefepilzen. Sie kommen in grossen Mengen in verrottendem Obst vor. Darum sind die erwachsenen Tiere stets auf der Suche nach möglichst überreifen Früchten. Eine liegengelassene Traube oder eine angeschnittene Banane auf dem Fensterbrett kommt ihnen da gerade recht.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Bl5rdejAGpQ/TsAXPFhCO1I/AAAAAAAACP8/wxGPr_UoSOo/s1600/20111107_17.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-Bl5rdejAGpQ/TsAXPFhCO1I/AAAAAAAACP8/wxGPr_UoSOo/s400/20111107_17.JPG" width="276" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Auch wenn sie zur Decke starrt, weiss sie&lt;br /&gt;genau, was ich mache. Ihre Nase sagt&lt;br /&gt;ihr, dass ich gerade einen&lt;br /&gt;Apfel aufschneide.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Egal in welcher dunklen Ecke der Wohnung das vergessene Stückchen Obst vor sich hin fault, die Fruchtfliegen finden zielsicher zu ihm. Das liegt an ihrer feinen Nase. Genau zwischen ihren Augen liegen ein Paar stummelförmige Antennen. Sie sind gespickt mit Geruchsrezeptoren. Jeder Rezeptor ist auf eine bestimmte Klasse von Geruchsmolekülen geeicht, so wie ein Schloss nur zu einem bestimmten Schlüssel passt. &lt;br /&gt;Jedes Mal wenn das richtige Molekül andockt, sendet der Rezeptor einen elektrischen Impuls aus. Er wandert innert Bruchteilen einer Sekunde zum winzigen Fliegenhirn. Dieses wandelt das Signal in Bilder um: frische Banane, verfaulende Banane, drei-Tage-alte Traube, ein paarungsbereites Weibchen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Diese Umwandlung von elektrischem Reiz in Bilder vollzieht sich so schnell, dass die Fruchtfliege sogar im Flug laufend neue Gerüche «sieht». Wenn plötzlich etwas Interessantes in der Luft liegt, braucht sie nur eine Kursänderung vorzunehmen und schon steuert sie auf das Apfelstückchen unter dem Sofa zu.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7032897187010865545?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7032897187010865545/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/11/durch-die-nase-sehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7032897187010865545'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7032897187010865545'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/11/durch-die-nase-sehen.html' title='Durch die Nase sehen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-JfoU9wExOL4/TsAXP44cs7I/AAAAAAAACQE/YN16iVdJnZ8/s72-c/20111107_18.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6082622237320955558</id><published>2011-10-30T20:57:00.001+01:00</published><updated>2011-10-30T20:58:18.593+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-SudVSZ36jSs/Tq2rAFZZkII/AAAAAAAACPA/7HyT5mUMo4M/s1600/20111027_14.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-SudVSZ36jSs/Tq2rAFZZkII/AAAAAAAACPA/7HyT5mUMo4M/s400/20111027_14.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Wenn der japanische Ahorn die Nährstoffe aus seinen&lt;br /&gt;Blättern saugt, zerstört er dabei die grünen Farbstoffe.&lt;br /&gt;Zurück bleibt ein leuchtendes Orange.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Jedes Jahr macht uns die Natur in einem farbenprächtigen Schauspiel vor, was man mit beschränkten Ressourcen machen sollte: rezyklieren. Wenn die Blätter sich gelb, rot und orange verfärben ist das nicht Ausdruck des Alterns und des Todes. Ganz im Gegenteil. Es zeigt lediglich, wie umsichtig die Natur mit ihren Rohstoffen umgeht.&lt;br /&gt;Die Blätter sind mit ihren sechs oder sieben Monaten sehr junge Gebilde. Der Grund für ihren rapiden Zerfall ist, weil der Baum es so will. Forscher wissen heute bereits, dass Hunderte von Genen am Alterungsprozess eines Blattes beteiligt sind. Der Baum schaltet sie ein, sobald er seine Blätter rezyklieren will.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Dazu muss er jede einzelne Zelle eines Blattes ausräumen. In ihnen stecken Aminosäuren, die der Baum beispielsweise zur Ausreifung seiner Früchte gut gebrauchen kann. Die meisten Nährstoffe stecken in den Chloroplasten. Das sind die Solarzellen der Pflanzen, mit denen sie aus Sonnenlicht, Wasser und CO2 Zucker herstellen. In jeder Blattzelle gibt es mehrere von ihnen und sie sind voll mit wertvollen Stickstoffverbindungen. &lt;br /&gt;Dabei baut er auch den in den Chloroplasten enthaltene grüne Farbstoff ab. Andere Farbstoffe, die in weit geringerer Konzentration in den Zellen vorhanden sind, kommen nun zum Vorschein. Das Blatt verfärbt sich. Die Herbstfarben sind also kein Mahnmal für Alter und Tod, sondern vielmehr eine Erinnerung daran, dass sogar ein einfaches Blatt zu kostbar ist, um es einfach wegzuwerfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6082622237320955558?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6082622237320955558/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/bevor-wir-fallen-fallen-wir-lieber-auf.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6082622237320955558'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6082622237320955558'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/bevor-wir-fallen-fallen-wir-lieber-auf.html' title='Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-SudVSZ36jSs/Tq2rAFZZkII/AAAAAAAACPA/7HyT5mUMo4M/s72-c/20111027_14.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-778927398447128646</id><published>2011-10-20T19:58:00.004+02:00</published><updated>2011-10-24T20:06:19.536+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><title type='text'>Leuchtender Reis</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Ux4-W_T_z4s/TqBfk5Nk5zI/AAAAAAAACN0/POaB_RrMAgM/s1600/20111020_09.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/-Ux4-W_T_z4s/TqBfk5Nk5zI/AAAAAAAACN0/POaB_RrMAgM/s400/20111020_09.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Einen Holzdübel mit dem Pilz wirft man einfach in ein&lt;br /&gt;Konfitürenglas mit abgekochtem Reis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Weltweit gibt es 71 Pilzarten, die von sich aus leuchten. Eine von ihnen befindet sich seit kurzem in meinem Besitz. Es ist der Eichen-Zwergknäuling &lt;i&gt;Panellus stipticus&lt;/i&gt;. Im Aussehen gleicht er Austernpilzen, er ist jedoch ungeniessbar. Doch dafür leuchtet er ganz wunderbar. &lt;br /&gt;Hinter dieser Eigenart steckt dieselbe chemische Reaktion, wie sie auch das Glühwürmchen einsetzt, um sein Hinterteil erstrahlen zu lassen. Dabei wird ein Stoff namens Luciferin mit Sauerstoff abgebaut und es entsteht Licht. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-POdYu4F_1-w/TqBftN2Q9CI/AAAAAAAACOE/xACk09jCf9c/s1600/low_oxigen.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://2.bp.blogspot.com/-POdYu4F_1-w/TqBftN2Q9CI/AAAAAAAACOE/xACk09jCf9c/s320/low_oxigen.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4EqLd323quo/TqBfrQEn65I/AAAAAAAACN8/NShMiggpu5g/s1600/high_oxigen.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://3.bp.blogspot.com/-4EqLd323quo/TqBfrQEn65I/AAAAAAAACN8/NShMiggpu5g/s320/high_oxigen.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Licht aus und schon sieht man das Leuchten.&lt;br /&gt;Oben: Der Deckel des Glases ist noch&lt;br /&gt;zugeschraubt. Der Pilz kriegt nur wenig&lt;br /&gt;Sauerstoff und leuchtet nur schwach.&lt;br /&gt;Unten: Der Deckel ist weg und nach 20&lt;br /&gt;Minuten leuchtet der Pilz viel stärker&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Warum manche Pilze leuchten, ist bis heute ein Rätsel. Einige Forscher vermuten, dass er damit kleine Insekten anlockt, die den Pilz fressen und so seine Sporen weiter verbreiten. Bewiesen hat es bis heute niemand. &lt;br /&gt;Eichen-Zwergknäulinge kann man im &lt;a href="http://www.google.ch/search?sclient=psy-ab&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=hp&amp;amp;q=Panellus+stipticus+d%C3%BCbelbrut+bestellen&amp;amp;pbx=1&amp;amp;oq=Panellus+stipticus+d%C3%BCbelbrut+bestellen&amp;amp;aq=f&amp;amp;aqi=&amp;amp;aql=1&amp;amp;gs_sm=e&amp;amp;gs_upl=1580847l1582600l7l1582776l10l8l0l0l0l0l218l892l0.5.1l7l0&amp;amp;biw=1385&amp;amp;bih=661&amp;amp;cad=cbv&amp;amp;sei=z2CgTvC1JIb04QTR44y_BA"&gt;Internet bestellen&lt;/a&gt;. Da der Pilz sich von Holz ernährt, wird er oft auf Holzdübeln in einem Konfitüreglas verschickt. Die Dübel sind einfach zu handhaben und lassen sich bequem auf andere Wachstumsmedien übertragen. Mein Exemplar habe ich auf Reis gebracht. Das Verfahren ist dasselbe wie beim &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/01/wir-sind-pilz.html"&gt;Kräuterseitling&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;Er scheint Reis wirklich zu mögen. Nach einem Monat ist das halbe Konfitüreglas bereits durchwachsen. Das Mycel (die weissen Pilzfäden) leuchtet sowohl bei Tag als auch bei Nacht. Man sieht es aber nur in einem dunklen Raum. &lt;br /&gt;Da es für die Leuchtreaktion Sauerstoff braucht, sollte man den Deckel vom Glas abnehmen und den Pilz für zwanzig Minuten frische Luft atmen lassen. So verdoppelt sich die Leuchtintensität.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-778927398447128646?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/778927398447128646/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/leuchtender-reis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/778927398447128646'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/778927398447128646'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/leuchtender-reis.html' title='Leuchtender Reis'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Ux4-W_T_z4s/TqBfk5Nk5zI/AAAAAAAACN0/POaB_RrMAgM/s72-c/20111020_09.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8325707914688456120</id><published>2011-10-12T10:17:00.002+02:00</published><updated>2011-10-12T15:24:31.703+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eindringlinge'/><title type='text'>Die Ödipus-Wespe</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-k3qhJGApUa4/TpVMmRORUGI/AAAAAAAACNc/5YZaS38EwBk/s1600/20111003_05.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="285" src="http://1.bp.blogspot.com/-k3qhJGApUa4/TpVMmRORUGI/AAAAAAAACNc/5YZaS38EwBk/s400/20111003_05.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Dass sich die Mauerbienen so gut eingemauert haben, nützt&lt;br /&gt;ihnen wenig. Die Erzwespe kaut sich einen Weg zu&lt;br /&gt;ihnen durch.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die besten Geschichten schreibt nicht Shakespeare oder ein Dichter des Alten Griechenlands. Nein, es ist die Natur selbst. Eines dieser wandelnden Dramen ist kürzlich bei meinem &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/04/wildbienenghetto.html"&gt;Wildbienenghetto &lt;/a&gt;aufgetaucht. Es ist die Erzwespe &lt;i&gt;Melittobia acasta&lt;/i&gt;. Sie ist nur ein paar Millimeter gross. Gleich mehrere Weibchen haben sich auf den zugemauerten Eingängen zu den Nestern der Roten Mauerbiene versammelt.&lt;br /&gt;Sie haben es auf die Puppen abgesehen, die in den Nestern auf den Frühling warten. So wie es aussieht, werden diese den Frühling jedoch nicht mehr erleben. Die Erzwespen haben extrem starke Mandibeln, mit denen sie sich sogar durch Plastik nagen können. Es wird ein leichtes für sie sein, einen Gang durch das Mauerwerk zu fressen und an die Puppen zu gelangen.&lt;br /&gt;Dort angekommen werden sie mit ihrem Stachel ihr Opfer punktieren. Am austretenden Blut laben sie sich. So gestärkt, beginnen sie nun mit dem Legen der Eier. Diese sind äusserst klebrig und bleiben auf der Puppe wie feuchte Bonbons haften.&lt;br /&gt;Ausserdem sind die Eier alle unbefruchtet. Das heisst, aus ihnen schlüpfen ausschliesslich männliche Larven. Sie ernähren sich von der Puppe bis sie ausgewachsen sind und sich selbst in einen Kokon hüllen. Während der ganzen Zeit wacht die Mutter neben ihrer Brut. Sobald die fertigen Männchen aus ihren Kokons schlüpfen, tragen sie erbitterte Kämpfe untereinander aus. Um wen wird hier gestritten? Um die Mutter. Denn der stärkste ihrer Söhne darf sich mit ihr paaren. &lt;br /&gt;Nun besitzt sie einen der begehrtesten Stoffe in der Natur: Sperma. Mit ihm kann sie nun endlich befruchtete Eier legen. Aus ihnen schlüpfen ausschliesslich Weibchen. Sie krabbeln wieder ans Tageslicht und schwärmen aus auf der Suche nach einem neuen Opfer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8325707914688456120?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8325707914688456120/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/die-odipus-wespe.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8325707914688456120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8325707914688456120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/die-odipus-wespe.html' title='Die Ödipus-Wespe'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-k3qhJGApUa4/TpVMmRORUGI/AAAAAAAACNc/5YZaS38EwBk/s72-c/20111003_05.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5449463556173086265</id><published>2011-10-02T20:35:00.002+02:00</published><updated>2012-01-11T09:58:42.717+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Die Klon-Krebse</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-uE0_KOwCcYY/Toit8XHoZmI/AAAAAAAACNA/w2aYpN61b_Q/s1600/DSC_0462.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="283" src="http://2.bp.blogspot.com/-uE0_KOwCcYY/Toit8XHoZmI/AAAAAAAACNA/w2aYpN61b_Q/s400/DSC_0462.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Zwei genetisch identische Weibchen. In ihren Eierstöcken&lt;br /&gt;sind die Langzeiteier gut sichtbar. Vermutlich spüren sie&lt;br /&gt;anhand der hohen Salzkonzentration, wann ein Becken&lt;br /&gt;austrocknet.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Postkarte aus den Ferien in Ibiza: Seit Jahrhunderten wird in den Salinen von Ibiza Salz aus Meerwasser gewonnen. Verschiedene Becken verdunsten das Wasser bis nur noch das gleissend weisse Salz übrig bleibt. Die meisten Touristen fahren auf dem Weg zum Strand an dieser historischen Anlage vorbei, ohne gross Notiz von ihr zu nehmen. Dabei spielt sich in ihr ein aussergewöhnliches Naturschauspiel ab. &lt;br /&gt;Denn in den Verdunstungsbecken gibt es Leben. Millionen von kleinen Salzkrebschen tummeln sich in der Brühe. Sie gehören stammesgeschichtlich zu den Krebstieren, doch werden sie nur ein bis zwei Zentimeter gross. Auch bei der Panzerung unterscheiden sie sich vom Hummer oder von der Krabbe erheblich. Das Aussenskelett der Salzkrebschen ist so dünn, dass es durchsichtig ist. Der Darm und die Eierstöcke sind gut erkennbar. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Qfgnnm6VGm4/Toit_nVLB_I/AAAAAAAACNE/ACxEWkWeNu4/s1600/DSC_0534.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/-Qfgnnm6VGm4/Toit_nVLB_I/AAAAAAAACNE/ACxEWkWeNu4/s400/DSC_0534.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Unzählbar viele Krebschen schwimmen durch die Brühe. Sie&lt;br /&gt;ernähren sich von kleinen Algen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Im Meer würden diese zierlichen Kleinkrebse nicht lange durchhalten, weil es dort viel zu viele Räuber gibt. Zudem sind sie wegen ihrer rötlichen Färbung sehr auffällig und darum ein leichtes Ziel für die Fische. Genau aus diesem Grund haben sie sich auf extrem salzhaltige Gewässer spezialisiert. Salzseen sind ihr natürlicher Lebensraum aber ebenso lieb sind ihnen künstlich angelegte Salzbecken wie die Salinen. &lt;br /&gt;Dort kann die Salzkonzentration bis zu 100 Prozent erreichen. Den kleinen Krebsen macht das nichts aus. Ich habe sie in Becken schwimmen sehen, in denen der Untergrund bereits mit kristallisiertem Salz bedeckt war. Wenn man die Hand dort rein hält, fühlt sich das Wasser irgendwie schmierig an. Die kleinste Wunde würde brennen wie die Hölle. Ein Spritzer in die Augen wäre auch nicht gerade lustig. Unter solchen Umständen könnten Meerwasserfische keine Sekunde überleben. Gut für die Krebse. Denn so haben sie ihre Salinen für sich und werden nicht von Räubern belästigt.&lt;br /&gt;Die Salzkrebschen in Ibiza gehören zur Art &lt;i&gt;Artemia parthenogenetica&lt;/i&gt;. Das Besondere an ihr ist, dass sie ausschliesslich aus Weibchen besteht. Sie haben im Verlaufe der Evolution die Fähigkeit entwickelt, ohne Sex Nachkommen zu zeugen. Die Männchen sind völlig überflüssig geworden. Das hat zur Folge, dass jedes Jungtier eine identische Kopie der Mutter ist. In der Biologie nennt man das einen Klon. Sobald die Jungtiere erwachsen sind, schwellen ihre Eierstöcke wie von Zauberhand an und sie beginnen damit, selbst Nachkommen zu gebären. &lt;br /&gt;Wenn die Mütter in einem Becken schwimmen, das kurz vor dem Austrocknen ist, legen sie Langzeiteier. In ihnen befinden sich fertig entwickelte Babys, die eine Art Winterschlaf machen. So können sie jahrelange Trockenzeiten überstehen. Wenn sich dann das Becken wieder mit neuem Wasser füllt, befreien sich die Babys innerhalb von 24 Stunden aus ihrer Verpackung und gründen eine neue Kolonie von Klon-Krebsen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5449463556173086265?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5449463556173086265/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/die-klon-krebse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5449463556173086265'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5449463556173086265'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/10/die-klon-krebse.html' title='Die Klon-Krebse'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-uE0_KOwCcYY/Toit8XHoZmI/AAAAAAAACNA/w2aYpN61b_Q/s72-c/DSC_0462.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6394691382882728236</id><published>2011-09-18T16:07:00.000+02:00</published><updated>2011-09-18T16:07:36.702+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><title type='text'>Sozialer Egoismus</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Qxq7qMZE4zE/TnX6jDqzQEI/AAAAAAAACM8/mJ2IsyavTXo/s1600/DSC_0006.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="273" src="http://3.bp.blogspot.com/-Qxq7qMZE4zE/TnX6jDqzQEI/AAAAAAAACM8/mJ2IsyavTXo/s400/DSC_0006.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine Gallische Feldwespe schaut unter einem Ziegel hervor.&lt;br /&gt;Ihr Verhalten könnte erklären, warum es staatenbildende&lt;br /&gt;Insekten gibt. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wespen und Honigbienen haben eines gemeinsam: beide leben in einem sozialen Superstaat, in dem es allein der Königin vorbehalten ist, Eier zu legen. Alle anderen kümmern sich nur um die Aufzucht ihrer Herrscherin, ohne selbst jemals die Freude des Mutterwerdens erleben zu dürfen.&lt;br /&gt;Es ist ein ungelöstes Rätsel, wie diese «dummen» Insekten es geschafft haben, ihre eigenen Urtriebe zu bändigen und ohne Murren für das Wohl des Ganzen zu arbeiten. Forscher aus der ganzen Welt richten ihren Blick zurzeit auf die Gallische Feldwespe (&lt;i&gt;Polistes dominula&lt;/i&gt;), die ein regelmässiger Gast in unseren Gärten ist. In ihrem Verhalten zeigt sich, was soziale Insekten überhaupt erst sozial macht. Die Antwort: Egoismus in Reinkultur.&lt;br /&gt;Die Gallische Feldwespe ist das evolutionäre Bindeglied zwischen den als Einsiedlerinnen lebenden Insekten, wie beispielsweise die Mauerbiene, und den sozialen Insekten wie Honigbiene oder Gemeine Wespe. Mehrere befruchtete Weibchen zusammen bauen gemeinsam an einem Nest. Jeweils die stärkste von ihnen übernimmt die Rolle der Königin. Sie allein legt Eier in die Waben und die anderen Weibchen helfen ihr bei der Aufzucht. &lt;br /&gt;Das geht so lange gut, bis die amtierende Königin herausgefordert wird. Verliert sie den Kampf, muss sie ihre Krone abgeben und fortan ein Leben als einfache Arbeiterin fristen. Die neue Königin hat nun das Privileg, als einzige Eier zu legen, bis sie wiederum von einem anderen Weibchen abgelöst wird. Was diese Insekten also zusammen hält, ist nicht das gemeinsame Ziel, sondern die egoistische Aussicht auf die Krone – die Hoffung einmal im Leben ganz oben stehen zu können. &lt;br /&gt;Und je egoistischer ein Weibchen zu Werke geht, desto eher erreicht es dieses Ziel. Denn die besten Chancen haben diejenigen Weibchen, die im Frühling erst einmal faulenzen und gar nichts tun. Das spart viel Mühe und schont die eigenen Energiereserven. &lt;br /&gt;Etwas später im Jahr lassen sich diese kraftstrotzenden Spätsünderinnen von einem Staat aufnehmen. Dort spielen sie für einige Zeit die «brave Arbeiterin». Das machen sie so lange, bis sie sich genug Fett angefressen haben und ihre Eierstöcke bereit zur Eiablage sind. Auf dem Höhepunkt ihrer körperlichen Stärke schlagen sie zu und übernehmen das ganze Nest. So egoistisch ist der Beginn des Sozialstaats.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6394691382882728236?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6394691382882728236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/09/sozialer-egoismus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6394691382882728236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6394691382882728236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/09/sozialer-egoismus.html' title='Sozialer Egoismus'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Qxq7qMZE4zE/TnX6jDqzQEI/AAAAAAAACM8/mJ2IsyavTXo/s72-c/DSC_0006.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7307358533253777213</id><published>2011-09-10T21:30:00.000+02:00</published><updated>2011-09-10T21:30:39.718+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Der Fliegentöterpilz</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-7FWh5flIWc4/Tmu5pk6h_mI/AAAAAAAACMw/agMYKwbRlgA/s1600/fliege1.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="291" src="http://2.bp.blogspot.com/-7FWh5flIWc4/Tmu5pk6h_mI/AAAAAAAACMw/agMYKwbRlgA/s400/fliege1.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Pilz hat die Fliege von innen aufgefressen. Danach ist&lt;br /&gt;er zurück an die Oberfläche gekommen, um seine&lt;br /&gt;Sporen abzuschiessen. Sie sind deutlich als Hof erkennbar. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Irgendwo zwischen Esstisch und Fensterbrett muss es passiert sein. Eine Pilzspore heftete sich unbemerkt an die Füsse oder Beine der Fliege. Als sie sich etwas später putzte, hat sie die Spore womöglich unabsichtlich auf ihren Unterleib befördert. Dort sind die Ausgangsbedingungen ideal, weil an dieser Stelle die Haut nicht sehr dick ist. Aus der Spore begann ein Schlauch zu wachsen, der sich schnurstracks daran machte, sich einen Weg in den Körper zu bahnen. &lt;br /&gt;Die Fliege kümmerte das zu diesem Zeitpunkt noch nicht gross. Sie ist zurück zum Esstisch geflogen und hat sich wieder den roten Tupfern zugewendet –&amp;nbsp;Überreste der Spaghetti mit Tomatensauce. Sie ahnte nicht, dass das ihr letztes Mal sein sollte. In ihrem Körper wucherte bereits der Tod. &lt;br /&gt;Als der Pilzschlauch die Aussenhülle durchdrungen hatte, bildete er unzählige Verästelungen wie die Wurzeln einer Pflanze. Bald waren es Hunderte und Tausende von Pilzfäden, die wie eine lebende Lawine den inneren Organen der Fliege entgegenstrebten. Das Immunsystem des armen Insekts hatte keine Chance. Der Pilz überrannte jede einzelne Zelle und frass sie auf.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-T7Xx2mnivAo/Tmu5rXb5BcI/AAAAAAAACM0/2Yp8jIHLEWw/s1600/fliege2.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-T7Xx2mnivAo/Tmu5rXb5BcI/AAAAAAAACM0/2Yp8jIHLEWw/s400/fliege2.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Sporen fliegen bis zu drei Zentimeter weit. Sie sind&lt;br /&gt;sehr klebrig und haften darum sogar auf Glas.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Inzwischen hat sich die Fliege auf dem Fenster niedergelassen. Spätestens jetzt muss sie gemerkt haben, dass etwas nicht stimmte. Sie blieb eine weile reglos sitzen und wollte dann ihren Motor anwerfen, um nochmals rüber zur Tomatensauce zu surren. Aber ihre Flügelmuskulatur versagte. Der Pilz hat bereits ihre Nervenbahnen gekappt. Nichts ging mehr. Bald würde er auch ihr Gehirn erreicht und ihrem Leiden ein Ende bereiten. &lt;br /&gt;Fliegentöterpilze bereiten ihren Opfern einen ziemlich unschönen Abgang. Aber viel schlimmer als das ist die Demütigung, die nach dem Tod kommt. Diese Pilze missbrauchen die leblose Hülle als Abschussrampe für ihre Sporen. So gesehen hilft die Fliege ihrem Peiniger noch über den Tod hinaus beim Verbreiten seiner Verderben bringenden Saat.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Dazu wächst der Pilz aus der Fliege heraus. Auf diese Weise bedeckt bald ein weisser Teppich ihren Körper. Jede seiner Fasern ist ein Pilzfaden, auf dessen Ende sich eine Spore befindet. Der Druck im Faden ist so gross, dass die Spore irgendwann in hohem Bogen wegkatapultiert wird. So legen sie eine Distanz von bis zu drei Zentimeter zurück. Nach einer Weile zeichnet der kontinuierliche Sporenregen einen deutlichen Hof um die tote Fliege. Eine Warnung für alle noch Lebenden, bloss nicht zu nahe zu kommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7307358533253777213?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7307358533253777213/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/09/der-fliegentoterpilz.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7307358533253777213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7307358533253777213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/09/der-fliegentoterpilz.html' title='Der Fliegentöterpilz'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-7FWh5flIWc4/Tmu5pk6h_mI/AAAAAAAACMw/agMYKwbRlgA/s72-c/fliege1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6732479469295187932</id><published>2011-09-01T20:40:00.000+02:00</published><updated>2011-09-01T20:40:38.577+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>De Foifer und s'Wäspi</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-yZm_0cCC0F8/Tl_RQWFe0dI/AAAAAAAACLE/uHU-RCl2eZs/s1600/geld.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://4.bp.blogspot.com/-yZm_0cCC0F8/Tl_RQWFe0dI/AAAAAAAACLE/uHU-RCl2eZs/s400/geld.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Auf dem Bild sieht man 21 Münzen. Wo ist die 22.?&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;So viele Wespen wie es gibt, so viele Mythen gibt es über sie. Die meisten von ihnen handeln davon, wie man diese Insekten loswird. Meine Lieblings-Theorie ist folgende: Legt man kupferhaltige Münzen auf den Tisch, nehmen die Wespen Reissaus. Auf dem Internet findet man dazu verschiedene Erklärungen. Eine besagt etwa, dass die Wespen durch das Kupfer geblendet werden und so die Orientierung verlieren. Eine andere, dass sich das Kupfer in der Sonne erwärmt und dadurch unangenehm für die Wespen zu riechen beginnt. &lt;br /&gt;Ich mache also einen Test. Auf den Gartentisch lege ich 22 Fünfrappenstücke. Sie bestehen zu 92 Prozent aus Kupfer. In die Mitte kommt ein Schnapsglas voll mit süssem Apfelsaft und eine halbe Zwetschge. Die Sonne scheint. Ich warte. Nach wenigen Minuten brummt schon die erste Wespe heran. Einige Schleifen später, lässt sie sich auf dem Rand des Glases nieder und streckt ihren Kopf der zuckerhaltigen Flüssigkeit entgegen. &lt;br /&gt;Bereits jetzt scheint das Resultat eindeutig zu sein. Doch um ganz sicher zu gehen, lasse ich den Dingen für eine Weile ihren Lauf. Als ich nach zwei Stunden wieder vorbeischaue, schwimmen drei tote Wespen im Apfelsaft und eine weitere ist gerade dabei, sich den Magen vollzuschlagen. Als sie abfliegt, kommt auch schon die nächste herbei und als diese zum bersten gefüllt davonschwirrt, ist wieder eine neue zur Stelle. So steht das Glas fast nie allein. &lt;br /&gt;Fazit: Selbst 22 Fünfrappenstücke setzen der Gier der Wespen nach Zucker nichts entgegen. Obwohl das keine wissenschaftliche Studie ist (die macht vielleicht irgendwann mal eine Uni), kann man die Mär von den Kupfermünzen wohl mit gutem Gewissen unter «Irrtümer aus dem Insektenreich» ablegen. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6732479469295187932?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6732479469295187932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/09/de-foifer-und-swaspi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6732479469295187932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6732479469295187932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/09/de-foifer-und-swaspi.html' title='De Foifer und s&apos;Wäspi'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-yZm_0cCC0F8/Tl_RQWFe0dI/AAAAAAAACLE/uHU-RCl2eZs/s72-c/geld.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2420516301836372139</id><published>2011-08-24T10:03:00.001+02:00</published><updated>2011-08-24T10:04:29.727+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Vespa interruptus</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Tr5aijyOy6c/TlSu34j4geI/AAAAAAAACJA/u4DCScSzu3U/s1600/20110817_26.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-Tr5aijyOy6c/TlSu34j4geI/AAAAAAAACJA/u4DCScSzu3U/s400/20110817_26.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Das Männchen (rechts) liebkost mit seinen Beinen das&lt;br /&gt;Weibchen. Eine falsche Berührung und es wird von der&lt;br /&gt;Angebeteten gefressen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ein Kreuzspinnenmännchen darf sich bei der Paarung keinen Fehltritt erlauben. Es ist wesentlich kleiner als das Weibchen und hätte keine Chance, wenn seine Angebetete ihn plötzlich für eine Zwischenverpflegung halten würde. Das Problem ist, dass das Männchen für die Paarung das Netz des Weibchens betreten muss. Das verursacht unweigerlich Vibrationen, die denen einer zappelnden Fliege nicht unähnlich sind.&lt;br /&gt;Wegen dieser frappanten Gefahr hat das Männchen, das mitnichten als Snack enden möchte, eine Technik entwickelt, um sich seiner Angebeteten relativ gefahrlos nähern zu können. Zuerst spinnt es eine Sicherheitsleine, die es irgendwo ausserhalb des Netzes festmacht. Falls während der Paarung irgend etwas schief geht, kann es sich einfach fallen lassen und hängt dann wohlbehütet in der Luft.&lt;br /&gt;Die zweite Vorsichtsmassnahme betrifft die Vibrationen selbst. Sobald das Männchen das Netz berührt, beginnt es mit seinen Vorderbeinen in einem regelmässigen Takt an den Fäden zu zupfen. Es sieht fast so aus, als würde es Harfe spielen. Tatsächlich scheinen diese Vibrationen das Weibchen zu beruhigen und das Jagdfieber in ihr zu unterdrücken. Es bleibt ruhig sitzen und lässt das Männchen gewähren. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-N2sTmISRJ00/TlSu6Ka9G7I/AAAAAAAACJE/PmDvfvGHe2M/s1600/20110817_31.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/-N2sTmISRJ00/TlSu6Ka9G7I/AAAAAAAACJE/PmDvfvGHe2M/s400/20110817_31.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Oh je! Eine Vespe bereitet dem Liebesspiel ein jähes Ende.&lt;br /&gt;Fressen ist eben doch wichtiger als Sex. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Nach vielen Minuten hat es sich endlich bis zu seiner haarigen Frau vorgearbeitet und liebkost nun ebenso behutsam ihre Beine, indem er diese immer wieder streichelt und abtastet. Spinnenfrauen sind jedoch nicht so leicht in Stimmung zu versetzen. Nach einer Weile muckst sie kurz auf und erschrickt dabei das Männchen fast zu Tode. Es ergreift sofort seiner Sicherheitsleine folgend die Flucht. &lt;br /&gt;Der Schreck ist aber schnell überwunden und so nimmt es todesmutig einen zweiten Anlauf. Auf diese Weise kann der ganze Prozess Stunden dauern bis es endlich zur ersehnten Paarung kommt. Heute hat das Männchen allerdings Pech. Denn just als es zum zweiten Mal beim Weibchen angelangt ist, fliegt eine Wespe ins Netz. Vergessen ist das Vorspiel und das Weibchen stürzt sich sofort auf die fette Beute. Fassungslos beobachtet das Männchen, wie seine Prinzessin die Wespe einwickelt und sich dann in eine stille Ecke zurückzieht, um ihren Happen in Ruhe auszusaugen. Sichtlich betrübt schleicht das Männchen der Sicherheitsleine entlang aus dem Netz. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2420516301836372139?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2420516301836372139/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/08/vespa-interruptus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2420516301836372139'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2420516301836372139'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/08/vespa-interruptus.html' title='Vespa interruptus'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-Tr5aijyOy6c/TlSu34j4geI/AAAAAAAACJA/u4DCScSzu3U/s72-c/20110817_26.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-3553187241823543356</id><published>2011-08-16T21:39:00.001+02:00</published><updated>2011-08-16T21:40:11.542+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Das soziale Netz</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-fxDBlvYbROE/TkrGbPdP3jI/AAAAAAAACI4/h2CQmEglCB0/s1600/soil.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-fxDBlvYbROE/TkrGbPdP3jI/AAAAAAAACI4/h2CQmEglCB0/s400/soil.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Das Wasser aus dem Dachengel hat den Boden&lt;br /&gt;weggewaschen. Zum Vorschein kommt das gartenweite&lt;br /&gt;Wurzelnetzwerk.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ein überlaufender Dachengel eröffnet einem manchmal einen seltenen Blick ins Erdreich. Der kleine Wasserfall, der sich gleich neben der Hausecke ergoss, hat den Boden auf einer postkartengrossen Fläche weggespült. Statt eines Lochs finde ich dort nun ein dichtes Geflecht von Wurzeln, die von den umliegenden Bäumen und Sträuchern stammen. Bestimmt sind drei oder vier verschiedene Pflanzenarten vertreten. &lt;br /&gt;Das zeigt, wie weit die Wurzeln sich in der Horizontalen ausbreiten. Mein gesamter Garten ist wohl mit einer solchen Wurzelschicht durchwachsen. Aber noch viel erstaunlicher ist, dass die Wurzeln untereinander Nährstoffe austauschen. Das gelingt ihnen mit der Hilfe von Pilzen. Auch sie produzieren eine Art von Wurzeln, Mycel genannt, das den gesamten Erdboden durchwuchert. Die Pilzfäden docken an den verschiedenen Pflanzenwurzeln an und saugen Zuckerlösung aus ihnen heraus. Diese verwenden die Pilze einerseits für ihr eigens Wachstum, andererseits geben sie den kostbaren Saft an benachbarte Pflanzen ab.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-X1Rd4Dk6m7w/TkrGep_RuAI/AAAAAAAACI8/MXMa24xR4XQ/s1600/soil2.png" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="263" src="http://3.bp.blogspot.com/-X1Rd4Dk6m7w/TkrGep_RuAI/AAAAAAAACI8/MXMa24xR4XQ/s400/soil2.png" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Kinofilm Avatar zeigt eine Welt, in der alle Lebewesen&lt;br /&gt;durch ein feines Netz von Fäden miteinander verbunden&lt;br /&gt;sind. Genau so, wie in meinem Garten. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das unterirdische Pilz-Pflanzen-Netzwerk erstreckt sich nicht nur in meinem Garten. Man findet es in jedem Wald und auf jeder Wiese. In der Tat kommt es überall dort vor, wo Vegetation die Erde bedeckt. Es ist ein weltweites Netz, dessen Ziel es ist, Nährstoffe untereinander auszutauschen. Forscher vermuten, dass auf diese Weise auch schwächere Pflanzen an Orten überleben können, wo sie eigentlich aufgrund des Lichtmangels oder der Ressourcenknappheit eingehen müssten. Doch angedockt an das Nährstoff-Netz bleiben sie am Leben. &lt;br /&gt;Für einmal zeigt sich die Natur nicht als Bestie, welche die Lebewesen zu einem ständigen Kampf ums Überleben zwingt, sondern als hypersoziales Wesen, das sich um jedes ihrer Kreationen liebevoll kümmert. &lt;br /&gt;Eine ähnliche Vision hatten die Macher des Kinofilms Avatar. Sie erschufen eine Welt, die von einem intelligenten Wesen durchdrungen ist. Die Nervenbahnen dieser Kreatur sehen ganz ähnlich aus wie die Pilzfäden, die in meinem Garten die Zeder mit dem Kirschlorbeer verbinden. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-3553187241823543356?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/3553187241823543356/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/08/das-soziale-netz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3553187241823543356'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3553187241823543356'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/08/das-soziale-netz.html' title='Das soziale Netz'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-fxDBlvYbROE/TkrGbPdP3jI/AAAAAAAACI4/h2CQmEglCB0/s72-c/soil.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8160804560547459648</id><published>2011-08-08T21:05:00.001+02:00</published><updated>2011-08-08T21:06:41.818+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Moskitoküste</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-0SnMu21wtI8/TkAyHtC9PWI/AAAAAAAACHI/9pyCJ_BSvv0/s1600/DSC_0143.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="313" src="http://3.bp.blogspot.com/-0SnMu21wtI8/TkAyHtC9PWI/AAAAAAAACHI/9pyCJ_BSvv0/s400/DSC_0143.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Diese Mückenlarve sucht nach winzigen Schwebeteilchen&lt;br /&gt;und mikroskopisch kleinen Tieren, die sie mit ihrem&lt;br /&gt;Maul aufsaugt.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Stechmücken sind gerade wieder eine echte Plage. Obwohl unser Haus zwei Kilometer vom nächsten See entfernt liegt, wimmelt es bei uns nur so von den kleinen Biestern. Aber die Distanz zum nächsten grösseren Gewässer hat nicht unbedingt etwas mit der Konzentration der Stechmücken im eigenen Haus zu tun. Die hängt vielmehr mit der Anzahl Vogeltränken im Garten zusammen. &lt;br /&gt;Bei uns gibt es drei Stück davon. Bei genauerer Inspektion stelle ich fest, dass sie mit mehr als nur mit Wasser gefüllt sind. Sie beinhalten ein ganzes Ökosystem. Da gibt es Algen, verrottete Blätter und kleine Würmchen, die sich durch die Blätter fressen. Und man ahnt es: Dutzende von Mückelarven zucken durch die Brühe. &lt;br /&gt;Für sie reicht eine solch kleine Wassermenge vollkommen aus. Hier gibt es alles, was sie benötigen, um sich in drei Wochen zu einer ausgewachsenen Mücke zu entwickeln. In den kleinen Pfützen ist es angenehm warm und es gibt viel Licht. Das fördert nicht nur das Wachstum der Mückenlarven, sondern auch das ihrer Nahrung. Algen gedeihen prächtig und wachsen ihnen praktisch ins Maul. Zudem haben die häufigen Regengüsse der letzten Wochen dafür gesorgt, dass dieser winzige Lebensraum nie austrocknet. Gut für die Mücken, schlecht für mich.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-hGJjkHONLBI/TkAyISiouiI/AAAAAAAACHM/GTkQQM0OVfg/s1600/moskito1.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="308" src="http://2.bp.blogspot.com/-hGJjkHONLBI/TkAyISiouiI/AAAAAAAACHM/GTkQQM0OVfg/s400/moskito1.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Mückenlarven können nicht unter Wasser atmen. Dazu müssen&lt;br /&gt;sie sich mit ihrem Hinterteil an die Wasseroberfläche hängen.&lt;br /&gt;Dort gibt es bei ihnen statt des Afters ein Atemloch. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wenigstens machen uns die Biester hierzulande nicht krank. In den Tropen und Subtropen ist das anders. Dort übertragen die Insekten Malaria und andere gefährliche Seuchen. Jede Art von Pfütze wird zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko. Hundetränken, Unterteller von Pflanzen, Kinderspielsachen, alte Autoreifen oder Schubkarren können die Brutstätten von Tausenden von Mücken sein und das gleich vor der Haustür.&lt;br /&gt;Eine chinesische Studie zeigte, dass jeder Deziliter Wasser durchschnittlich einhundert Mückenlarven beherbergt. So können in einem kleinen Areal je nach Häufigkeit der Pfützen täglich Tausende bis Hunderttausende neue Mücken schlüpfen. Die Gegenmassnahme ist theoretisch ganz einfach. Man braucht nur das Wasser auszuleeren. Fragt sich nur, wo es im Garten neben den Vogeltränken sonst noch versteckte Kleinst-Tümpel gibt. &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8160804560547459648?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8160804560547459648/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/08/moskitokuste.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8160804560547459648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8160804560547459648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/08/moskitokuste.html' title='Moskitoküste'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-0SnMu21wtI8/TkAyHtC9PWI/AAAAAAAACHI/9pyCJ_BSvv0/s72-c/DSC_0143.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2763241285725309505</id><published>2011-07-30T20:55:00.000+02:00</published><updated>2011-07-30T20:55:48.383+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Fenster in die Kinderstube</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-CqfHCmkWo2c/TjRTSqCGzkI/AAAAAAAACHE/ud9AStACr7g/s1600/fenster.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/-CqfHCmkWo2c/TjRTSqCGzkI/AAAAAAAACHE/ud9AStACr7g/s400/fenster.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine einzelne Brutzelle der Roten&lt;br /&gt;Mauerbiene. Unten ein Berg Pollen,&lt;br /&gt;oben die Made. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Hier eine neue Regel für den Garten: Fenster, die man nur sehr selten öffnet, öffnet man am besten gar nicht. Sonst ist die Gefahr gross, dass man das Kinderzimmer einer Wildbiene zerstört. Das ist mir vor einigen Wochen passiert, als ich seit langem wieder einmal das Eckfenster in der Stube aufmachte. Zu meinem Erstaunen rieselten getrockneter Schlamm und ein gelbes Pulver danieder. Ihr Ursprung war die Innenseite des Fensterrahmens. Dort hat eine Rote Mauerbiene ihre Brutzellen hineingebaut. Sie hat sich offenbar einen Weg durch die Fensterdichtung gebahnt und sich dann im engen Spalt zwischen Fenster und Rahmen eingenistet. &lt;br /&gt;Eine der Brutzellen war nach meinem unsanften Eindringen noch intakt und bot einen seltenen Einblick in die Kinderstube der Roten Mauerbiene. Normalerweise nistet sie in hohlen Pflanzenstängeln oder alten Baumstämmen, die das Nest sicher vor neugierigen Blicken schützen.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Aber für einmal liegt ihr Geheimnis offen vor mir. Ihr Bauplan ist ziemlich einfach: Hintereinander legt sie eine Brutzelle nach der anderen an. Jede von ihnen füllt die Mutter mit einem grossen Vorrat an Pollen, auf den sie ein einziges Ei legt. Danach mauert sie ihr Ungeborenes ein und beginnt mit dem Bau der nächsten Zelle. Sie sieht ihren Nachwuchs nie mehr wieder, da sie selbst nach getaner Arbeit stirbt. &lt;br /&gt;Aus dem Ei schlüpft eine Made, sie sich sogleich über den Pollenberg hermacht. Interessant ist, dass sie während ihrer ganzen Entwicklungszeit keinen Schluck Wasser zu sich nimmt. Vielleicht gibt es in den Pollen ja genug Feuchtigkeit, um ihren Durst zu befriedigen? Oder die Mutter hat ihr ein wenig Speichel unter den Pollen gemischt? Möglich wär’s. &lt;br /&gt;Denn die Mauerbienen gehen mit sehr viel Köpfchen ans Werk. Das ganze Nest besitzt nur einen einzigen Ausgang, nämlich vorne. Das heisst, wenn die Bienen aus den hintersten Kammern schlüpfen, müssen die vorderen Kammern bereits leer sein, sonst zerstören sie die Brut bei ihrem Versuch, sich an das Tageslicht durchzugraben. Aber zum Glück hat die Mutter vorgesorgt. In die hintersten Kammern legt sie nur befruchtete Eier. Aus ihnen entwickeln sich die Weibchen. In die vorderen Kammern legt sie ausschliesslich unbefruchtete Eier, die zu Männchen werden. Letztere entwickeln sich schneller und schlüpfen darum immer zuerst. Die Weibchen haben also immer freie Bahn.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2763241285725309505?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2763241285725309505/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/fenster-in-die-kinderstube.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2763241285725309505'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2763241285725309505'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/fenster-in-die-kinderstube.html' title='Fenster in die Kinderstube'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-CqfHCmkWo2c/TjRTSqCGzkI/AAAAAAAACHE/ud9AStACr7g/s72-c/fenster.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1702843811914075046</id><published>2011-07-23T21:40:00.001+02:00</published><updated>2011-07-23T21:41:40.478+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Verräterische Höschenfarbe</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-hf75ce_zcL0/Tisiv8x_LhI/AAAAAAAACG8/F_yW9eXEpN8/s1600/20110719_04.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="278" src="http://1.bp.blogspot.com/-hf75ce_zcL0/Tisiv8x_LhI/AAAAAAAACG8/F_yW9eXEpN8/s400/20110719_04.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Diese Hummel sammelt den blauen Pollen der&lt;br /&gt;Samt-Hortensie. Sie packt ihn an ihre Hinterbeine und&lt;br /&gt;bekommt so ein «Höschen».&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Hummeln und Bienen sind gerade überglücklich. Die Samt-Hortensie blüht und liefert reichlich Nektar und Pollen. Die kleinen Sammler stürzen sich Kopfüber in die Blüten. Aber sie schlagen sich nicht an Ort und Stelle den Bauch voll, sondern sammeln in erster Linie für ihr Volk. Denn in den Waben zurück im Stock warten hungrige Larven auf Nachschub.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Sowohl Hummeln als auch Bienen transportieren die wertvolle Fracht auf ihren Hinterbeinen. Dazu vermischen sie den Pollen mit Speichel und kleben ihn an einer Stelle mit besonders langer Beinbehaarung fest. Mit der Zeit bildet sich dort ein ordentlicher Haufen und es sieht aus, als ob sie ein Höschen tragen würden.&lt;br /&gt;Die Farbe ist meistens ein Gelbton. Nicht aber bei der Samt-Hortensie. Ihr Pollen ist blau. Und genau diese Farbe hat auch ihr Höschen. Es sieht schon fast giftig aus, was da an den Hummeln klebt. Aber offenbar ist der blaue Pollen für die Larven ein Hochgenuss. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-W5mqUAvTmbE/Tisiw5UbkpI/AAAAAAAACHA/HrtmSP2xZxo/s1600/20110719_05.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="303" src="http://2.bp.blogspot.com/-W5mqUAvTmbE/Tisiw5UbkpI/AAAAAAAACHA/HrtmSP2xZxo/s400/20110719_05.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Diese Hummel hat zuvor an von einer anderen Pflanze mit&lt;br /&gt;orangem Pollen gesammelt. Ihr Höschen ist darum zweifarbig. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Während des Jahres fressen sie sich durch das ganze Farbspektrum. Bei Haselnuss ist der Pollen schwefelgelben, bei der Himbeere hellgrau, beim Klee dunkelbraun und bei der Königskerze rot. Blauer pollen ist eher selten und kommt etwa bei Meerzwiebeln oder Weidenröschen vor. &lt;br /&gt;Dem Imker sagt die Farbe des Pollen-Höschens viel über die gegenwärtige Futterversorgung seines Volkes aus. Er kann abschätzen, welche Pflanzen die Bienen gerade anfliegen. Ist das Höschen in Frühling orangerot, sammeln die Bienen vor allem auf Schneeglöckchen. Ist es im Juni weissgelb, so sammeln sie auf Sommerlinde oder Scheebeere. &lt;br /&gt;Da der Nährwert jedes Pollens unterschiedlich ist, weiss der Imker, ob ein Volk genug Kalorien pro Tag in den Stock zurückbringt, um das weitere Wachstum des Volkes zu gewährleisten. Denn nur grosse Völker produzieren auch viel Honig. &lt;br /&gt;Falls die Pollenqualität und die zurückgebrachte Menge nicht mehr ausreichen, um alle satt zu machen, stellt der Imker Zucker bereit. Mit den zusätzlichen Kalorien kann das Bevölkerungswachstum ungehindert weiter gehen. Wenn dann der Raps zu blühen beginnt, ist die Flaute überwunden. Das sieht der Imker an den zitronengelben Höschen seiner Bienen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1702843811914075046?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1702843811914075046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/verraterische-hoschenfarbe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1702843811914075046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1702843811914075046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/verraterische-hoschenfarbe.html' title='Verräterische Höschenfarbe'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-hf75ce_zcL0/Tisiv8x_LhI/AAAAAAAACG8/F_yW9eXEpN8/s72-c/20110719_04.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4556399707725740077</id><published>2011-07-16T09:24:00.000+02:00</published><updated>2011-07-16T09:24:11.536+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eindringlinge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die Wucher-Erbse</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-IHWmGun5eJs/TiE8IpGbFjI/AAAAAAAACG0/0qw4vMBlRvc/s1600/robinie.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/-IHWmGun5eJs/TiE8IpGbFjI/AAAAAAAACG0/0qw4vMBlRvc/s400/robinie.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Robinie in meinem Garten ist in&lt;br /&gt;50 Jahren zu einem riesigen Baum&lt;br /&gt;gewachsen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Manche Pflanzen haben nur eine oder zwei besondere Fähigkeiten, die sie dazu prädestinieren, eine invasive Art zu werden. Es gibt aber auch solche, die mit so vielen verschiedenen Gaben ausgestattet sind, dass sie die Bezeichnung super-invasive Art verdienen. Eine davon ist die Robinie. &lt;br /&gt;Ihre ersten Samen kamen 1601 per Post von Nordamerika an einen botanischen Garten in Frankreich. Seither hat sich die Pflanze wegen ihres schnellen Wuchses und ihren duftenden, üppigen Blüten zu einem Liebling von Landschaftsgestaltern und Gärtnern entwickelt – und zu einem Alptraum für die Natur. Die Robinie ist eine so genannten Pionierpflanze. Das heisst, wo immer es einen Waldbrand gibt, einen Erdrutsch oder ein Sturm, der den ursprünglichen Wald flach legt, fasst die Robinie Fuss und wächst wie der Teufel. &lt;br /&gt;Der Baum wird in wenigen Jahren zwanzig Meter hoch. Noch bevor er selbst Samen produziert, vermehrt er sich über Wurzelausläufer. Allenthalben um den Mutterbaum herum schiessen kleine Bäumchen hoch und verwandeln die Landschaft in ein Robiniendickicht. Andere Pflanzen müssen sich für etwas Sonnenlicht erst einmal hinten anstellen. &lt;br /&gt;Die Wurzeln sind überhaupt die Hauptursache für ihren Erfolg. Sie gräbt sie tief hinunter ins Erdreich in Schichten, wo es auch in trockenen Gebieten immer Wasser gibt. Diese Pflanze kennt keinen Durst. Und keinen Hunger. Die Robinie gehört zu den Schmetterlingsblütlern und ist damit nahe verwandt mit der Erbse. Genau wie bei ihr hausen auf ihren Wurzeln Knöllchenbakterien, die den Luftstickstoff binden und ihn der Pflanze zur Verfügung stellen. Dünger braucht die Robinie keinen, denn sie stellt ihn gleich selbst her. Dazu kommt, dass der ganze Baum äusserst giftig ist. Das schützt ihn vor Pilzbefall und Insektenfrass. Er hat somit keine natürlichen Feinde. &lt;br /&gt;Ihr einziger Schwachpunkt ist ihre grosse Abhängigkeit vom Licht. Ihre Samen keimen nur auf offenem Gelände. In einem Wald haben sie keine Chance. Zudem ist ihre Lebenszeit auf mickrige 200 Jahre beschränkt. Wenn auch das nur ein kleiner Trost ist, denn in dieser Zeit hat eine einzige Pflanze längst einen ganzen Wald hervorgebracht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4556399707725740077?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4556399707725740077/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/die-wucher-erbse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4556399707725740077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4556399707725740077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/die-wucher-erbse.html' title='Die Wucher-Erbse'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-IHWmGun5eJs/TiE8IpGbFjI/AAAAAAAACG0/0qw4vMBlRvc/s72-c/robinie.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7595999886659277497</id><published>2011-07-07T20:44:00.001+02:00</published><updated>2011-07-07T20:45:10.882+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eindringlinge'/><title type='text'>Exportierte Invasoren</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-6YekAQBV5KI/ThX-HshnNdI/AAAAAAAACGw/1oakc9hihzQ/s1600/wespen.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/-6YekAQBV5KI/ThX-HshnNdI/AAAAAAAACGw/1oakc9hihzQ/s400/wespen.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Wespen haben sich unter meinem Vordach eingenistet.&lt;br /&gt;In der Sommerhitze verschaffen die Arbeiterinnen dem Nest&lt;br /&gt;Kühlung, indem sie vor dem Eingang mit ihren Flügeln&lt;br /&gt;schlagen und so frische Luft in das Nest strömen lassen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wenn wir von invasiven Arten sprechen, dann meinen wir die Tiere und Pflanzen, die von Asien oder Amerika nach Europa gekommen sind und sich hier auf kosten der heimischen Biodiversität ausbreiten. Das ist jedoch eine sehr egozentrische Weltsicht. Denn auch Europa ist ein Ursprungsgebiet für invasive Arten anderswo in der Welt. &lt;br /&gt;Ein Beispiel ist die Gemeine Wespe (&lt;i&gt;Vespula vulgaris&lt;/i&gt;). Sie hat sich mit dem Menschen rund um den Globus verbreitet und erreicht an manchen Orten beängstigende Bevölkerungsdichten. Ein Beispiel ist Neuseeland. Die Gemeine Wespe kam 1978 auf die Inseln und verbreitete sich rasant. Die Scheinbuchenwälder (&lt;i&gt;Nothofagus&lt;/i&gt;) haben es ihnen besonders angetan. Auf den Stämmen dieser Bäume leben kleine Insekten, die den Zuckersaft in den Leiterbahnen unter der Rinde trinken. Einen grossen Teil davon scheiden sie als Zuckertröpfen aus. Viele Insekten ernähren sich von ihnen und domestizierte Honigbienen sammeln die Tröpfchen und machen daraus Waldhonig. &lt;br /&gt;Aber auch die eingeführten Wespen laben sich am Waldzucker. Der bekommt ihnen so gut, dass unheimlich viele Wespen in solchen Wäldern zu finden sind. Forscher haben pro Hektare bis zu 3,7 Kilogramm Wespen registriert. Das sind über zehntausend Arbeiterinnen oder über dreissig Nester pro Hektare. &lt;br /&gt;Im Vergleich dazu gibt es eine Biomasse von nur 900 Gramm Nagetiere pro Hektare Wald. Und die Vögel sind mit lächerlichen 200 Gramm vertreten. Die Wespen sind also die neuen Herrscher der Scheinbuchenwälder. Damit stehen sie in direkter Konkurrenz zur heimischen Fauna. Denn Wespen lecken den Vögeln und Insekten nicht nur den Zucker vor der Nase weg – sie jagen auch die Insekten selbst und schmälern so das Nahrungsangebot für ihre gefiederten Nachbarn zusätzlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7595999886659277497?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7595999886659277497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/exportierte-invasoren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7595999886659277497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7595999886659277497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/07/exportierte-invasoren.html' title='Exportierte Invasoren'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-6YekAQBV5KI/ThX-HshnNdI/AAAAAAAACGw/1oakc9hihzQ/s72-c/wespen.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2821068091486922976</id><published>2011-06-29T21:09:00.000+02:00</published><updated>2011-06-29T21:09:23.715+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Die Super-Machos</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/--G7zIdr4WGQ/Tgt360TSrHI/AAAAAAAACGg/pJkNwyeWgjo/s1600/libelle.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="291" src="http://1.bp.blogspot.com/--G7zIdr4WGQ/Tgt360TSrHI/AAAAAAAACGg/pJkNwyeWgjo/s400/libelle.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Libellen-Pärchen macht Rast in meinem Auto. Beim&lt;br /&gt;Weiterflug prallte das Männchen (oben) gegen&lt;br /&gt;die Windschutzscheibe.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Bei keinem anderen Insekt üben die Männchen bei der Paarung so viel Kontrolle aus wie bei den Libellen. Man könnte sie die Super-Machos der Insektenwelt nennen. Und ich meine damit nicht, dass Libellenmännchen ihr Territorium gegen Nebenbuhler verteidigen und darauf warten, dass ein Weibchen zu ihnen kommt (er würde nie zu ihr fliegen) –&amp;nbsp;diese Sitten herrschen bei den meisten Tieren. Ich meine das, was nach dem ersten Flirt kommt. &lt;br /&gt;Haben sich zwei gefunden, dann packt das Männchen mit speziellen Greifzangen am Ende seines Schwanzes das Weibchen im Nacken und lässt es bis auf weiteres nicht mehr los. Sie ist nunmehr an ihn gebunden, ob sie will oder nicht. Für ihn hat das natürlich einen grossen Vorteil. Kein anderes Männchen kann ihm seine Angebetete abspenstig machen. Egal ob ein Johnny Depp oder ein Robert De Niro der Libellenwelt gerade vorbeifliegen – das Weibchen bleibt bei ihrem Mann, fest im Griff seiner Zange.&lt;br /&gt;Die darauf folgende Paarung ist etwas kompliziert. Das hat damit zu tun, dass Hoden und Penis bei den Libellen nicht am selben Fleck sitzen. Der Samen wird im Schwanzende produziert, der Penis jedoch befindet sich etwa in der Körpermitte. Zudem sind die beiden Organe nicht wie bei uns Menschen mit einem Schlauch miteinander verbunden. Das heisst, bevor es zur Sache gehen kann, beugt das Männchen sein Schwanzende samt dranhängendem Weibchen zu seinem Penis und befüllt diesen mit Samen. Damit ist die Pistole geladen. &lt;br /&gt;Aber eben, für Machos ist Sex nicht einfach nur Sex. Bei ihnen geht es immer um Dominanz und um absolute Kontrolle. Wenn das Weibchen ihre Genitalien zum Penis des Männchens führt, legt dieses nicht sogleich los, sondern kratzt zuerst gründlich das Sperma vom letzten Liebhaber aus der Geschlechtsöffnung des Weibchens. Nur so kann es sicher sein, dass die Eier ausschliesslich mit seinem Samen befruchtet werden. &lt;br /&gt;Nach der Kopulation ist das Weibchen keineswegs frei zu gehen. Das Männchen hält es nach wie vor fest im Griff und führt es nun zu einem Teich oder Fluss, wo die Eiablage stattfindet. Wohlgemerkt, das Männchen entscheidet, wo gelegt wird. Dazu fliegt es dicht über der Wasseroberfläche und zwingt das Weibchen dazu ihr Hinterteil einzutauchen und die Eier abzulegen. Immerhin kann sie hierbei noch ein wenig mitentscheiden. Falls ihr das Gewässer nicht zusagt, hebt sie ihren Schwanz an und signalisiert so ihrem Macho, dass sie woanders legen möchte.&lt;br /&gt;Vielleicht haben die Weibchen ja doch die heimliche Kontrolle über ihre Männer? Die sind nämlich auch nicht immer ganz so unantastbar, wie sie sich geben. Vor ein paar Tagen ist ein Pärchen durch das offene Fenster in mein Auto geflogen. Auf dem Armaturenbrett gab es einen Zwischenhalt. Doch beim Weiterflug prallte das Männchen in die Windschutzscheibe und geriet in Panik. Und siehe da: im Schockzustand liess es das Weibchen los und suchte das Weite. Vielleicht war das gut für sie, denn wer möchte schon mit einem solchen Hasenfuss ins Bett?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2821068091486922976?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2821068091486922976/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/die-super-machos.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2821068091486922976'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2821068091486922976'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/die-super-machos.html' title='Die Super-Machos'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/--G7zIdr4WGQ/Tgt360TSrHI/AAAAAAAACGg/pJkNwyeWgjo/s72-c/libelle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8182841864754176523</id><published>2011-06-21T21:39:00.001+02:00</published><updated>2011-06-21T21:40:18.057+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilzzucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><title type='text'>Fungitarier</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-_1gadd7mhpc/TgDyOm8cJqI/AAAAAAAACGM/CLn4pS2f6sM/s1600/DSC_0042.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://3.bp.blogspot.com/-_1gadd7mhpc/TgDyOm8cJqI/AAAAAAAACGM/CLn4pS2f6sM/s400/DSC_0042.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Holzdübel sind vom Myzel&lt;br /&gt;des Austernpilzes durchwachsen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Kühe essen unsere Welt kaputt. Mit diesem Satz machen Vegetarier uns Fleischessern oft ein schlechtes Gewissen. Aber im Grunde haben sie Recht. Damit eine Kuh ein Kilogramm Fleisch zulegen kann, muss sie das Zehnfache an Pflanzenmaterial zu sich nehmen. Das heisst in jedem 500 Gramm schweren, saftigen Steak stecken 5 Kilogramm Gras und Sojabohnen. Die müssen irgendwo angebaut werden und weil es immer mehr Fleischesser gibt, werden immer mehr Regenwälder gerodet, um den Sojafeldern oder den Wiesen Platz zu machen. &lt;br /&gt;Um die Welt vor dem Untergang zu retten, können wir natürlich ganz einfach auf Fleisch verzichten. Aber das ist ja dann doch etwas langweilig für anspruchsvolle Gaumen. Aber ein etwas interessanterer Ersatz für die Kuh könnten Pilze sein. Aus denen lassen sich sogar fleischähnliche Produkte wie Würste oder Schnitzel herstellen. Und sie haben noch einen weiteren Vorteil. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-fSiqZTRoVZo/TgDyRAHrjII/AAAAAAAACGQ/jJJ8SOPKJRA/s1600/DSC_0044.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/-fSiqZTRoVZo/TgDyRAHrjII/AAAAAAAACGQ/jJJ8SOPKJRA/s400/DSC_0044.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Löcher in den Stamm bohren&lt;br /&gt;und Dübel einschlagen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Sie sind viel effizienter als eine Kuh – sehr viel effizienter. Austernpilze beispielsweise ernähren sich von Holz. Dabei entsteht aus jedem Gramm Holz ein Gramm Austernpilz. Oder anders gesagt: Die Austernpilze wandeln ihre Nahrung zu 100 Prozent in eigenes Gewebe um. Das heisst, aus einem Holzklotz von 10 Kilogramm gewinnt man 10 Kilogramm Pilze. Das ist eine riesige Menge. &lt;br /&gt;Um die Welt zu retten, müssen wir Fleischesser also nicht gleich zum Vegetarier absteigen, sondern können beim «Fungitarier» halt machen. Ist unser Ernährungsproblem damit gelöst? Nicht ganz. Denn Pilze sind zwar sehr effizient, aber nicht gerade nahrhaft. &lt;br /&gt;Ein Kilo Austernpilze hat lediglich 200 Kilokalorien. Der durchschnittliche Tagesbedarf liegt bei 2 400 Kilokalorien. Das heisst, ich muss pro Tag 12 Kilo Austernpilze essen, wenn ich satt werden will. Hochgerechnet auf die gesamte Schweizer Bevölkerung macht das 35 Millionen Tonnen Austernpilze pro Jahr.&lt;br /&gt;Um diese unvorstellbare Menge heranzuziehen brauchen wir genauso viel Holz. Haben wir das? Der Schweizer Wald legt jährlich 10 Millionen Kubikmeter Holz zu. Das sind etwa 8 Millionen Tonnen also etwa ein Viertel dessen, was wir benötigen würden. &lt;br /&gt;Wir sehen also: Wenn unsere Ernährung nachhaltig sein soll, dann sind auch die Pilze keine Lösung. Das soll euch aber nicht davon abhalten, in eurem Garten ein paar Austernpilze zu züchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-h1komq_a2yw/TgDyTwubvcI/AAAAAAAACGU/-82-qO7LrHo/s1600/DSC_0045.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-h1komq_a2yw/TgDyTwubvcI/AAAAAAAACGU/-82-qO7LrHo/s400/DSC_0045.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Stamm 20 bis 30 Zentimeter tief&lt;br /&gt;im Garten eingraben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Hier der letzte Teil der Anleitung (&lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/01/wir-sind-pilz.html"&gt;erster Teil &lt;/a&gt;/ &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/03/stahlbetonverdauer.html"&gt;zweiter Teil&lt;/a&gt;):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. Besorgt euch von einem Bauern ein paar ein Meter lange, frische Baumstämme. Der Durchmesser ist egal. &lt;br /&gt;2. Mit einer Bohrmaschine Löcher in den Baumstamm vom gleichen Durchmesser wie die Dübel bohren. In den unteren 20 Zentimeter des Stamms keine Löcher bohren (dieser Teil kommt in die Erde). &lt;br /&gt;3. Die Dübel, die inzwischen vom Pilzmyzel durchwachsen sind, mit einem Hammer in die Löcher schlagen. Pro Baumstamm habe ich 40 Dübel verwendet.&lt;br /&gt;4. Den Stamm an einem schattigen Ort im Garten etwa 20 bis 30 Zentimeter tief in die Erde eingraben. Bei warmem Wetter gelegentlich etwas mit Wasser übergiessen. &lt;br /&gt;5. Sobald das Myzel den gesamten Stamm durchwachsen hat, spriessen die Fruchtkörper aus dem Holz hervor. Ein dicker Buchenstamm sorgt so mehrere Jahre lang für eine gute Pilzernte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8182841864754176523?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8182841864754176523/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/fungitarier.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8182841864754176523'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8182841864754176523'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/fungitarier.html' title='Fungitarier'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-_1gadd7mhpc/TgDyOm8cJqI/AAAAAAAACGM/CLn4pS2f6sM/s72-c/DSC_0042.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1570746118112623906</id><published>2011-06-15T10:47:00.000+02:00</published><updated>2011-06-15T10:47:29.450+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eindringlinge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><title type='text'>Der Vampir-Pilz</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-GKTU22CHkTo/Tfhw8Z8v6tI/AAAAAAAACGE/ZXSB4wciz8k/s1600/DSC_0037.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-GKTU22CHkTo/Tfhw8Z8v6tI/AAAAAAAACGE/ZXSB4wciz8k/s400/DSC_0037.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Mehltau auf der Zierdistel. Wie ein Vampir saugt er das&lt;br /&gt;Blatt aus.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Eine nasse Badezimmerwand, ein feuchtwarmes Schuhklima und ein Stück Holz auf dem Waldboden haben eines gemeinsam: sie fördern das Pilzwachstum. Diese Lebewesen lieben die Feuchtigkeit. Kein Wunder wachsen viele Pilze bevorzugt unter der Erde, denn dort trocknen sie garantiert nie aus. &lt;br /&gt;Aber es gibt auch die anderen. Pilze, die sich in aller Öffentlichkeit zeigen, und selbst unter der brennenden Sonne hervorragend gedeihen. Zu diesen Sonderlingen gehört der Mehltau. Er liebt das warme, trockene Wetter, das es diesen Frühling ohne Ende gab. Das Resultat ist nun auf einigen meiner Gartenpflanzen sichtbar. Meine Zierdisteln hat es besonders schwer getroffen. Ihre Blätter sind vom Pilzbewuchs schneeweiss. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-e0UC1-Iy3yM/Tfhw52unheI/AAAAAAAACGA/0BIKZqAenTk/s1600/DSC_0035.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/-e0UC1-Iy3yM/Tfhw52unheI/AAAAAAAACGA/0BIKZqAenTk/s400/DSC_0035.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die benachbarte Kugeldistel braucht sich&lt;br /&gt;vor einer Infektion nicht zu fürchten.&lt;br /&gt;Jede Mehltauart geht nur auf eine&lt;br /&gt;bestimmte Pflanzenart.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Mehltau verdankt sein üppiges Wachstum in der Frühlingshitze einem Trick. Denn auch er liebt im Grunde seines Wesens die Feuchtigkeit. Doch statt sich selbst zu ihr zu begeben, lässt er sie zu sich kommen. Wenn eine seiner Sporen auf das Blatt einer Pflanze fällt, beginnt ein kleiner Schlauch aus ihr herauszuwachsen. Berührt seine Spitze die Blattzellen, bildet sie eine Art Saugnapf aus, der sich fest mit der Oberfläche verbindet. &lt;br /&gt;Zu diesem Zeitpunkt ist das Wasser noch in weiter Ferne. Die Oberflächen von Blättern sind meist mit einer dünnen Wachsschicht überzogen. Da bleibt kein Tropfen Feuchtigkeit hängen. Aber unter der Wachsschicht im Innern der Blattzellen, gibt es Feuchtigkeit in Hülle und Fülle. Dorthin will der Pilz. &lt;br /&gt;Dazu treibt er unter dem Saugnapf eine Art Bohrer aus, mit dem er sich nun langsam einen Weg in das Innere der Blattzellen bahnt. Das ist nicht einfach. Pflanzen haben viele Strategien zur Abwehr von solchen Attacken entwickelt. Sie produzieren zum Beispiel Chemikalien, um Pilze unschädlich zu machen. Diese Mittel sind so effektiv, dass in der Tat viele Pilze keine Chance haben, in das Innere einer Pflanze vorzudringen. Doch beim Mehltau ist das anders. &lt;br /&gt;Von ihm gibt es einige Hundert Arten und die meisten davon haben sich auf eine einzige Pflanzenart spezialisiert. Das heisst, sie haben die letzten paar Millionen Jahre damit verbracht, die Verteidigungsstrategien ihrer Zielpflanze zu umgehen. Darum muss ich mir keine Sorgen machen, dass der Mehltau auf meine Tomaten überspringt. Seine Tricks funktionieren nur bei der Zierdistel. &lt;br /&gt;Wenn der Bohrer erst einmal in der Blattzelle angelangt ist, hat der Pilz gewonnen. Fortan entzieht er der Pflanze die Nährstoffe und Feuchtigkeit, die er zum Leben braucht. Wie ein Vampir saugt er die Blätter aus. Viele Nutzpflanzen wie Weizen oder Weinreben (sie haben ihre eigenen Mehltauarten) vertragen das nicht und sterben ab, oder werfen zumindest ihr Laub ab.&lt;br /&gt;Aber Mehltau ist nicht nur ein Schädling. Der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer ernährt sich ausschliesslich von ihm. Darum lasse ich meine verpilzten Disteln stehen – als Nahrungsquelle für die kleinen Insekten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1570746118112623906?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1570746118112623906/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/der-vampir-pilz.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1570746118112623906'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1570746118112623906'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/der-vampir-pilz.html' title='Der Vampir-Pilz'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-GKTU22CHkTo/Tfhw8Z8v6tI/AAAAAAAACGE/ZXSB4wciz8k/s72-c/DSC_0037.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8772953815227850844</id><published>2011-06-07T20:46:00.000+02:00</published><updated>2011-06-07T20:46:22.878+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='VIP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Lust auf Fleisch</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-CYZPU_AGVu0/Te5w6apA1NI/AAAAAAAACFc/PZcG6mxqTKg/s1600/DSC_0004.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/-CYZPU_AGVu0/Te5w6apA1NI/AAAAAAAACFc/PZcG6mxqTKg/s400/DSC_0004.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Das schwimmt der Julikäfer, der letzte Woche noch fröhlich&lt;br /&gt;über meinen Rasen schwirrte. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Früher, als noch echte Wanderer und Landstreicher durch Europa zogen, brauchte man sich über den nächsten Schluck Wasser keine Gedanken zu machen. Allenthalben wuchsen Karden an den Wegrändern, Äckern und Böschungen. Die Landwirtschaft nahm es zu jener Zeit noch viel gemütlicher als heute, setzte weniger Dünger ein und Pestizide gab es auch noch keine. Ideale Bedingungen für Unkräuter wie die Karde eben. &lt;br /&gt;Diese Pflanze hat die Besonderheit, dass ihre Blätter immer paarweise aus dem Stengel wachsen. An ihrem Grund bilden sie eine Art Schale, in der sich das Regenwasser sammelt. Wenn also der Durst über den Wanderer kommt, braucht er seinen Mund nur an dieses Reservoir zu führen und die Karde dabei etwas vorzuneigen. &lt;br /&gt;In meinem Garten wachsen auch einige dieser eigentümlichen Pflanzen und ich wollte mich testweise an ihrem Wasserspeicher erfrischen. Doch als ich sah, was sich da alles in diesen kleinen Pfützen tummelt, ist mir der Durst vergangen. Praktisch in allen Schalen gibt es eine Ansammlung von toten Insekten. Da liegen die Leichen von den Julikäfern, den Mücken, den Rüsselkäfern und den Blattläusen. In einer strampelte eine Schlupfwespe um ihr Leben, doch sie war hoffnungslos verloren. Der Stiel, an dem sie sich hätte halten können, war viel zu rutschig. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-wFxqYPtj8EY/Te5wwnYWMSI/AAAAAAAACFU/douhYl4BQ7s/s1600/20100715_015.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-wFxqYPtj8EY/Te5wwnYWMSI/AAAAAAAACFU/douhYl4BQ7s/s400/20100715_015.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;In wenigen Wochen werden die Karden&lt;br /&gt;einen solchen Blütenstand bilden. Und&lt;br /&gt;bald darauf produziert sie Hunderte&lt;br /&gt;von Samen. Das ist wohl auch ein&lt;br /&gt;Grund, warum Bauern heute keine&lt;br /&gt;grosse Freude mehr an diesen&lt;br /&gt;Pflanzen haben. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;In mancher Schale gab es sogar schon wieder neues Leben. Kleine Würmer ernährten sich von den hineingefallenen Insekten. Nein, dieses Wasser kann man beim besten Willen nicht trinken. Vielleicht hatten die Wanderer früher nichts anderes und waren in der Sommerhitze dankbar für jeden Tropfen Flüssigkeit. &lt;br /&gt;Aber was bezweckt die Karde damit? Ist es etwa ihre Absicht, so viele tote Insekten auf ihren Blättern anzusammeln? Vielleicht. Tote Insekten sind eine andere Form von Dünger. Es könnte sein, dass die Karde einige der Nährstoffe in diesen Verwesungspfützen über ihre Blätter aufnimmt. Die extra Portion Dünger könnte sie gut gebrauchen, wächst sie doch bevorzugt an nährstoffarmen Standorten. Vielleicht ist es einer ihrer Tricks, wie sie es schafft, dort trotzdem gut zu gedeihen.  &lt;br /&gt;Die Karde ist möglicherweise gerade dabei, eine echte fleischfressende Pflanze zu werden. Die berühmten Kannenpflanzen von Borneo bilden spezielle Blätter, die aussehen wie Töpfchen. In ihnen befindet sich neben Wasser auch noch Verdauungsenzyme, die der Pflanze helfen, die Insekten zu zersetzen. Genau das mag der nächste Entwicklungsschritt in der Evolution der Karde sein – wenn ihre Lust auf Fleisch gross genug ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8772953815227850844?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8772953815227850844/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/lust-auf-fleisch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8772953815227850844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8772953815227850844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/06/lust-auf-fleisch.html' title='Lust auf Fleisch'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-CYZPU_AGVu0/Te5w6apA1NI/AAAAAAAACFc/PZcG6mxqTKg/s72-c/DSC_0004.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8651644711903655197</id><published>2011-05-30T20:43:00.004+02:00</published><updated>2011-05-31T15:53:56.308+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Der Lebensaufgabe entfliegen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-wm_u2ZPGSfE/TePke-Tmg5I/AAAAAAAACFI/UF8hCDNvE8U/s1600/june.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/-wm_u2ZPGSfE/TePke-Tmg5I/AAAAAAAACFI/UF8hCDNvE8U/s400/june.JPG" width="251" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Julikäfer krabbelt gerade ein&lt;br /&gt;Löwenzahnblatt empor. Es dient&lt;br /&gt;ihm als Startrampe.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Gestern war der Flugraum zwanzig Zentimeter über meinem Rasen kurzfristig überlastet. Die Julikäfer sind geschlüpft und haben die Vollendung ihrer Metamorphose in einem Flugfest gefeiert. Die letzten paar Jahre verbrachten sie als Engerlinge in der Erde meines Gartens. Sie ernährten sich von Graswurzeln und haben so, ohne dass ich es merkte, das Absterben des ein oder anderen Grasbüschels verursacht. Nun haben sie ihre Puppenhülle abgestreift und sich daraufhin an die Erdoberfläche gestrampelt. &lt;br /&gt;Dutzende von ihnen schwirrten am Sonntagmorgen zum Kirchengeläut aus dem Dorf zwei Handbreit über dem Rasen. Was sie damit bezweckten, ist mir nicht klar. Ihr Verhalten schien keine konkrete Absicht zu haben. Immerhin landeten einige von ihnen auf den Pfingstrosen und gruben ihre Mandibeln einige Male in die Blütenblätter. Danach flogen sie jedoch wieder ab ohne einen grösseren Schaden zurückzulassen. &lt;br /&gt;Einen Tag später ist der Spuk auch schon vorbei. Heute ist von den Julikäfern nichts mehr zu sehen. Ich nehme an, sie werden sich wie ihre nahen Verwandten, die Maikäfer, an einem Waldrand niederlassen, sich noch einige Blätter ihrer Lieblingspflanze genehmigen und dann zur Paarung übergehen. Nach dem Sex haben die Männchen vermutlich nichts mehr zu melden und verenden bald. Die Weibchen hingegen suchen sich ein schönes Stück Wiese oder einen Rasen in einem Garten und legen ihrer Eier in den Boden ab. Dann haben auch sie ihre Lebensaufgabe erfüllt (man merke sich: Lebensaufgabe Männchen = Sex; Lebensaufgabe Weibchen = Kinderkriegen). &lt;br /&gt;Bald darauf schlüpfen die Engerlinge und fressen sich zwei Jahre lang genug Energiereserven an, damit sie ihre wundersame Verwandlung vollziehen können. Alles in Allem sind zwei Jahre fressen doch ein ziemlich grosser Aufwand, nur damit man nach der Paarung gleich wieder abdanken kann. Vielleicht ist dieses scheinbar sinnlose Umherfliegen kurz nach dem Schlüpfen ein Ausdruck von Rebellion gegen ihren von der Natur vorgeschriebenen Lebenslauf. Sie weigern sich, umgehend ihre Lebensaufgabe in Angriff zu nehmen und gönnen sich stattdessen zuerst noch einige Freiflüge.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8651644711903655197?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8651644711903655197/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/der-lebensaufgabe-entfliegen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8651644711903655197'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8651644711903655197'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/der-lebensaufgabe-entfliegen.html' title='Der Lebensaufgabe entfliegen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-wm_u2ZPGSfE/TePke-Tmg5I/AAAAAAAACFI/UF8hCDNvE8U/s72-c/june.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2899568080628331415</id><published>2011-05-24T11:09:00.000+02:00</published><updated>2011-05-24T11:09:16.187+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='VIP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Babuschka Ökologie</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-iF1CgCreZzY/Tdt0K6MFl8I/AAAAAAAACFA/KBI8W4c51R0/s1600/g_minus_til_16.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="316" src="http://4.bp.blogspot.com/-iF1CgCreZzY/Tdt0K6MFl8I/AAAAAAAACFA/KBI8W4c51R0/s400/g_minus_til_16.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die grossen rechteckigen Gebilde sind Graszellen. In der&lt;br /&gt;Bildmitte befinden sich zwei Spaghettis. Das sind die&lt;br /&gt;Endophyten. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Babuschkas sind die wunderschönen russischen Holzpuppen, die innen hohl sind. Wenn man eine öffnet, kommt eine etwas kleinere Holzpuppe zum Vorschein und wenn man diese auch öffnet, eine noch kleinere. So geht das weiter bis am Ende neun Puppen vor einem stehen. Mit den Lebewesen meines Gartens ist das ganz ähnlich. Denn sie existieren nicht nur nebeneinander, sondern auch ineinander. &lt;br /&gt;Das beste Beispiel dafür sind die so genannten «Endophyten». Dieser aus dem Griechischen stammende Fachbegriff bedeutet «in der Pflanze». Ein seltsamer Name für eine Art. Aber er ist sehr zutreffend. Endophyten sind Pilze, die zwischen den Gewebezellen von Pflanzen leben.&lt;br /&gt;Von einem Pilz befallen zu sein, ist für uns Menschen keine angenehme Vorstellung. Doch Pflanzen sind sehr froh um die Gesellschaft. Zwar verzehren ihre Untermieter einen Teil ihrer Zuckerproduktion, aber sie tun das nicht ohne zu bezahlen. Als Gegenleistung für Nahrung und Obdach stellen die Endophyten eine Reihe von Chemikalien her, die sie fortan dem Zuckersaft beimischen. Vor allem die Fressfeinde der Pflanze haben keine Freude daran. Denn die Chemikalien sind giftig und verderben beispielsweise Blattläusen den Appetit.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-9bfA4yGhW5g/Tdt0M2LBkzI/AAAAAAAACFE/BDX_ahoRqVE/s1600/g.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="316" src="http://4.bp.blogspot.com/-9bfA4yGhW5g/Tdt0M2LBkzI/AAAAAAAACFE/BDX_ahoRqVE/s400/g.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Endophyten befallen auch die Samen des Grases. So&lt;br /&gt;schaffen sie den Sprung auf die nächste Generation. Die roten&lt;br /&gt;Gebilde sind Stärkekörner, die im Grassamen eingelagert sind.&lt;br /&gt;Die Spaghettis in der Mitte sind die Endophyten. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wenn die kleinen Insekten den vergifteten Saft saugen, gebären sie weniger Nachkommen, leben weniger lang und wachsen langsamer. Der Vertrag mit dem Pilz geht auf. Denn statt seinen Zuckersaft unkontrolliert an die Blattläuse zu verlieren, gibt es einen Bruchteil davon an seinen Partner ab, der im Gegenzug dafür sorgt, dass die lästigen Schädlinge nicht Überhand nehmen. &lt;br /&gt;In manchen Gräsern produzieren die Endophyten gar so starke Gifte, dass sie sogar Schafe töten können, die auf einer befallenen Wiese weiden. Die Pilze sind in der Tat eine sehr effektive Verteidigung. Interessant ist, dass die meisten Pflanzenarten der Welt solche strategischen Partnerschaften eingehen. Offenbar ist es effizienter, wenn sie ihre chemischen Waffen «einkaufen» anstatt sie selber herzustellen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2899568080628331415?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2899568080628331415/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/babuschka-okologie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2899568080628331415'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2899568080628331415'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/babuschka-okologie.html' title='Babuschka Ökologie'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-iF1CgCreZzY/Tdt0K6MFl8I/AAAAAAAACFA/KBI8W4c51R0/s72-c/g_minus_til_16.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6295454261860036412</id><published>2011-05-16T20:41:00.000+02:00</published><updated>2011-05-16T20:41:23.150+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><title type='text'>Aus Blattläusen wird Erdbeerkuchen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-aQvX5DxQmwo/TdFvJhc146I/AAAAAAAACE4/BJ9NkhAA0C0/s1600/DSC_0277.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-aQvX5DxQmwo/TdFvJhc146I/AAAAAAAACE4/BJ9NkhAA0C0/s400/DSC_0277.JPG" width="275" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine geflügelte Blattlaus auf einem&lt;br /&gt;heranreifenden Apfel.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es gibt fast keine Pflanze im Garten, die nicht von Blattläusen befallen ist. Die Gräser, der Salat, die Bohnen und sogar die Brennesseln leiden gemeinsam an den kleinen Biestern. Blattläuse tun dasselbe, was unsere Kopfläuse auch machen. Sie saugen den Saft ihres Wirts. Bei den Pflanzen ist das freilich nicht Blut, sondern der Zuckersaft, den die Blätter bei der Photosynthese produzieren, und der danach in den Leiterbahnen hinunter zu den Wurzeln fliesst. In diesen fortwährenden süssen Strom stecken die Blattläuse ihren Rüssel. Der hohe Druck, der in den Leiterbahnen herrscht, presst die Flüssigkeit in die Laus hinein, ohne dass sie noch aktiv saugen müsste. Sie lässt sich buchstäblich vollaufen. &lt;br /&gt;Viele Leute ekeln sich vor Blattläusen, weil ihre kleinen, oft schwarzen Körper ganze Teppiche auf Blättern und Pflanzenstengel bilden. Das sieht schon mal nicht sehr appetitlich aus. Ganz schlimm wird es jedoch erst, wenn man versucht, die Insekten mit den Fingern abzustreifen. Viele Arten klammern sich beharrlich an ihre unerschöpfliche Nahrungsquelle und lassen auch im Angesicht eines menschlichen Zeigefingers und Daumens davon nicht ab. Eher lassen sie sich wie in einer Schrottpresse zerquetschen. Das klebrige Geschmier aus Blattlausleichen verdirbt einem vollends den Appetit. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-vKwTDlEgdJU/TdFvKcdMqQI/AAAAAAAACE8/AKBjEPYtixw/s1600/DSC_0292.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/-vKwTDlEgdJU/TdFvKcdMqQI/AAAAAAAACE8/AKBjEPYtixw/s400/DSC_0292.JPG" width="275" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Hautfarbe spielt bei den Blattläusen&lt;br /&gt;keine grosse Rolle. Auf der Rose gibt&lt;br /&gt;es genug Platz für alle.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Mich persönlich stören ein paar Blattläuse auf dem Salat nicht sonderlich. Eines dieser Insekten zu essen ist nicht viel anders, als in ein Salatblatt selbst zu beissen. Von ihm hat sie schliesslich alles, was sie ist. Sogar die Ausscheidungen einer Blattlaus bestehen aus reinem, pflanzlichem Zuckersaft – also nichts, was auf einem Salatteller fehl am Platz wäre. Darum halte ich mein Gemüse nur einmal kurz unter den Wasserhahn. Wer dem Wasserstrahl trotzt, landet in meinem Magen. &lt;br /&gt;So wie ich denken auch die meisten Raubinsekten meines Gartens. Blattläuse sind so zahlreich und vermehren sich so schnell, dass es eine Schande wäre, sie nicht zu verspeisen. Sie stehen ganz unten in der Nahrungskette und sind eine Art Plankton des Gartens. &lt;br /&gt;Sie werden von grösseren Insekten gefressen, diese wieder von grösseren und diese von Vögeln und diese von Greifvögeln. Es gibt eine unendliche Zahl solcher Nahrungsketten und alle beginnen bei der Blattlaus. Eine dieser Ketten gefällt mir besonders gut. Sie geht so: Die Larve der Schwebfliege frisst Blattläuse bis sie sich verpuppt. Wenn die Schwebfliege schlüpft, bestäubt sie viele Pflanzen, darunter die Erdbeeren. Die Erdbeeren reifen, ein Bauer kommt und pflückt sie und ein Bäcker macht daraus Erdbeerkuchen. Ich esse den Erdbeerkuchen. Genau so schmecken mir Blattläuse am besten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6295454261860036412?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6295454261860036412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/aus-blattlausen-wird-erdbeerkuchen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6295454261860036412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6295454261860036412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/aus-blattlausen-wird-erdbeerkuchen.html' title='Aus Blattläusen wird Erdbeerkuchen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-aQvX5DxQmwo/TdFvJhc146I/AAAAAAAACE4/BJ9NkhAA0C0/s72-c/DSC_0277.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7742585926006249361</id><published>2011-05-08T20:54:00.002+02:00</published><updated>2011-05-08T20:55:58.955+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Das System Waldboden</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-hWxV31kZUzY/Tcbl70qqTAI/AAAAAAAACEo/WoRI6GoA8hY/s1600/DSC_0267.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-hWxV31kZUzY/Tcbl70qqTAI/AAAAAAAACEo/WoRI6GoA8hY/s400/DSC_0267.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ohne künstlichen Waldboden ist die Gartenerde&lt;br /&gt;staubtrocken. Schlecht für meinen Rucola.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span lang="DE-CH"&gt;Das Wetter ist so trocken wie schon lange nicht mehr. Die kleineren Flüsse haben sich längst in Flurwege verwandelt. Mit einem gewissen Frust blicke ich auf meinen Rucola, der wohl schon längst erntereif wäre, wenn es nur häufiger geregnet hätte. Aber seine mickrigen Blättchen sind nicht der Rede wert. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span lang="DE-CH"&gt;Giessen bringt auch nicht viel, denn das Wasser verdunstet unter der sengenden Sonne sofort wieder. Wie schafft es die Natur bloss, dass es in einem Wald oder in einer Wiese auch jetzt noch genug Feuchtigkeit gibt, um die Wildpflanzen in atemberaubendem Tempo wachsen zu lassen? Die einfache Antwort lautet, dass die Natur nie so verrückt sein würde, die Bodenoberfläche aufzubrechen und sie brach liegen zu lassen. Doch genau das ist der Fall in meinem Gartenbeet. Bis auf den Salat, die Zwiebeln oder eben den Rucola liegt die Erde ungeschützt unter dem Himmel. Sie ist den Elementen ausgeliefert und hat keine Chance die in ihr gespeicherte Feuchtigkeit zu halten. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-V60VTA_ikX0/Tcbl9w4hSeI/AAAAAAAACEs/unhygqlKcBM/s1600/DSC_0271.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/-V60VTA_ikX0/Tcbl9w4hSeI/AAAAAAAACEs/unhygqlKcBM/s400/DSC_0271.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Mit einer Mulchschicht, wie sie auf&lt;br /&gt;natürliche Weise im Wald vorkommt,&lt;br /&gt;bleibt die Erde auch bei anhaltender&lt;br /&gt;Trockenheit schön feucht.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span lang="DE-CH"&gt;In einer Wiese hingegen verhindert der dichte Pflanzenbewuchs eine übermässige Verdunstung. Die Pflanzen halten die Feuchtigkeit im Boden. Im Wald, wo die Pflanzen weiter auseinander stehen, übernehmen die welken Blätter diese Aufgabe. Die Bodenstreu aus Blattresten und zerstückeltem Holz ist ein effektiver Verdunstungsschutz. Der Waldboden ist auch jetzt noch angenehm feucht. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span lang="DE-CH"&gt;Das ist die Lösung. Ich wende das System Waldboden einfach auf meine Gartenbeete an. Halbverrotteter Kompost ist ideal dazu. Denn der besteht aus Blättern, Avocadoschalen, Kaffeebeuteln und noch allerlei undefinierbarer Biomasse. Das bringe ich in einer ein bis zwei Zenitmeter dicken Schicht auf meine Beete.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span lang="DE-CH"&gt;Nach einem Tag unter der brennenden Sonne sind die obersten paar Millimeter komplett trocken. Aber darunter bleibt der Boden für Wochen feucht. Biogärtner kennen das Prinzip natürlich bereits. Es nennt sich «Mulchen». Geht übrigens auch prima bei Blumentöpfen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span lang="DE-CH"&gt;Es gibt aber noch einen weiteren Vorteil. In der feuchten Mulchschicht leben dieselben Organismen, wie im Komposthaufen. Haufenweise Springschwänze tummeln sich da und verwandeln das grobe Material in immer feinere Krümel. Bakterien und Pilze machen aus der Biomasse schliesslich wieder Nährstoffe für mein Gemüse. Das System Waldboden liefert also Wasser und Dünger zugleich. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7742585926006249361?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7742585926006249361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/das-system-waldboden.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7742585926006249361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7742585926006249361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/das-system-waldboden.html' title='Das System Waldboden'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-hWxV31kZUzY/Tcbl70qqTAI/AAAAAAAACEo/WoRI6GoA8hY/s72-c/DSC_0267.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-633729478648453320</id><published>2011-05-01T19:54:00.003+02:00</published><updated>2011-05-01T19:58:49.646+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='VIP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Feuerwerkt im Blumentopf</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-ENEJSbRA0QA/Tb2dBmibuCI/AAAAAAAACEY/JWxAkU9B67w/s1600/DSC_0255.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-ENEJSbRA0QA/Tb2dBmibuCI/AAAAAAAACEY/JWxAkU9B67w/s400/DSC_0255.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;So wird aus einem Unkraut ein&lt;br /&gt;Geschenk für den Muttertag.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Im Garten wächst das Unkraut und in der Gärtnerei die schönen Pflanzen, die man verschenken oder in die Vase stellen kann. Auch das ist nur ein weiteres Vorurteil über die Artenvielfalt vor der Haustür. Denn es gibt tatsächlich Pflanzenarten, die warten nur darauf, dass sie eine Chance bekommen. Sie fristen ihr Dasein als Unkraut am Rande des Gemüsebeetes und werden kaum beachtet. Der Rasenmäher rattert Monat für Monat über sie hinweg und ignoriert ihr grosses Potenzial.&lt;br /&gt;Das Gänseblümchen ist eines dieser unbeachteten Gewächse. Doch richtig gefördert kann es zu einer wahren Diva erstrahlen. Man nehme einen Spaten und einen billigen Blumentopf aus Plastic. In diesen füllt man etwas Kompost vom Baumarkt (oder vom eigenen Humushaufen), gräbt dann ein Grüppchen Gänseblümchen aus dem Rasen und setzt es oben auf diese nährstoffreiche Erde. Jetzt das Ganze in einen schönen Übertopf stecken, an die Sonne stellen und regelmässig giessen. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-FCoY0ZaPPNg/Tb2dC_oEJvI/AAAAAAAACEc/58HFj_H_Rf0/s1600/DSC_0260.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://4.bp.blogspot.com/-FCoY0ZaPPNg/Tb2dC_oEJvI/AAAAAAAACEc/58HFj_H_Rf0/s400/DSC_0260.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ist es nicht prächtig? Die weissen Petalblätter tragen einen&lt;br /&gt;Hauch von Violett an den Spitzen. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Der Erfolg zeigt sich schon nach einer Woche. Befreit von jeglichem Konkurrenzdruck durch die Gräser, den Löwenzahn und den Kriechenden Günsel und in ein Bad aus düngerreicher Erde getaucht, schiebt das Gänseblümchen seine Blüten im Akkord in die Höhe. Wie ein Feuerwerk öffnet sich eine nach der anderen bis aus dem Topf ein Dutzend oder mehr der Sonne entgegennicken.&lt;br /&gt;In den folgenden Wochen wächst das Grüppchen bis es den ganzen Topf einnimmt. Jeden Tag öffnen sich neue Blüten. Welche andere Pflanze aus der Gärtnerei oder der Blumenabteilung im Supermarkt geht mit einem solchen Eifer zu Werke? Ich kenne keine. Das ideale Geschenk für den Muttertag am 8. Mai. Ihr habt jetzt noch eine Woche Zeit zum Anpflanzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tipp: Verblühte Blumen abschneiden, damit das Gänseblümchen seine Kraft in die Produktion von weiteren Blüten steckt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-633729478648453320?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/633729478648453320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/feuerwerkt-im-blumentopf.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/633729478648453320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/633729478648453320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/05/feuerwerkt-im-blumentopf.html' title='Feuerwerkt im Blumentopf'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-ENEJSbRA0QA/Tb2dBmibuCI/AAAAAAAACEY/JWxAkU9B67w/s72-c/DSC_0255.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-299948020099817807</id><published>2011-04-24T10:25:00.000+02:00</published><updated>2011-04-24T10:25:00.366+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='VIP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der Garten ist gegessen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-C0XW-l11qj4/TbPcUfua0xI/AAAAAAAACEQ/7gqhBJqKyls/s1600/DSC_0212.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://4.bp.blogspot.com/-C0XW-l11qj4/TbPcUfua0xI/AAAAAAAACEQ/7gqhBJqKyls/s400/DSC_0212.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;In meinem Garten wachsen mindestens 12 Wildpflanzen, die&lt;br /&gt;sich zum verzehr eignen. Auf 12 Uhr sind die Baumtropfen;&lt;br /&gt;danach im Uhrzeigersinn: Wiesenschaumkraut, Sauerklee,&lt;br /&gt;Wiesenknöterich, Sauerampfer, quer darüber liegt der&lt;br /&gt;Waldmeister, dann die kleinen Blättchen des Gundermanns,&lt;br /&gt;die Blütenknospen des Gänseblümchens, die Blättchen der&lt;br /&gt;Brombeere, Butterblume, Löwenzahn und in der Mitte die&lt;br /&gt;Brennessel. &lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Warum brauchen wir Artenvielfalt? Weil man sie essen kann! Kürzlich habe ich mir einen Salat aus dem Garten genehmigt. Nicht aus dem Gemüsegarten, sondern aus dem Rasen-Busch-Hecken-Brachland-Garten, also aus dem Teil, den ich nicht mit Nutzpflanzen bewirtschafte. Interessant dabei ist, dass dort sogar noch mehr essbare Pflanzen wachsen als in meinem Gemüsebeet.&lt;br /&gt;Neben der Steinmauer wächst zum Beispiel der Wiesenknöterich (&lt;i&gt;Polygonum bistorta&lt;/i&gt;). Jetzt im Frühling sind die Blätter noch jung und zart und schmecken fast genauso wie Kopfsalat. Überall verteil auf der Gartenwiese finde ich Sauerampfer (&lt;i&gt;Rumex acetosa&lt;/i&gt;). Die schneide ich samt Blütenstand ab. Schmeckt angenehm säuerlich und frisch. Einen ganz ähnlichen Geschmack besitzt der Sauerklee (&lt;i&gt;Oxalis acetosella&lt;/i&gt;) unter den beiden Tannenbäumen. Ihn kann ich einfach samt Stiel ausrupfen. Die Wurzeln bleiben dabei im Boden.&lt;br /&gt;Jetzt etwas Süsses. Da bietet sich das Wiesenschaumkraut (&lt;i&gt;Cardamine pratensis&lt;/i&gt;) an. Seine Blüten enthalten Nektar und schmecken nach einem Hauch von Zucker. Sehr lecker. Sie sind ein idealer Gegenpol zum Löwenzahn (&lt;i&gt;Taraxacum officinale&lt;/i&gt;). Er ist die zahlreichste essbare Pflanzenart in meinem Garten. (&lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/05/der-allrounder.html"&gt;Hier könnt ihr lesen, warum.&lt;/a&gt;) Seine jungen Blätter schmecken leicht bitter und sind eine Art Rucola (Rauke) für arme Leute. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-5OLWm2Ck2e4/TbPcW4W45cI/AAAAAAAACEU/nVQf0K3mlj0/s1600/DSC_0215.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/-5OLWm2Ck2e4/TbPcW4W45cI/AAAAAAAACEU/nVQf0K3mlj0/s400/DSC_0215.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Und so sieht der fertige Salat aus. Angerichtet mit Pfeffer,&lt;br /&gt;Salz, Balsamico und Olivenöl.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Schon fast geschmacksneutral ist dagegen das &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/06/die-herrschaft-der-ganseblumchen.html"&gt;Gänseblümchen&lt;/a&gt; (&lt;i&gt;Bellis perennis&lt;/i&gt;). Für den Salat eignen sich Blätter und die geschlossenen Blüten. Diese kann man auch in Essig einlegen und als Ersatz für Kapern verwenden. Vielleicht für die nächste Pizza? Die Blätter der Butterblume (&lt;i&gt;Ranunculus ficaria&lt;/i&gt;) sind ebenfalls nicht sehr auffällig im Geschmack. Aus irgendeinem Grund heisst es in meinem Pflanzenführer, dass man davon nicht zuviel verzehren sollte. Also nur ein paar Blättchen in den Salat. &lt;br /&gt;Jenseits jeglicher Klassifizierung sind die jungen Blätter der Brombeere (&lt;i&gt;Rubus sp.&lt;/i&gt;). Hier nehme ich wirklich nur die ganz jungen Triebe, denn deren Stacheln sind winzig und reissen mir nicht gleich den Rachen auf. Die Brombeere wächst als Unkraut um und in meinem Kürbisbeet. Nachschub gibt es also genug. Der Geschmack ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig. Erinnert an Bienenwachs gemischt mit Wallnuss. Pur gegessen, wird mir fast übel.&lt;br /&gt;Jetzt braucht es noch etwas für die Masse, damit ich auch satt werde. Hier bietet sich eine alte Heilpflanze an: die Brennessel (&lt;i&gt;Urtica dioica&lt;/i&gt;). Sowohl die Ernte als auch die Zubereitung benötigen etwas Geschick, sonst tut es weh. Am besten schneidet man die Blätter klein. Sobald Essig und Öl dazu kommen, kann man sie essen, ohne sich die Zunge an ihr zu verbrennen. Ungefährlicher sind da die Blätter der Baumtropfen (&lt;i&gt;Aegopodium podagraria&lt;/i&gt;). Zu empfehlen sind die jungen Blätter, denn je älter sie werden, desto zäher sind sie. Ihr Geschmack ist sehr herb und nicht jedermanns Sache. Als Dekoration noch etwas Waldmeister (&lt;i&gt;Galium odoratum&lt;/i&gt;) und Gundermann (&lt;i&gt;Glechoma hederacea&lt;/i&gt;) – fertig ist mein Gartensalat!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tipp 1: Mit etwas Zwiebeln und einigen Käsewürfeln schmeckt man den Unterschied zum herkömmlichen Kopfsalat fast nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tipp 2: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wildgem%C3%BCse" target="_blank" title="Link zu Wikipedia"&gt;Hier findet ihr alle essbaren Wildpflanzen aufgelistet.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-299948020099817807?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/299948020099817807/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/der-garten-ist-gegessen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/299948020099817807'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/299948020099817807'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/der-garten-ist-gegessen.html' title='Der Garten ist gegessen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-C0XW-l11qj4/TbPcUfua0xI/AAAAAAAACEQ/7gqhBJqKyls/s72-c/DSC_0212.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6360250904706745204</id><published>2011-04-17T20:13:00.003+02:00</published><updated>2011-04-17T20:23:53.000+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eindringlinge'/><title type='text'>Sein oder Nichtsein</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-a4rnp0ohMPA/Tassx_vgpHI/AAAAAAAACEI/EoKj6mzc4fM/s1600/DSC_0204.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/-a4rnp0ohMPA/Tassx_vgpHI/AAAAAAAACEI/EoKj6mzc4fM/s400/DSC_0204.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Das Loch im Briefchen mit den Zuckermaiskörnern. Das&lt;br /&gt;war ein schwerer Schlag für meinen Gemüsegarten.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Seit Monaten werde ich von einer Maus terrorisiert. Sie hat sich irgendwo im Geräteschuppen zwischen den Gartenschaufeln, leeren Blumentöpfen und Kartonschachteln einquartiert. Das wäre mir ja noch egal, aber Mäuse besitzen einen ziemlich grossen Appetit. Was liegt da näher, als sich hinter mein Saatgut zu machen?&lt;br /&gt;Ihr Vorgehen ist immer dasselbe. Sie pirscht sich von unten an die Briefchen mit Sonnenblumen, Karrotten und Bohnen heran, nagt ein daumennagelgrosses Loch hinein und braucht dann nur noch den Mund zu öffnen, um sich mit köstlichem Saatgut vollaufen zu lassen. Zu meinem Leidwesen hat sie das schon den ganzen Winter über gemacht. Die Stangenbohnen waren weg. Das dazugehörige Briefchen übrigens auch. Ich habe es später hinter einem Blumentopf wiedergefunden – zu Konfetti zernagt. Ein paar der Stangenbohnensamen fand ich später in einem anderen Versteck, einem Körbchen mit Wäscheklammern. Einige waren angefressen aber andere sahen noch unversehrt aus. Trotzdem warte ich noch heute darauf, dass sie endlich keimen. Doch im Topf vor dem Haus rührt sich nichts. Vielleicht hat ihnen die Maus doch auf eine raffinierte Art und Weise zugesetzt. Von den Eichhörnchen ist bekannt, dass sie bei Eicheln den Embryo rausbeissen, bevor sie sie im Boden verscharren. So können sie garantiert nicht mehr keimen. &lt;br /&gt;Aber die Maus vernascht nicht nur mein Saatgut. Sie geht auch hinter den Sack mit den Hornspänen und macht sogar vor dem Karton mit den Schneckenkörnern nicht Halt. Egal welches Gebinde ich anfasse, sobald ich es hochhebe, höre ich es Rieseln. Besonders getroffen hat mich ihre Attacke auf meinen Zuckermais. Über den habe ich kürzlich etwas für das Magazin oliv geschrieben und darum vom Hersteller ein grosses Briefchen für das Erstellen der Bilder bekommen. Als ich die Körner neulich in meinem Frühbeet ansäen wollte, gähnte mich nur noch das Loch im Papier an. Von den Körnern gab es keine Spur. &lt;br /&gt;Diese feindseligen Angriffe auf die Biodiversität meines Gartens müssen ein Ende haben. Das Wohl von Dill und Pflücksalat wieg schwerer als das Wohl einer einzelnen Maus. Aber ich überlasse die Entscheidung euch. Wer sich inspirieren lassen will, dem empfehle ich diesen &lt;a href="http://www.atlantbieri.ch/2010/10/die-mausefangerin.html"&gt;Artikel über die einzige Mäusefängerin der Schweiz&lt;/a&gt;. Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.*&lt;br /&gt;&lt;h2 class="title"&gt;Soll die Maus getötet werden?&lt;/h2&gt;&lt;div class="widget-content" id="widget-content"&gt;&lt;iframe allowtransparency="true" frameborder="0" height="140" name="poll-widget-5558907744949149659" src="http://www.google.com/reviews/polls/display/-5558907744949149659/blogger_template/run_app?txtclr=%23191919&amp;amp;lnkclr=%232198a6&amp;amp;chrtclr=%232198a6&amp;amp;font=normal+normal+16px+Arial%2C+Tahoma%2C+Helvetica%2C+FreeSans%2C+sans-serif%3B&amp;amp;hideq=true&amp;amp;purl=http%3A%2F%2F15082010.blogspot.com%2F" style="border: medium none; width: 100%;"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="clear"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="widget-item-control"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="item-control blog-admin"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a class="quickedit" href="http://www.blogger.com/rearrange?blogID=2024217553053488591&amp;amp;widgetType=Poll&amp;amp;widgetId=Poll1&amp;amp;action=editWidget&amp;amp;sectionId=sidebar-left-1" onclick="return _WidgetManager._PopupConfig(document.getElementById(&amp;quot;Poll1&amp;quot;));" target="configPoll1" title="Bearbeiten"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="18" src="http://img1.blogblog.com/img/icon18_wrench_allbkg.png" width="18" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="clear"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;*Das ist übrigens von Shakespeare. Nur damit mich niemand eines Plagiates beschuldigt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6360250904706745204?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6360250904706745204/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/sein-oder-nichtsein.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6360250904706745204'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6360250904706745204'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/sein-oder-nichtsein.html' title='Sein oder Nichtsein'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-a4rnp0ohMPA/Tassx_vgpHI/AAAAAAAACEI/EoKj6mzc4fM/s72-c/DSC_0204.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-345594785733049548</id><published>2011-04-12T16:07:00.000+02:00</published><updated>2011-04-12T16:07:36.637+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Kamikaze-Sutra</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-3yFRCcOZZ-M/TaRcAf3gvcI/AAAAAAAACDw/2MDTflBnNzI/s1600/wildbiene.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="302" src="http://1.bp.blogspot.com/-3yFRCcOZZ-M/TaRcAf3gvcI/AAAAAAAACDw/2MDTflBnNzI/s400/wildbiene.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Rote Mauerbienen bei einem Schäferstündchen. Es waren&lt;br /&gt;sogar mehrere Stunden. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wildbienen unterscheiden sich zu den Honigbienen nicht nur in ihrer solitären Lebensweise, sondern auch in ihrem Sexualverhalten. Am Wochenende konnte ich ein glücklich vereintes Pärchen der Roten Mauerbiene beobachten. Während Stunden sonnten sie sich an der Hauswand und kopulierten dabei in aller Ruhe vor sich hin. Die Linse meiner Kamera störte sie überhaupt nicht. Ab und zu spazierte das Weibchen, auf dessen Rücken das kleinere Männchen sass, einige Zentimeter, dann hielt es wieder inne und konzentrierte sich nur noch auf den Liebesakt. Aber abgesehen davon, dass sich die Hinterteile der beiden berühren, gab es nicht viel zu sehen. &lt;br /&gt;Dramatischer spielt sich die Paarung bei den Honigbienen ab. Im Flug packt das Männchen (Drohne) die zukünftige Königin und führt seinen Penis sogleich ein. Interessanterweise lähmt dieses Vorgehen das Männchen komplett. Es hängt hilflos und bewegungsunfähig an seiner Angebeteten. Bei uns Menschen würde ein solches Verhalten in einer frustvollen Nacht enden, doch eine Honigbienen-Dame hat ihren Mann jetzt genau dort, wo sie ihn haben will: als wehrlosen Körper, dessen einzige Aufgabe es ist, seine Spermien in sie zu übertragen. Das macht sie denn auch gleich selbst. Mit einer heftigen Kontraktion ihres Hinterleibes presst sie den Samen aus seinem Penis heraus. Der plötzliche Druckanstieg in seinem besten Teil überträgt sich auf seinen Hinterleib. Das arme Männchen explodiert mit einem hörbaren Knall und stürzt zerfetzt zu Boden. Sein einziger Trost besteht darin, dass die neue Königin mit seinem Samen viele Tausend Arbeiterinnen zeugen wird. &lt;br /&gt;Bei den Wildbienen ist die Paarung zwar viel harmonischer, aber ganz ohne Störung geht es doch nicht. Ich beobachtete, dass immer wieder andere Männchen im Sturzflug auf die beiden Vereinten zuflogen und erst im letzten Augenblick abdrehten. Vielleicht wurden sie von den Duftstoffen des Weibchens angelockt und merkten erst, dass es schon besetzt ist, als sie ganz dicht dran waren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-345594785733049548?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/345594785733049548/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/kamikaze-sutra.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/345594785733049548'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/345594785733049548'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/kamikaze-sutra.html' title='Kamikaze-Sutra'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-3yFRCcOZZ-M/TaRcAf3gvcI/AAAAAAAACDw/2MDTflBnNzI/s72-c/wildbiene.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2366072439673946411</id><published>2011-04-03T17:48:00.003+02:00</published><updated>2011-04-08T09:23:31.478+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Wildbienenghetto</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-50boGgTwzTQ/TZiWFTcj1VI/AAAAAAAACDA/sfRvXazstVU/s1600/ghetto.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/-50boGgTwzTQ/TZiWFTcj1VI/AAAAAAAACDA/sfRvXazstVU/s400/ghetto.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Hotel für Wildbienen aus Recyclingmaterialien. Oder&lt;br /&gt;sollte man von Ghetto sprechen?&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wer dafür sorgt, dass aus einer Apfelblüte ein Apfel wird oder aus einer Kirschblüte eine Kirsche, weiss heute dank der Zeichentrickserie «Biene Maya» jedes Kind. Genau, die Honigbiene. Aber mindestens ebenso verantwortlich dafür sind die Wildbienen. Von ihnen gibt es allein in Europa 2100 Arten. Im Unterschied zur Honigbiene leben sie in freier Wildbahn und sind nicht auf die Fürsorge der Menschen angewiesen. Die meisten von ihnen sind Einzelgängerinnen und ziehen ihren Nachwuchs ohne die Tausenden von Helferinnen auf, wie das bei der Honigbiene der Fall ist. Ihre Brut legen sie auch nicht in Waben aus Wachs, sondern in hohle Äste von Sträuchern und Bäumen.&lt;br /&gt;Wildbienen kann man im eigenen Garten oder auf dem Balkon ganz einfach fördern, indem man Nisthilfen aufstellt. Hier eine Anleitung zum Bau eines einfachen Modells aus Recyclingmaterialien. Benötigt wird: eine alte Zeitung, eine leere Plasticmilchflasche, eine Schere, Tesafilm und Bastelleim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;1.&lt;/b&gt; Die Doppelseite einer Zeitung falten und mit einer Schere in vier gleichgrosse Rechtecke zerschneiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;2. &lt;/b&gt;Diese doppellagigen Papierstücke mit Hilfe eines Bleistifts von der kürzeren Seite her zu Röhren rollen und mit je zwei Stück Klebstreifen fixieren. Anstatt eines Bleistifts abwechslungsweise eine Stricknadel oder einen Kochlöffel verwenden. So entstehen Röhren mit unterschiedlichen Durchmessern. Ideal ist eine Streuung von 2 bis 10 Millimeter, da jede Wildbienenart einen anderen Durchmesser vorzieht. Es müssen zwischen 40 und 50 Röhren hergestellt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;3.&lt;/b&gt; Den oberen Teil einer sauberen und trockenen Plasticmilchflasche mit einer Schere oder einem Teppichmesser abschneiden. Optional kann ein kleines Vordach stehen gelassen werden. Die Zeitungsröhren werden nun gebündelt und mit einem Stück Zeitungspapier satt umwickelt. Mit zwei Stück Klebstreifen fixieren. Auf die Seiten den Bündels etwas Bastelleim geben und dann in die Milchflasche schieben. Auf diese Weise fallen die Röhren nicht mehr von selbst heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;4.&lt;/b&gt; Die fertige Nisthilfe ein bis zwei Meter ab Boden mit Schnur oder Klebband starr montieren (nicht aufhängen). Am besten wählt man einen überdachten Standort, damit die Papierröhren nicht nass werden. Gute Plätze sind: Balkone, Fensterbretter, Lücken in einer Holzbeige oder unter Vordächern von Gartenhäuschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinweis: Die Wildbienen quartieren ihren Nachwuchs im Sommer in die Röhren ein. Dieser überwintert in ihnen als Puppen, die im folgenden Frühling schlüpfen. Die Nisthilfe muss also über den Winter in Ruhe gelassen werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2366072439673946411?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2366072439673946411/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/wildbienenghetto.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2366072439673946411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2366072439673946411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/04/wildbienenghetto.html' title='Wildbienenghetto'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-50boGgTwzTQ/TZiWFTcj1VI/AAAAAAAACDA/sfRvXazstVU/s72-c/ghetto.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-872883771980830848</id><published>2011-03-14T20:37:00.002+01:00</published><updated>2011-06-21T21:43:58.535+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilzzucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><title type='text'>Stahlbetonverdauer</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/--TT655MYbJQ/TX5sgj2yY3I/AAAAAAAACC4/pGVmyaKL7YQ/s1600/DSC_0029.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="https://lh3.googleusercontent.com/--TT655MYbJQ/TX5sgj2yY3I/AAAAAAAACC4/pGVmyaKL7YQ/s400/DSC_0029.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Baumstumpf, den wir kürzlich&lt;br /&gt;abgesagt haben. Die Verdauungs-&lt;br /&gt;tätigkeit der Pilze hat schon zwei&lt;br /&gt;Drittel des Stammes zerfressen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Stahlbeton. Das ist der Stoff, aus dem die Träume jedes Architekten sind. Dank ihm haben sich unsere Gebäude vom Boden verabschiedet und sind in unvorstellbare Höhen gewachsen. Eine ähnliche Revolution gab es einst bei den Pflanzen. Dank der Erfindung des Holzes waren Bäume von mehreren Metern Höhe überhaupt erst möglich. Ein Hauptbestandteil von Holz ist das so genannte «Lignin». Diese Substanz besitzt einen hohen Kohlestoffgehalt und eine hohe Dichte. Es umgibt jede einzelne Zelle wie ein Gehäuse aus Beton und bewahrt sie so davor, unter den vielen Tonnen Gewicht eines Baumes zu kollabieren.&lt;br /&gt;Jetzt ist klar, warum wir Menschen uns nicht von Holz ernähren. Es wäre dank des Lignins zwar sehr energiereich, aber zugleich ist es für unseren Magen komplett unverdaulich. Es gibt jedoch viele Lebewesen, die kein Problem damit haben. Pilze waren wohl die ersten, die dem Lignin mit Erfolg zu Leibe rückten. Dazu benötigen sie weder gute Zähne noch einen mit Säure gefüllten Magen. &lt;br /&gt;Stattdessen vertrauen sie ganz auf die Kraft der Laccasen, das sind Enzyme, die das Lignin zersetzen. Die Pilze geben es einfach in die Umgebung ab und warten, bis es seine Arbeit getan hat. Danach machen sie sich über das nicht mehr ganz so harte Holz her.&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-8zAaKzs8vkI/TX5sd5VpI3I/AAAAAAAACC0/2otHmeTXj2Q/s1600/DSC_0018.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="https://lh3.googleusercontent.com/-8zAaKzs8vkI/TX5sd5VpI3I/AAAAAAAACC0/2otHmeTXj2Q/s400/DSC_0018.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die vom Kräuterseitling durchwachsenen Reiskörner... &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Laccasen sind so mächtige chemische Verbindungen, dass die Forschung nun daran arbeitet, sie für die Papierindustrie oder die Abwasseraufbereitung nutzbar zu machen. Das ist allerdings nicht so einfach, denn bislang ist es nicht möglich, Laccasen in grossen Mengen herzustellen. Die Pilze gehen offenbar selber so haushälterisch mit dem Stoff um, dass sie sich nur schwer dazu bewegen lassen, mehr als nötig davon auszuscheiden. &lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="https://lh4.googleusercontent.com/-DqzjHSMe46U/TX5sbqNXrMI/AAAAAAAACCw/2kcGj7AbQ_k/s1600/DSC_0010.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="https://lh4.googleusercontent.com/-DqzjHSMe46U/TX5sbqNXrMI/AAAAAAAACCw/2kcGj7AbQ_k/s400/DSC_0010.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;... kommen in den Plasticsack mit den&lt;br /&gt;abgekochten Holzdübeln. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;Hier der zweite Teil der Anleitung zur Pilzzucht (&lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/01/wir-sind-pilz.html"&gt;erster Teil&lt;/a&gt; / &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/06/fungitarier.html"&gt;dritter Teil&lt;/a&gt;):&lt;br /&gt;1. Im Baumarkt eine Packung Hartholzdübel kaufen und in eine Schüssel mit Wasser geben. Über Nacht stehen lassen.&lt;br /&gt;2. Die gewässerten Dübel in einer Pfanne eine halbe Stunde abkochen, damit fremde Pilzkeime abgetötet werden. &lt;br /&gt;3. Dübel mit kaltem Wasser spülen und dann auf einem Tuch etwas abtrocknen lassen. &lt;br /&gt;4. Je die Hälfte der Dübel in zwei Plasticsäcke füllen und ein paar der pilzüberwucherten Reiskörner dazugeben. &lt;br /&gt;5. Die Öffnung der Plastiksäcke umschlagen (damit die Luft noch zirkulieren kann) und im Keller auf einem Gestell lagern. In den nächsten Wochen wird der Pilz die Dübel komplett überwuchern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-872883771980830848?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/872883771980830848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/03/stahlbetonverdauer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/872883771980830848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/872883771980830848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/03/stahlbetonverdauer.html' title='Stahlbetonverdauer'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh3.googleusercontent.com/--TT655MYbJQ/TX5sgj2yY3I/AAAAAAAACC4/pGVmyaKL7YQ/s72-c/DSC_0029.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1417579441095359703</id><published>2011-02-26T17:27:00.000+01:00</published><updated>2011-02-26T17:27:30.106+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='VIP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die zweite Haut</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh5.googleusercontent.com/-X6GcuWlCFMo/TWkpgy_oMvI/AAAAAAAACCY/teYvSB6h9i0/s1600/moos.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="https://lh5.googleusercontent.com/-X6GcuWlCFMo/TWkpgy_oMvI/AAAAAAAACCY/teYvSB6h9i0/s400/moos.JPG" width="271" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Wo kein Gras wächst, da bedeckt Moos&lt;br /&gt;meinen Garten. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Unser Rasen hat seit 50 Jahren keinen Krümel Dünger erhalten. Schlimmer noch, durch das regelmässige Rasenmähen entziehe ich dem Boden ständig Nährstoffe und lasse ihn so Phosphor, Kali und Stickstoff bluten. Die Gräser finden das alle nicht so toll und haben sich daher auf die wirklich sonnigen Abschnitte beschränkt. Dort sind sie noch Herrscher über den Garten. Aber wo die Bedingungen auch nur wenig düsterer sind, da siechen sie dahin. Das ist gefährlich, denn wo die Pflanzendecke fehlt, ist der Boden ungeschützt Wasser und Wind ausgeliefert. Eine karge Wüste wird sich schliesslich bilden und ich werde meine Würstchen im Sommer zwischen Sanddünen grillen. &lt;br /&gt;Zum Glück hat die Natur längst vorgesorgt. Überall dort, wo Wasser, Nährstoffe oder Licht nur ungenügend vorhanden sind, überzieht eine Ersatzhaut den kargen Boden. Sie besteht aus ganz einfachen Pflanzen, die schon vor den Dinosauriern die Erde mit Leben füllten. Es sind die Algen, die Flechten und die Moose. Sie sind eine Art Selbstschutz für den Boden, die immer dann zu spriessen beginnen, wenn sich die höher entwickelte Vegetation wie Gänseblümchen oder Klee aus irgendeinem Grund verabschieden. So sorgt die Natur dafür, dass die wertvollste Ressource, der Boden, immer vor Erosion geschützt ist. Moose, Algen und Flechten halten die losen Erdkrümel zusammen, speichern Wasser und bilden ein Mikro-Ökosystem, in dem sich winzige Tiere wie Springschwänze, Milben und Pseudoskorpione tummeln. &lt;br /&gt;Biologen nennen diese zweite Haut der Erde «biologische Kruste». Sie bedeckt rund ein Drittel der globalen Landmasse. Man findet sie in den Polregionen, in Wüsten, im Hochgebirge oder in ungedüngten Gärten gleich hinter dem Haus. Für die Menschen sind Krusten noch aus zwei weiteren Gründen von Bedeutung. Erstens sind sie hervorragende Schuhabtreter, die sich immer wieder selbst reinigen. Und zweitens binden sie einen Teil unseres jährlichen CO2-Ausstosses und lagern ihn als Kohlenstoff im Boden ein. Auf diese Weise wirken sie der Klimaerwärmung entgegen.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://videos.arte.tv/de/videos/die_verletzliche_haut_der_erde-3725020.html" target="_blank" title="Link zum Film"&gt;&lt;br /&gt;Mehr über die zweite Haut der Erde zeigt dieser Film auf ARTE&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1417579441095359703?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1417579441095359703/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/die-zweite-haut.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1417579441095359703'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1417579441095359703'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/die-zweite-haut.html' title='Die zweite Haut'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh5.googleusercontent.com/-X6GcuWlCFMo/TWkpgy_oMvI/AAAAAAAACCY/teYvSB6h9i0/s72-c/moos.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7510250241913556087</id><published>2011-02-17T20:36:00.000+01:00</published><updated>2011-02-17T20:36:04.733+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='VIP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der Geist aus dem Blumentopf</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-IrFJK8OOTaQ/TV14KwpncWI/AAAAAAAACCA/t3GWsW7LbB4/s1600/DSC_0137.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://3.bp.blogspot.com/-IrFJK8OOTaQ/TV14KwpncWI/AAAAAAAACCA/t3GWsW7LbB4/s400/DSC_0137.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;In der Dunkelheit der Garage spriessen bei&lt;br /&gt;meiner Avocado neue Blätter.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;In meiner dunklen Garage gleich neben der &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/01/vip-very-important-plant.html"&gt;unglücklichen Aloe vera &lt;/a&gt;steht eine Pflanze, die offenbar alles andere als traurig darüber ist, dass sie vorübergehen eingekerkert wurde: die Avocado. Sie habe ich letzten Sommer aus einem Samen gezogen und jetzt beginnt sie aus einem undefinierbaren Grund einen neuen Satz junger Blätter auszutreiben. Offenbar besitzt sie ein verborgenes Energiereservoir, oder dann ist sie einfach eine beharrliche Optimistin, die auch in der dunkelsten Stunde ihres Daseins auf neues Leben und auf baldiges Sonnenlicht hofft. &lt;br /&gt;Die Maya-Mythologie liefert aber noch eine andere Erklärung: Einer meiner verstorbenen Vorfahren wurde als Avocado wiedergeboren und versucht mich nun davon abzubringen, dass ich ihn auf den Komposthaufen werfe. Genau das pflege ich nämlich mit kränkelnden Pflanzen zu tun. Und die Avocado sieht mit ihren fleckigen Blättern nicht gerade gesund aus. Dass ich ihr in der ohnehin schon überfüllten Garage ein Winterquartier gab, ist reine Neugier meinerseits. Ist es möglich, diese subtropische Pflanze auf so eine brachiale Art und Weise über den Winter zu bringen? Jetzt weiss ich, dass die Antwort «ja» lautet. Das Experiment war erfolgreich. Vielleicht nur dank des Geistes aus dem Blumentopf, der mir mit seinem neuen Blätterkranz sagen möchte: «Hallo Atlant, hier spricht dein Grossvater. Ich hätte ab März bitte wieder einen Platz an der Sonne. Also komm nicht auf dumme Gedanken.» Vor dreitausend Jahren wäre ich mit dieser Erklärung durchgekommen. Die Mayas glaubten, dass in Fruchtbäumen ihre verstorbenen Verwandten wiedergeboren werden. Darum pflanzten sie unter anderem Avocados in ihre Gärten, damit die Familie wieder beisammen sein konnte. &lt;br /&gt;Heute werden Avocados jedoch aus ganz anderen Gründen angebaut. Die Frucht ist ein Exportschlager. Zweieinhalb Millionen Tonnen werden weltweit pro Jahr produziert. Das ist zwar weniger als die Hälfte der Apfelproduktion, aber wenn man das Gewicht in Kilokalorien umrechnet, dann liefern die Avocados der Menschheit mit Fünfeinhalb Billionen Kilokalorien doppelt so viel Energie wie die Äpfel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7510250241913556087?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7510250241913556087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/der-geist-aus-dem-blumentopf.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7510250241913556087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7510250241913556087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/der-geist-aus-dem-blumentopf.html' title='Der Geist aus dem Blumentopf'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-IrFJK8OOTaQ/TV14KwpncWI/AAAAAAAACCA/t3GWsW7LbB4/s72-c/DSC_0137.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5081056082310247945</id><published>2011-02-09T20:39:00.001+01:00</published><updated>2011-04-13T13:04:34.390+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><title type='text'>Tod im Backofen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TVLs_SOLshI/AAAAAAAACBE/mJxBR7eOOrE/s1600/DSC_0077.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TVLs_SOLshI/AAAAAAAACBE/mJxBR7eOOrE/s400/DSC_0077.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ohne Hefe, kein Brot. Trotzdem scheinen wir nicht viel&lt;br /&gt;übrig zu haben für die kleinen Pilze.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;In unserer Küche steht eine silbergraue Metallbox etwa von der Grösse einer Zigarrenkiste. Darin befindet sich alles, was man neben Eier, Butter und Mehl sonst noch zum Backen braucht: Rum-Aroma, Vanillin-Zucker, Backpulver, zwei Röhrchen mit Vanilleschoten, Zimtpulver und natürlich Trockenhefe. Bei letzterer bin ich kürzlich ins Grübeln gekommen, denn sie besteht nicht wie Zimtpulver aus totem Pflanzenmaterial, sondern aus lebenden Pilzen. &lt;br /&gt;Allerdings sind sie in einer Art Tiefschlaf. In einem technischen Verfahren wurden Millionen von ihnen zu kleinen Würstchen gepresst, getrocknet und dann in Briefchen zu sieben Gramm abgefüllt. Wenn man es schüttelt, tönt es nach Plastic oder Salz. Aber da drin ist geballtes Leben. Die Inhaltsangabe auf der Rückseite bestätigt es: «Zutaten: Trockenhefe &lt;i&gt;Saccharomyces cerevisiae&lt;/i&gt;». &lt;br /&gt;Nie ist mir in meinen eigenen vier Wänden ein Lebewesen begegnet, das der Mensch so vollkommen für seine Zwecke instrumentalisiert hat. Ich meine, die Rosen in meiner Rabatte sind alles andere als pflegeleicht. Die muss man mit der richtigen Menge Dünger gütig stimmen, muss ihnen den Boden lockern, ihre empfindlichen Zweige mit Pflanzenschnur umgarnen, nur damit sie nach langen Monaten erblühen und wir sie endlich so haben, wie wir sie wollen.  &lt;br /&gt;Aber Trockenhefe reisst man einfach auf, schüttet sie ins Mehl, fügt Wasser hinzu und das war’s. Da muss ich nicht erst Unkraut jäten gehen, bis ich Schwielen an den Händen habe, damit etwas läuft. Nein – an der Hefe hat die Menschheit ein Exempel statuiert. Es ist die vollkommene Unterwerfung einer Art, die perfekte Planung jedes Atemzugs eines Lebewesens, die Hausfrauentauglichmachung eines Stücks Biodiversität. &lt;br /&gt;Das Schlimmste dabei ist, wie respektlos wir die Hefe behandeln. Die kleinen Pilze lieben Zucker. Aber wir wissen nichts Besseres zu tun, als sie in eine Schüssel voller Weizenstärke (Mehl) zu werfen. Wie sie das nerven muss! Statt gleich mit Fressen beginnen zu können, müssen sie die Stärke erst mühsam mit Hilfe von Enzymen in Zucker aufbrechen. &lt;br /&gt;Den Zucker verdauen sie und scheiden als Abfallprodukte Alkohol und Kohlendioxid aus (dasselbe passiert auch beim Bierbrauen). Das Gas – man könnte sagen die Fürze der Hefe – machen den Teig schön luftig und locker. Und unser ganzer Dank besteht darin, dass wir das Rad am Backofen auf 200 Grad drehen und die kleinen Helfer in den Massentod schicken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5081056082310247945?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5081056082310247945/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/tod-im-backofen.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5081056082310247945'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5081056082310247945'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/tod-im-backofen.html' title='Tod im Backofen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TVLs_SOLshI/AAAAAAAACBE/mJxBR7eOOrE/s72-c/DSC_0077.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5361026490854027115</id><published>2011-02-02T15:48:00.000+01:00</published><updated>2011-02-02T15:48:04.910+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><title type='text'>Aus einem Haufen Dreck</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TUluN0NCsvI/AAAAAAAACAw/5VETVnftpQA/s1600/DSC_0066.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TUluN0NCsvI/AAAAAAAACAw/5VETVnftpQA/s400/DSC_0066.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Maulwürfe in meinem Garten bringen die wertvollste&lt;br /&gt;Ressource der Erde ans Licht: Boden.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;So sieht mein schlimmster Albtraum aus:&lt;br /&gt;Ich klaube ein Zweifrankenstück aus der Brieftasche, schiebe es in den Schlitz am Einkaufswagen und fahr los. Ich setzte Kurs auf den Salat. Er steht als erstes auf meiner Liste. Ein absolutes Muss. Salat ist knackig, er ist Frühling, Sommer, Herbst und Winter in einem. Er hat etwas Frisches und Leichtes. Beim Kopfsalat strecke ich meine Hand aus, lege die Finger um das kühle, taufrische Grün und – er bewegt sich nicht. Er ist wie festgewachsen am Gestell und rückt keinen Millimeter. Beim nächsten geht es mir genau so und auch beim übernächsten. Ich probiere alle Köpfe durch und schaue mich dann hilflos nach einem Mitarbeiter um. Zu meinem Schrecken steht einer gerade hinter mir und lacht. «Haben Sie das Schild nicht gelesen?», sagt er. «Welches Schild?» Sein Finger zeigt nach oben. Über der Theke steht geschrieben: «Geschätzte Kunden, ab heute haben wir das Gewicht unserer Produkte angepasst. Neu wiegen sie so viel, wie der Boden, den sie benötigen, um zu wachsen. Wir danken für Ihr Verständnis.»&lt;br /&gt;Mein Gehirn beginnt zu rechnen: Kopfsalate gedeihen in einem Abstand von 30 Zentimeter zu einander. Das heisst, jeder hat etwa eine Fläche von zwei Quadratdezimeter zur Verfügung. Darunter erstreckt sich der Boden bis in eine Tiefe von zwei Metern. Das macht 45 Kilogramm Boden pro Salat. Oh je. Mit aller Kraft hieve ich schliesslich zwei in den Einkaufswagen. Dann weiter zur Milch.&lt;br /&gt;Die wird wohl nicht so schwer sein. Aber als ich die Literflasche vom Stapel nehme, breche ich mir fast den Arm. Die Flasche fällt runter und zerplatzt. Reihum treffen mich entsetzte Blicke. Eine Kuh benötigt für jeden Liter Milch, der aus ihrem Euter sprudelt, dreieinhalb&amp;nbsp; Kilo Gras – so viel wie auf 1,4 Quadratmeter Wiesland wachsen. Das macht rund drei Tonnen Boden. Ich blicke auf die Milchflasche und denke, dass sie mir sowieso schwer im Magen gelegen hätte.&lt;br /&gt;Als ich bezahle, schaut mich die Kassiererin fragend an. «Sie sind wohl auf Diät.» Das Förderband quietscht unter den 90 Kilogramm Salat. Wehmütig denke ich an den Bergkäse, das Mangojoghurt und den Parmaschinken, die ich Mangels Bizeps zurücklassen musste. Unten in der Garage reissen die Tragriemen der Papiertüte und die Salate purzeln auf den Boden. In der Küche beim Rüsten verbiegt sich Theke und beim Anrichten zerspringt der Teller. Als ich die erste Gabel voll nehme, kriege ich den Mund nur mit Mühe zu und danach habe ich das Gefühl, einen Elefanten verschluckt zu haben.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber eben, das ist zum Glück nur mein schlimmster Alptraum. Vom Gewicht des Bodens kriegen wir in der realen Welt nichts mit. Wir kaufen mit Leichtigkeit ein, ohne einen Gedanken an die wichtigste Ressource dieser Welt zu verschwenden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5361026490854027115?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5361026490854027115/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/aus-einem-haufen-dreck.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5361026490854027115'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5361026490854027115'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/02/aus-einem-haufen-dreck.html' title='Aus einem Haufen Dreck'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TUluN0NCsvI/AAAAAAAACAw/5VETVnftpQA/s72-c/DSC_0066.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2901626312597815731</id><published>2011-01-26T20:28:00.003+01:00</published><updated>2011-06-21T21:42:38.817+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilzzucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><title type='text'>Wir sind Pilz</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TUB0irKwCxI/AAAAAAAACAM/3Tbj_3u-5Ys/s1600/DSC_0063.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TUB0irKwCxI/AAAAAAAACAM/3Tbj_3u-5Ys/s400/DSC_0063.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Pilze lassen sich ganz einfach selber züchten.&lt;br /&gt;So geht's:&lt;br /&gt;1. Reis oder Getreidekörner 10 min kochen, auf Tuch&lt;br /&gt;etwas abtrocknen und in ein Konfitüreglas geben.&lt;br /&gt;2. Deckel drauf und im Backofen bei 80 Grad Celsius&lt;br /&gt;eine halbe Stunde sterilisieren.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;3. Von einem Pleurot (z.B. Kräuterseitling) aus dem&lt;br /&gt;Supermarkt mit einem sauberen Messer ein Stück aus&lt;br /&gt;dem Innern herausschneiden und ins Glas werfen.&lt;br /&gt;3. Deckel lose drauf und in eine Ecke im Büro stellen.&lt;br /&gt;(&lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/03/stahlbetonverdauer.html"&gt;zweiter Teil&lt;/a&gt; / &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2011/06/fungitarier.html"&gt;dritter Teil&lt;/a&gt;)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Pilze –&amp;nbsp;das sind die unsichtbaren Lebewesen, die sich immer dann sichtbar machen, wenn etwas zu feucht oder zu alt ist. Meistens muss man das Ding mit Pilzbefall wegwerfen, mit Fungizid behandeln oder dem Arzt zeigen, damit er ein Medikament dagegen verschreiben kann. Es stimmt schon; weltweit gibt es etwa 1,5 Millionen Pilzarten und die meisten davon kriegen wir so gut wie nie zu Gesicht, weil sie als feines Geflecht unter der Erde, in einem Möbelstück oder auf unserer Haut leben. Aber ein Prozent von ihnen – das sind immerhin 14 000 Arten – produziert einen grossen, schönen Fruchtkörper.&lt;br /&gt;Das ist ihre genussvolle Seite. Wir kennen sie alle: Austernpilz, Champignon Steinpilz, Trüffel. Sie schmecken uns Menschen sogar so gut, dass wir sie nicht nur in den Wäldern einsammeln gehen, sondern auf grossen Farmen anbauen. Das ist gut so, denn wenn der weltweite Hunger nach ihnen nur durch die wildlebenden Arten gedeckt werden müsste, gäbe es schon längst keine Pilze mehr. &lt;br /&gt;1961 wurden global rund dreihunderttausend Tonnen Speisepilze angebaut. Das machte damals pro Erdenbürger hundert Gramm pro Jahr. 2007 hatte sich die Produktion  verzehnfacht. Pro Kopf – inzwischen ist auch die Weltbevölkerung gewachsen – macht das bereits rund vierhundert Gramm Pilze pro Jahr. Offenbar scheinen wir in den letzten fünfzig Jahren unsere Vorurteile gegenüber diesen Lebewesen etwas abgebaut zu haben; unserem Gaumen sei Dank. &lt;br /&gt;Der grösste Produzent ist übrigens China. Auf sein Konto geht die Hälfte der weltweiten Produktion. Die Schweiz folgt hinter Deutschland, Australien und Vietnam auf Platz 26. Hierzulande bringen wir pro Jahr nur siebentausend Tonnen zustande. Das tönt nach wenig, ist aber pro Kopf fast ein Kilo. Die Schweizer sind eben echte Pilzesser.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2901626312597815731?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2901626312597815731/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/wir-sind-pilz.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2901626312597815731'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2901626312597815731'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/wir-sind-pilz.html' title='Wir sind Pilz'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TUB0irKwCxI/AAAAAAAACAM/3Tbj_3u-5Ys/s72-c/DSC_0063.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5822797101623535423</id><published>2011-01-18T13:07:00.001+01:00</published><updated>2011-01-18T13:08:33.854+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='VIP'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>VIP: Very Important Plant</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TTWATeOQ6II/AAAAAAAAB_8/RmUxB-KAXWc/s1600/DSC_0100.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TTWATeOQ6II/AAAAAAAAB_8/RmUxB-KAXWc/s400/DSC_0100.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;In der Garage überwintern bedeutet Stress&lt;br /&gt;für meine &lt;i&gt;Aloe vera&lt;/i&gt;.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Zum Glück gibt es keine &lt;i&gt;Aloe vera&lt;/i&gt; Gewerkschaft. Die hätte ich nämlich jetzt am Hals, wenn die sehen würden, wie ich meine Pflanze misshandle. Im Herbst habe ich sie einige Tage während des ersten Frostes draussen stehen lassen. Dabei sind ihr ein paar Blätter erfroren. Jetzt schmollt sie in der Garage. Dort ist es zwar bei 15 Grad Celsius angenehm warm, aber es gibt praktisch kein Licht während des Tages und das ist etwa so, als ob ein Mensch bei einem halben Stück Brot und einem Schnapsglas voll Wasser pro Tag den Winter verbringen müsste. So siecht das einstige Prunkstück dahin und wirft demonstrativ ein Blatt nach dem anderen ab. &lt;br /&gt;Dabei ist die &lt;i&gt;Aloe vera&lt;/i&gt; eine VIP, eine «Very Important Plant», und hätte besseres verdient. Sie steht in einer Reihe mit anderen grossartigen Pflanzen wie etwa der Weide oder dem Kaffe, die uns Menschen begehrte chemische Verbindungen wie das Aspirin oder das Koffein geschenkt haben. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TTWAVIOPIII/AAAAAAAACAA/DEW1DlWcQlc/s1600/DSC_0103.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TTWAVIOPIII/AAAAAAAACAA/DEW1DlWcQlc/s400/DSC_0103.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ob es meinem Hintern damit besser geht? Die Verbraucher-&lt;br /&gt;Zentrale Hessen meint nicht. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der &lt;i&gt;Aloe vera&lt;/i&gt; hat die gallertartige Masse im Innern ihrer Blätter zum Ruhm verholfen. In Scheibchen geschnitten und auf die Haut gelegt, heilt das Gel Verbrennungen, beschleunigt die Wundheilung und senkt das Infektionsrisiko. Das bestätigen sogar klinischen Studien. Aber mit ein bisschen Wundheilung wird man noch nicht berühmt. Die &lt;i&gt;Aloe vera&lt;/i&gt; musste warten bis die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie bei ihr anklopfte. Erst das richtige Marketing katapultierte die Pflanze in den VIP-Himmel. &lt;br /&gt;Heute gibt es fast kein Produkt, das nicht die Option «mit &lt;i&gt;Aloe vera&lt;/i&gt;» anbietet. Angefangen bei &lt;a href="http://lr-produkte24.de/images/Aloe_Vera_Handcreme-2010.jpg" target="_blank" title="Bild von einer Handcreme"&gt;Handcremes&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://soap.cosmicties.net/aloe%20vera%20soap.jpg" target="_blank" &gt;Seifen&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://imgs.tootoo.com/86/8b/868b964d669ba5eba67c8fdce994cb41.jpg" target="_blank"&gt;Getränken&lt;/a&gt;, gibt es heute sogar &lt;a href="http://www.mysupermarket.co.uk/Images/ExternalImages/ProductsDetailed/57/000057.jpg?ts=632948517880" target="_blank"&gt;Toilettenpapier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.bio-tierkost.de/images/yarrah_katze_schale_trut_pa.jpg" target="_blank"&gt;Katzenfutter&lt;/a&gt; mit dem begehrten Zusatzstoff. Die Wirkung von solchen Produkten auf die Gesundheit ist allerdings sehr fragwürdig. Vor allem der Verzehr der Pflanze bringe wenig, wie die Verbraucher-Zentrale Hessen in einem Merkblatt schreibt: «Inhaltsstoffe wie Aminosäuren, Vitamine oder Mineralstoffe liefern aufgrund der geringen Mengen keinen nennenswerten Beitrag zur Ernährung.» Sie geht sogar noch weiter und sagt: «Die meisten versprochenen heilenden Wirkungen sind nicht nachgewiesen.»&lt;br /&gt;Am besten ist es, sich eine Pflanze im Garten zu halten und bei Bedarf das Gel frisch aus den Blättern zu ernten. Überwintern lässt sich die VIP gerne im Wohnzimmer an einem hellen Fenster – vorausgesetzt, es gibt noch Platz. Andernfalls muss sie eben mit der Garage Vorlieb nehmen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5822797101623535423?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5822797101623535423/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/vip-very-important-plant.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5822797101623535423'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5822797101623535423'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/vip-very-important-plant.html' title='VIP: Very Important Plant'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TTWATeOQ6II/AAAAAAAAB_8/RmUxB-KAXWc/s72-c/DSC_0100.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-3875203572572700877</id><published>2011-01-11T13:54:00.001+01:00</published><updated>2011-01-13T11:18:17.779+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Service'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Und ewig lockt die Orchidee</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSxR2Ev2mII/AAAAAAAAB_A/95TDwXqK8Lw/s1600/20101205_060.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSxR2Ev2mII/AAAAAAAAB_A/95TDwXqK8Lw/s400/20101205_060.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Phalaenopsis vom Baumarkt. «Nimm mich jetzt!» ruft&lt;br /&gt;sie den Menschen im Vorbeigehen zu – und die gehorchen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Baumarkt ist einer der wohltuendsten Orte der zivilisierten Welt. Da gibt es Büchergestelle und Fernsehtische nach Mass zugeschnitten, einen Flirt mit der preisreduzierten Bohrmaschine und an der Kasse warte die Vorfreude auf den Hotdog von der Imbissbude neben dem Ausgang. Gleichzeitig gibt es in Baumärkten etwas Störendes – etwas, das wie ein Dorn im Hinterkopf steckt und auf Heilung wartet. Es ist eine Frage, die ich bei mir unter «grösste Rätsel der Menschheit» abgelegt habe: Woher kommen all die Orchideen? &lt;br /&gt;Wo man hinschaut stapeln sie sich. Phalaenopsis hier, Phalaenopsis dort. Weisse, rosarote, getüpfelte, grosse, kleine – auf dem Weg zur Bohrmaschine winken einem die prächtigen Blüten zuckersüss entgegen und rufen «Kauf mich! Kauf mich! Stell mich in dein Wohnzimmer!». In der Warteschlange an der Kasse darf ich nicht nach links oder rechts schauen, sonst geht das obszöne Geschrei schon wieder los. Interessanterweise können viele Baumarktgänger der Verlockung nicht widerstehen. Und statt sich nur ein kleines Pflänzchen als Souvenir mitzunehmen, packen sie sich gleich drei von der grössten Sorte auf ihren Einkaufswagen. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSxR6Dy7fYI/AAAAAAAAB_E/ChJD8-4RKLg/s1600/20101205_062.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSxR6Dy7fYI/AAAAAAAAB_E/ChJD8-4RKLg/s400/20101205_062.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Pflegetipp: Die Orchideen samt&lt;br /&gt;Übertopf in den Zimmerbrunnen&lt;br /&gt;stellen oder rundherum. Die erhöhte&lt;br /&gt;Luftfeuchtigkeit schafft ein etwas&lt;br /&gt;tropischeres Klima, was die Pflanzen&lt;br /&gt;sehr schätzen. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das liegt vielleicht am Preis. Denn oft kosten die mittelgrossen Exemplare nur fünf Franken, wie sich am roten Aufkleber mit dem Schriftzug «Aktion» erkennen lässt. Verwunderlich ist, dass anders als bei den Bohrmaschinen der Strom an preisreduzierten Orchideen nie abreisst. Für fünf Franken gibt es immer etwas. &lt;br /&gt;Nun, die Erklärung für das Rätsel im Baumarkt ist, dass Zierpflanzen einen beachtlichen Nutzen für die Volkswirtschaft erbringen. In Deutschland zum Beispiel werden jedes Jahr Zierpflanzen im Wert von 1,6 Milliarden Euros produziert. Für ein paar Geranien und Rosen ist das viel Geld. &lt;br /&gt;Aber was heisst ein paar? Für Orchideen, Sukkulenten und Primeln sind ganze 23 Quadratkilometer Deutscher Boden mit Glas überdacht. Das sind eine Menge Treibhäuser. Aber das reicht bei weitem nicht. Denn alle anderen Zierpflanzen, die es etwas kälter mögen, benötigen zusätzliche 49 Quadratkilometer Land.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Von dort kommen sie also, die Baumarkt-Schönheiten. Magnolien, Rhododendren, Pfingstrosen und Orchideen warten ungeduldig darauf, dass ein Mensch wie in Trance vor dem farbigen Bouquet in die Knie geht und die Brieftasche zückt. So spült die Vielfalt von Pflanzen Geld in die Kassen der Baumärkte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-3875203572572700877?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/3875203572572700877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/und-ewig-lockt-die-orchidee.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3875203572572700877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3875203572572700877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/und-ewig-lockt-die-orchidee.html' title='Und ewig lockt die Orchidee'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSxR2Ev2mII/AAAAAAAAB_A/95TDwXqK8Lw/s72-c/20101205_060.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1967467826845755938</id><published>2011-01-03T14:02:00.000+01:00</published><updated>2011-01-03T14:02:55.666+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die Naturgeschichte des Vogelfutters</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSHHX5LYBhI/AAAAAAAAB94/gItXp6CP_gQ/s1600/sonnenblume.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSHHX5LYBhI/AAAAAAAAB94/gItXp6CP_gQ/s400/sonnenblume.jpg" width="255" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Sonnenblumensamen:&lt;br /&gt;Begierde von Vögeln und&lt;br /&gt;Forschern gleichermassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Jetzt streiten sie wieder. Die Spatzen, die Grünlinge, die Meisen und die Amseln zanken sich um das Vogelfutter. Sie schüchtern sich gegenseitig mit Drohgebärden ein und führen sich auf, als ob es auf der Welt nichts Wertvolleres als Sonnenblumenkerne gäbe. Dabei steht in unserem Küchenschrank noch ein ganzer Sack voll – mehr als genug für alle. Aber das wissen sie natürlich nicht. &lt;br /&gt;Doch was will man den Vögeln schon vorwerfen, streiten sich doch sogar Wissenschaftler um Sonnenblumenkerne. Nicht, weil sie zu wenig zu essen haben, sondern weil der Ursprung der Sonnenblume unklar ist. Die gängige Lehrmeinung geht davon aus, dass die Indianer im Mississippi-Gebiet diese Nutzpflanze domestizierten. In der Region fanden Archäologen bereits Tausende gut erhaltene Samen, die bis zu 4500 Jahre alt sind.&lt;br /&gt;In den 90er Jahren entdeckten Forscher von Mexiko in einer Höhle nahe der Hauptstadt ebenfalls drei Samen. Ihr Alter: zweitausend Jahre. Seither streitet sich die Fachwelt darüber, ob der Ursprung der Sonnenblume am Mississippi oder in Mexiko liegt oder ob sie vielleicht zweimal unabhängig voneinander entstanden ist.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSHHZa6vhuI/AAAAAAAAB98/dt7KOYE0xww/s1600/sonnenblume2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSHHZa6vhuI/AAAAAAAAB98/dt7KOYE0xww/s400/sonnenblume2.jpg" width="263" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Woher kommen sie bloss? Aus Nord-,&lt;br /&gt;Mittel- oder Südamerika?&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Diesen September verkomplizierte sich die Geschichte noch mehr. Argentinische Forscher entdeckten in Südamerika, im nordwestlichen Patagonien, einen versteinerten, 47 Millionen Jahre alten Blütenkopf. Die Forscher ordneten ihn den Korbblütengewächsen zu. Das ist dieselbe Familie, zu der auch die Sonnenblume gehört.&lt;br /&gt;Ist die Versteinerung möglicherweise eine direkte Vorfahrin der heutigen Sonnenblumen? Wurden deswegen die ersten wilden Pflanzen vielleicht viel weiter südlich domestiziert, als die Wissenschaft heute annimmt? Viel Stoff für noch mehr Streit unter den Gelehrten. Die Amseln und Meisen kümmert das wenig. In ihrer Welt zählt nicht, woher ihr Futter kommt, sondern in welchem Magen es landet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1967467826845755938?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1967467826845755938/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/die-naturgeschichte-des-vogelfutters.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1967467826845755938'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1967467826845755938'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2011/01/die-naturgeschichte-des-vogelfutters.html' title='Die Naturgeschichte des Vogelfutters'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TSHHX5LYBhI/AAAAAAAAB94/gItXp6CP_gQ/s72-c/sonnenblume.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-526469039506744923</id><published>2010-12-03T20:44:00.004+01:00</published><updated>2010-12-03T20:49:15.424+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Randständig</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TPlI0cnheFI/AAAAAAAAB8w/xNjHkztfHsI/s1600/DSC_0203.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TPlI0cnheFI/AAAAAAAAB8w/xNjHkztfHsI/s400/DSC_0203.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5546544481955838034" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Rand zwischen Sein und Nichtsein.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der erste Schnee ist für die Tiere und Pflanzen im Garten eine Naturkatastrophe. Schnee ist kalt und er verdunkelt, was unter ihm begraben wird. Ein Alptraum für die meisten Lebewesen. Dennoch gibt es einen Schimmer Hoffnung. Es ist der Rand. Jede Katastrophe hat einen Rand, eine Zone, in der die Auswirkungen nicht so schlimm sind. Dort kann sich das Leben immer noch entfalten, dort muss es nicht darben.&lt;br /&gt;Der Rand in meinem Garten ist nicht schön rund, wie etwa der eines Tellers. Vielmehr ist er verschlungen, taucht auf und wieder ab. Ich finde ihn beispielsweise an der Hauswand. Sie ist durch den Dachvorsprung geschützt und darum fällt dort niemals Schnee. Im Sommer ist der Ort zwar etwas trocken, doch jetzt im Winter zeigt sich sein Vorteil. Die Pflanzen bleiben schneefrei und können noch in bescheidenem Mass Photosynthese betreiben.&lt;br /&gt;&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TPlI_oR5I_I/AAAAAAAAB84/fwhHRJg2SKo/s1600/DSC_0193.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 266px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TPlI_oR5I_I/AAAAAAAAB84/fwhHRJg2SKo/s400/DSC_0193.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5546544674064901106" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Das Frühbeet bietet dieser jungen&lt;br /&gt;Königskerze Schutz. Die Karotten&lt;br /&gt;müssen leiden.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ganz viele kleine Ränder gibt es um und in Bäumen. Das Moss auf der Unterseite von Ästen etwa ist vom Schnee geschützt. Auch es kommt dank diesem Rand selbst im Winter in den Genuss der Sonne. Das gleiche bei der Holzbeige. Ihre senkrechte Stirnseite erlaubt es den Schneeflocken nicht, sich festzusetzen. Nun zahlt es sich für die Erdbeere aus, dass sie sich während des Sommers auf ein karges Leben zwischen zwei Holzscheiten eingestellt hat. Ihre Kolleginnen liegen jetzt unter knöcheltiefem Schnee begraben und sie geniesst ihren Platz am Licht – am Rande der Naturkatastrophe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-526469039506744923?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/526469039506744923/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/12/randstandig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/526469039506744923'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/526469039506744923'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/12/randstandig.html' title='Randständig'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TPlI0cnheFI/AAAAAAAAB8w/xNjHkztfHsI/s72-c/DSC_0203.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6647566677026419814</id><published>2010-11-24T20:42:00.004+01:00</published><updated>2010-11-24T20:46:56.222+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Da ist der Wurm drin</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TO1q5rdsV1I/AAAAAAAAB8g/6Z5F8hmXwtk/s1600/DSC_0160.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 266px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TO1q5rdsV1I/AAAAAAAAB8g/6Z5F8hmXwtk/s400/DSC_0160.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5543204255515301714" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Pro 25 x 25 Zentimeter 6 Würmer.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Letztes Wochenende habe ich eine Volkszählung in meinem Garten durchgeführt. Mit dem Spaten hob ich aus dem Rasen ein quadratisches Stück von 25 Zentimeter Länge aus und 20 Zentimeter Tiefe. Den Erdblock schaufelte ich in einen Kübel und begann daraufhin systematisch zu suchen. Nach Würmern. Seit Jahren höre ich nun schon die Geschichte von den Würmern, die zu Hunderten und Tausenden unter unseren Füssen leben, ohne dass wir davon etwas mitbekommen. Aber wie viele sind es tatsächlich? Fünf pro Quadratmeter? Zwanzig? Zweitausend?&lt;br /&gt;Der Pfad zur Erleuchtung lautet in diesem Fall Spaten und Kübel. Zunächst fand ich in der leicht sandigen Erde gar nichts. Nur ein kleines Würmchen zeigte sich. Sollten das die vielbesungenen Heerscharen sein? Als ich mit dem wenig ergiebigen losen Erdreich fertig war, nahm ich mir die Wurzelschicht vor. Die ist etwa fünf Zentimeter dick. Vorsichtig schabte ich das Gemenge aus Graswurzeln und Erde Lage für Lage ab wie einen Raclettekäse. Als ich bis zum Gras durch war, hatte ich fünf zusätzliche Würmer beisammen. Das macht also sechs Stück für meinen Erdquader. Hochgerechnet auf einen Quadratmeter gibt das 96 Würmer. Immerhin.&lt;br /&gt;Allerdings sieht es noch viel eindrücklicher aus, wenn man es auf meinen ganzen Garten hochrechnet. Bei 1400 Quadratmeter gibt das 134 000 Würmer.&lt;br /&gt;&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TO1rQxeQMuI/AAAAAAAAB8o/lcehKnqpia0/s1600/DSC_0165.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TO1rQxeQMuI/AAAAAAAAB8o/lcehKnqpia0/s400/DSC_0165.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5543204652265255650" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Das ist Ed. Wurm 17 528 meines Gartens. Er&lt;br /&gt;wohnt im Komposthaufen.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6647566677026419814?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6647566677026419814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/da-ist-der-wurm-drin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6647566677026419814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6647566677026419814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/da-ist-der-wurm-drin.html' title='Da ist der Wurm drin'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TO1q5rdsV1I/AAAAAAAAB8g/6Z5F8hmXwtk/s72-c/DSC_0160.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-9179030973480740820</id><published>2010-11-18T20:13:00.005+01:00</published><updated>2010-11-21T11:20:09.898+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Schlafende Flut</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TOV7GrGGJ8I/AAAAAAAAB8M/c4sqW3YzlHk/s1600/wegschnecke.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 298px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TOV7GrGGJ8I/AAAAAAAAB8M/c4sqW3YzlHk/s400/wegschnecke.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5540970271126988738" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Rücken einer Spanischen Wegschnecke. Wo aber&lt;br /&gt;ist ihr Kopf? Links oder rechts? Die Auflösung&lt;br /&gt;steht unten*.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wenn sich die Umwelt nur ganz langsam verändert, dann nimmt man oft gar nicht wahr, dass etwas anders geworden ist. Doch als ich neulich bei kaltem Regenwetter durch den Garten stapfte, fiel es mir auf. Sie waren weg. Alle, einfach restlos alle. Die Nacktschnecken haben sich in Luft aufgelöst. Wie kann das sein?&lt;br /&gt;Vor wenigen Monaten noch waren sie so zahlreich, dass sie es sogar in die &lt;a title="Link zu 20 Minuten" href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/14294418" target="_blank"&gt;leserstärkste Zeitung&lt;/a&gt; der Schweiz schafften. Sie waren unübersehbar, allgegenwärtig. Meine Grossmutter war ab ihrer Flut so verzweifelt, dass sie einen ganzen Kübel von ihnen einsammelte und den Enten am See vorsetzte. Auf das Wohlergehen unseres Kopfsalates hatte die Aktion allerdings wenig Wirkung. Unter den verbleibenden Raspelzungen schmolzen ihre Köpfe dahin, wie Kugeln aus Pistazieneis in der Sonne.&lt;br /&gt;Jetzt ist der ganze Spuk vorbei. Die Ursache dafür ist schnell gefunden. Die Spanische Wegschnecke – die Hauptvertreterin unter den Nacktschnecken in unseren Gärten – stirbt im Herbst. Ihr ganzes Leben und Lieben vollzieht sich in einer einzigen Saison. Apropos lieben. Wegen ihm werde ich wohl die Schnecken im nächsten Jahr alle wiedersehen. Denn bevor die erwachsenen Tiere dahinscheiden, paaren sie sich und legen ihre Eier in Ritzen im Boden, unter Steine und in den Komposthaufen. Bis zu 400 Stück pro Schnecke. Und da sie alle sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsteile besitzen, legt jede von ihnen Eier. Es ist kaum vorstellbar, was da im Frühling aus dem Boden zu kriechen trachtet. Eine Super-Schneckenflut.&lt;br /&gt;Ich bereite mich schon mal mit der richtigen Lektüre vor. Da schreibt zum Beispiel eine Beamtin des dänischen Umweltministeriums in einem Faktenblatt: «Sammeln und töten ist die effizienteste Art, um die Spanische Wegschnecke in Schrebergärten loszuwerden.» Na dann viel Spass.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*rechts&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-9179030973480740820?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/9179030973480740820/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/schlafende-flut.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/9179030973480740820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/9179030973480740820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/schlafende-flut.html' title='Schlafende Flut'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TOV7GrGGJ8I/AAAAAAAAB8M/c4sqW3YzlHk/s72-c/wegschnecke.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1126139034782459132</id><published>2010-11-12T20:31:00.004+01:00</published><updated>2011-02-05T18:10:49.278+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Pflanzen-AIDS</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TN2XSe2AFjI/AAAAAAAAB8E/-R7yhBOFspQ/s1600/DSC_0034.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TN2XSe2AFjI/AAAAAAAAB8E/-R7yhBOFspQ/s400/DSC_0034.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5538749460508579378" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Von der Unterseite der Himbeerblätter regnet es&lt;br /&gt;schwarze Pilzsporen. Sie gehören zum Himbeerrost,&lt;br /&gt;einem Pilz, der sich von den Blättern ernährt.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Eine Pflanze könnte theoretisch ewig leben, denn sie besitzt eine besondere Art von Zellen, die Stammzellen. Diese altern nicht und produzieren in nie endender Folge Blätter, Blüten, Äste und Wurzeln. Und trotzdem bleibt ihr das ewige Leben verwehrt. Denn sie hat mächtige Gegenspieler, die nur eines im Sinn haben: sie zu fressen. Wir kennen sie alle unter dem harmlosen Begriff «Pilze». Doch diese Lebewesen, die weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren gehören, sind mörderische Zeitgenossen.&lt;br /&gt;Sie besitzen einen unersättlichen Appetit auf Zellulose, der Grundbaustoff, aus dem alle Pflanzen bestehen. Zellulose ist aus Zucker aufgebaut und genau hinter dem sind die Pilze her. Für sie ist eine Tanne oder ein Himbeerstrauch nichts weiter als ein grosser Kraftriegel. Die meisten Pflanzen haben kein Problem mit dieser Tatsache, weil sie eine breite Palette von Verteidigungen entwickelt haben. Dazu gehört zum Beispiel das Harz, das wie ein Fungizid wirkt, oder eine dicke Rinde, welche die Pilze daran hindert, einzudringen. Sind Eibe und Holunder also doch unsterblich? Nein.&lt;br /&gt;Eine kürzlich publizierte Studie* aus England zeigt, dass die Mühe mit den Abwehrmechanismen umsonst ist. Die Forscher fanden heraus, dass die meisten gesunden Bäume bereits mit einer Vielzahl von tödlichen Pilzen infiziert sind. Diese richten keinen Schaden an, solange der Baum gesund bleibt. Doch das ändert sich schlagartig, sobald er einen Ast verliert, sich verletzt oder an Wassermangel leidet. Dann schlagen die Pilze in seinem Innern zu. Dieser an AIDS erinnernde Krankheitsverlauf stellt die Forschung vor ein Rätsel. Denn bislang dachte man, die Pilze würden erst dann in einen Baum eindringen, wenn er bereits alt und schwach ist. Wie es die Pilze schaffen, die Verteidigung gesunder Bäume zu überwinden, weiss heute noch niemand. Und so schlummert vielleicht schon in vielen Pflanzen meines Gartens der Tod und wartet nur darauf, dass er dem vermeintlich ewigen Leben ein Ende setzen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*Parfitt D, et al., Do all trees carry the seeds of their own destruction? PCR reveals numerous wood decay fungi latently present in sapwood of a wide range of angiosperm trees, Fungal Ecology (2010)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1126139034782459132?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1126139034782459132/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/pflanzen-aids.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1126139034782459132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1126139034782459132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/pflanzen-aids.html' title='Pflanzen-AIDS'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TN2XSe2AFjI/AAAAAAAAB8E/-R7yhBOFspQ/s72-c/DSC_0034.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4527465485513068080</id><published>2010-11-07T20:33:00.003+01:00</published><updated>2011-05-16T15:38:25.720+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gene'/><title type='text'>Vom Winde verweht</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TNb_QRsdmQI/AAAAAAAAB78/SzNH3nSToAA/s1600/blattlaus.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5536893446991485186" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TNb_QRsdmQI/AAAAAAAAB78/SzNH3nSToAA/s400/blattlaus.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 271px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine geflügelte Blattlaus wartet darauf, bis sie der&lt;br /&gt;Wind wieder mit sich trägt.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Plötzlich sind sie da. Sie erscheinen auf Fensterscheiben, Hemden und Kinderwagen. Blattläuse sind sehr schlechte Flieger und die meiste Zeit in der Luft verbringen sie damit, sich vom Wind von einem Landeplatz zum nächsten klatschen zu lassen. So kommt es, dass sie wie Geister auftauchen, ganz anders als etwa eine Wespe, eine Biene oder eine Fliege, deren weit entwickelte Antriebssysteme einen Höllenkrach machen und es ihren Besitzern erlauben, es sich noch dreimal zu überlegen, ob sie nun überhaupt landen sollen oder nicht. Bei den Blattläusen entscheidet die Wucht des Windes über den Landeanflug.&lt;br /&gt;Ihr Problem ist, dass sie im Grunde gar nicht in die Luft gehören. Ihr Platz ist der Grashalm oder das Rosenblatt, wo sie der Pflanze ihren Saft stiehlt. Dazu benötigt sie zwei Dinge: Beine, um sich festzuhalten, und einen Rüssel, um zu saugen. Flügel sind vollkommen überflüssig. Es sei denn, das Jahr geht zu Ende und man muss mal dringend sein Winterquartier aufsuchen. Dann sind Flügel sehr hilfreich. Für diesen Fall hat ihnen die Natur Flügel-Gene geschenkt, die sie bei Bedarf aktivieren können. Ihrem Nachwuchs entspringen dann zwei Paar billige Schwingen auf den Rücken. Sie sehen aus, als ob sie aus Frischhaltefolie ausgeschnitten worden wären und sind gerade stabil genug, um die Blattlaus in die Luft zu kriegen. Mehr aber auch nicht. Wen wundert es da, dass die kleinen Insekten lausige Piloten sind. Ich würde sogar sagen, sie sind sogar ziemlich blattlausige Piloten. Da darf man keine fliegerischen Meisterleistungen erwarten, wie sie beispielsweise die Stubenfliege vollbringt. Nein, einmal in der Luft ist die Blattlaus den Elementen ausgesetzt. Geht der Wind nach links, geht auch sie nach links. Geht er nach rechts, geht sie nach rechts. Streift der Wind den Kinderwagen, landet die Blattlaus auf dem Kinderwagen. Streift der Wind ein zweites Mal, ist die Blattlaus weg.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4527465485513068080?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4527465485513068080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/vom-winde-verweht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4527465485513068080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4527465485513068080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/vom-winde-verweht.html' title='Vom Winde verweht'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TNb_QRsdmQI/AAAAAAAAB78/SzNH3nSToAA/s72-c/blattlaus.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6990444766150030255</id><published>2010-11-04T19:36:00.004+01:00</published><updated>2010-11-04T19:39:34.943+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Ein Hotel mit tausend Etagen</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TNL9pwaVX2I/AAAAAAAAB7o/Hr0bdSoQaEA/s1600/DSC_0029.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 266px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TNL9pwaVX2I/AAAAAAAAB7o/Hr0bdSoQaEA/s400/DSC_0029.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5535765785803579234" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Feuersalamander verkriecht sich&lt;br /&gt;eben im Asthaufen.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wenn Biologen beschreiben müssen, wo Tiere und Pflanzen leben, erzählen sie nicht von Alpenwiesen, die in den sternklaren Nächten vor Kälte erstarren, oder von einem Wald, der mit Moos überwachsen ist und nach frischen Pilzen duftet. Statt dessen begnügen sie sich mit dem etwas kargen Begriff «Lebensraum». Je nach Tierart fügen sie ihm noch etwas Anschaulichkeit hinzu, indem sie ein Adjektiv vorne hin stellen. Und so blüht das Männertreu im «alpinen Lebensraum» und der Fuchs durchstreift auf der Suche nach Essensresten den «urbanen Lebensraum». Aber wie sieht dieser Raum nun tatsächlich aus, in dem die Tiere Leben?&lt;br /&gt;In meinem Garten gibt es ein gutes Beispiel. Es ist der Asthaufen. Unser Exemplar ist über die Jahrzehnte zu einem ansehnlichen kleinen Hügel angewachsen. Er besteht aus allem, was zu grob für den Kompost ist. Also abgeschnittene Äste, dürre Stängel einjähriger Pflanzen oder Efeu, der von der Hauswand lassen musste. Dieses zuweilen starre und ungleiche Baumaterial fügt sich mit der Zeit zu einem grossen Gebäude zusammen, das aus unzähligen Zimmern und Stockwerken besteht. Ich nenne es das «Salamanderhotel». Tatsächlich lieben sowohl Feuersalamander als auch Blindschleichen den Asthaufen mit seinen unendlichen Möglichkeiten sich zu verkriechen.&lt;br /&gt;Wie viele von ihnen dort ein Zimmer genommen haben, sehe ich jeweils, wenn ich alle paar Jahre einmal den Haufen etwas saniere und umschichte, damit wieder neues Baumaterial auf ihm Platz bekommt. Die Stechgabel braucht nicht lange zu stochern und schon zeigen sich die verärgerten Hotelgäste. Salamander um Salamander purzelt aus den aufgerissenen Zimmern. Dazwischen ducken sich die Blindschleichen vor den herabstürzenden Wänden. Das also meinen die Biologen, wenn sie von «Lebensraum» sprechen – ein Hotel mit tausend Etagen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6990444766150030255?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6990444766150030255/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/ein-hotel-mit-tausend-etagen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6990444766150030255'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6990444766150030255'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/11/ein-hotel-mit-tausend-etagen.html' title='Ein Hotel mit tausend Etagen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TNL9pwaVX2I/AAAAAAAAB7o/Hr0bdSoQaEA/s72-c/DSC_0029.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1274665893665336201</id><published>2010-10-31T19:46:00.004+01:00</published><updated>2010-10-31T19:53:58.202+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Junkies in der Bahnhofstrasse</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TM26TnovnQI/AAAAAAAAB7g/iIePg_bwEXU/s1600/armani_01.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TM26TnovnQI/AAAAAAAAB7g/iIePg_bwEXU/s400/armani_01.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5534284363328363778" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Nein, Armani ist nicht Teil der Artenvielfalt der&lt;br /&gt;Bahnhofstrasse. Wohl aber die versteinerten Seelilien,&lt;br /&gt;aus denen die Plakette besteht.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es gibt keinen anderen Ort in der Schweiz, der das Stadtleben so sehr verkörpert wie die Bahnhofstrasse in Zürich. Teure Läden, Banken und Hotels stehen hier in Reih und Glied. Trams fahren im Minutentakt und ganze Blechlawinen von Autos zwängen sich durch die Querstrassen. Und dazwischen ergiessen sich endlose Massen von Menschen. Die Gebäude links und rechst schlucken sie und speien sie wieder aus in nie endender Folge.&lt;br /&gt;So unwahrscheinlich es auch klingen mag, genau in diesem Getümmel liegt eine spannende Natur-Safari verborgen. Da gibt es Efeu, der mit einem Baum um die Vorherschafft kämpft, kleine Algen, die unter der Neonbeleuchtung angesagter Hotels wachsen, und Gräser, die wie Junkies die ganzen Abgase in sich aufsaugen und Dank ihnen wunderbar gedeihen.&lt;br /&gt;Weil das alles nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, habe ich jetzt eine Karte dazu verfasst. Sie führt euch in einer halben Stunde durch die Naturwunder der Bahnhofstrasse. Ihr könnt die Karte entweder unten im Fenster betrachten oder auf &lt;a href="http://www.wildcity.ch/"&gt;www.wildcity.ch&lt;/a&gt; klicken und so auf die Grossansicht zugreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spass auf der Safari!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.com/maps/ms?hl=de&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;t=h&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=117596841401229444613.00048e811112699f3cb4b&amp;amp;ll=47.372315,8.550282&amp;amp;spn=0.027901,0.054932&amp;amp;z=14&amp;amp;output=embed" frameborder="0" height="480" scrolling="no" width="640"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.com/maps/ms?hl=de&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;t=h&amp;amp;msa=0&amp;amp;msid=117596841401229444613.00048e811112699f3cb4b&amp;amp;ll=47.372315,8.550282&amp;amp;spn=0.027901,0.054932&amp;amp;z=14&amp;amp;source=embed" style="color: rgb(0, 0, 255); text-align: left;"&gt;Wildcity: Wildnis in der Stadt&lt;/a&gt; auf einer größeren Karte anzeigen&lt;/small&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1274665893665336201?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1274665893665336201/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/junkies-in-der-bahnhofstrasse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1274665893665336201'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1274665893665336201'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/junkies-in-der-bahnhofstrasse.html' title='Junkies in der Bahnhofstrasse'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TM26TnovnQI/AAAAAAAAB7g/iIePg_bwEXU/s72-c/armani_01.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1821728199664759280</id><published>2010-10-28T20:17:00.004+02:00</published><updated>2010-10-28T20:23:37.313+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Frühling im Herbst</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMm-dslMjrI/AAAAAAAAB68/pKnH2sxpGnk/s1600/DSC_0026.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMm-dslMjrI/AAAAAAAAB68/pKnH2sxpGnk/s400/DSC_0026.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5533163034594021042" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Knoblauch schaut neugierig aus der eiskalten Erde.&lt;br /&gt;Was hat der nur hier verloren?&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Schnecken haben sich in ihre Häuser zurückgezogen, die Blindschleichen haben im Asthaufen mit dem Winterschlaf begonnen und die Vögel sind in den Süden verreist. Aus, Ende und vorbei, das Jahr ist gelaufen, Deckel zu, Kragen hochstellen und die unbarmherzige Zeit, die jetzt kommt, möglichst nicht beachten; sich in sich selbst zurückziehen, gerade so, wie es die Schnecken machen. Schön wär’s. Denn der Garten macht bei dieser Tour nicht mit. Anstatt herunterzufahren und Energie zu sparen, macht er genau das Gegenteil. Er kommt in einen zweiten Frühling.&lt;br /&gt;&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMm-oQe7AYI/AAAAAAAAB7E/xFsKShD3v10/s1600/DSC_0028.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMm-oQe7AYI/AAAAAAAAB7E/xFsKShD3v10/s400/DSC_0028.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5533163216030073218" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Und das hier sind – Osterglocken? Irgendwelche&lt;br /&gt;Blumen, die es dem Knoblauch gleich tun.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Knoblauchzehen etwa schlagen aus, kaum wurden sie in die Erde gesteckt. Weder Bise noch Frost machen ihnen etwas aus und dass sich die Sonne nur noch mühsam an der unteren Seite des Himmel entlang schleppt, scheint sie nicht zu kümmern. Es ist bewundernswert, dass sich der Knoblauch zu diesem Schritt entscheidet. Denn früher oder später wird der Schnee kommen und den Garten in eine kalte Decke aus Eis hüllen. Aber offenbar ist ihm auch das egal. Er wird ausharren und im nächsten Jahr einfach weiterwachsen, sobald der Schnee wieder weg ist.&lt;br /&gt;Gut, man kann sagen, dass der Knoblauch eine Landwirtschaftspflanze ist und auf dieses Verhalten hingezüchtet wurde. Und trotzdem: einige der anderen Gartenbewohner tun es ihm gleich. Im Blumenbeet schiessen bereits jetzt die ersten Blattspitzen hervor, als wäre es Anfang April. Ich habe keine Ahnung, was das alles soll. Vermutlich entzieht sich das Leben einfach unserer Vorstellung von Ordnung. Auf Sommer folgt Winter, auf Wachstum folgt Schlaft – nein; auf Wachstum folg Wachstum, auf Frühling folgt Frühling.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1821728199664759280?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1821728199664759280/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/fruhling-im-herbst.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1821728199664759280'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1821728199664759280'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/fruhling-im-herbst.html' title='Frühling im Herbst'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMm-dslMjrI/AAAAAAAAB68/pKnH2sxpGnk/s72-c/DSC_0026.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4581709916839526837</id><published>2010-10-24T17:55:00.004+02:00</published><updated>2010-10-25T09:48:05.099+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der weisse Tod</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMRXRssiynI/AAAAAAAAB5s/8M2gm48oSD8/s1600/DSC_0008.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMRXRssiynI/AAAAAAAAB5s/8M2gm48oSD8/s400/DSC_0008.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531642203885193842" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Frost nagt an den Blüten der Dahlien.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Jetzt schleicht er wieder um das Haus. Der weisse Tod. Sein erstes Opfer hat er bereits gefunden. Die Dahlien sehen übel zugerichtet aus. Er hat ihre Blätter von innen zermantscht, könnte man sagen. Er ist in jede einzelne ihrer Zellen gekrochen, hat das Wasser in ihnen erstarren lassen und sie auf diese Weise gesprengt. Das Laub hängt jetzt eingefallen von den Stielen und macht einen jämmerlichen Eindruck. Das Dahlienjahr ist vorbei.&lt;br /&gt;Der Frost ist in der Tat ein Killer. Aber er ist kein Massenmörder. Die Dahlien sind bis jetzt die einzigen Opfer und auch das nur zum Teil. Denn dieser erste Frost reicht nur bis in eine Höhe von 50 Zentimetern über Boden. Meine Dahlienstaude wächst über diese Grenze hinaus und kann so im Moment zumindest einige ihrer Blätter und prächtigen Blüten retten.&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMRXfFzsj1I/AAAAAAAAB50/poyrcXMI3Bc/s1600/DSC_0005.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMRXfFzsj1I/AAAAAAAAB50/poyrcXMI3Bc/s400/DSC_0005.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5531642433964379986" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Weiter oben verliert er seine Kraft.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Oft ist aber die Flucht nach oben gar nicht nötig. Denn den meisten Pflanzen in meinem Garten macht der Frost wenig aus. Der kleine Senf etwa erstrahlt immer noch in sattem Grün. Auch der Lattich steckt das bisschen morgendliches Eis weg wie nichts. Und dann die lange Liste von harten Burschen, die Tag für Tag Sommer und Winter draussen verbringen: die Gräser, der Löwenzahn, der Spitzwegerich, der Kirschlorbeer, der Efeu.&lt;br /&gt;Warum die einen den weissen Tod fürchten müssen und die anderen nicht, ist eines der grossen Rätsel der Pflanzen. An &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/01/eiskalt-erwischt.html"&gt;anderer Stelle&lt;/a&gt; habe ich bereits gesagt, dass in frosttoleranten Blättern die Zuckerkonzentration höher ist. Der Zucker wirkt wie ein Frostschutzmittel, das verhindert, dass das Wasser in den Zellen gefriert und diese zerstört. Aber offenbar sind noch viele weitere Stoffe an der Schutzfunktion beteiligt wie etwa Aminosäuren, Proteine und Salze. Interessant ist, dass sie alle in einer chemischen Fabrik hergestellt werden, die denselben Durchmesser besitzt wie ein menschliches Haar: die Pflanzenzelle.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4581709916839526837?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4581709916839526837/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/der-weisse-tod.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4581709916839526837'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4581709916839526837'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/der-weisse-tod.html' title='Der weisse Tod'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TMRXRssiynI/AAAAAAAAB5s/8M2gm48oSD8/s72-c/DSC_0008.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5075403304367351813</id><published>2010-10-19T21:20:00.000+02:00</published><updated>2010-10-19T21:20:30.627+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Ein Grad mehr Reichtum</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3q-ZajE0I/AAAAAAAAB5I/FGqym1rIV9c/s1600/20101018_041.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3q-ZajE0I/AAAAAAAAB5I/FGqym1rIV9c/s400/20101018_041.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Farn auf einer Tessiner Mauer. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Meine Gartenmauer kann es nicht mit ihnen aufnehmen. Sie sind einfach zu reich – die Tessiner Mauern. Unverschämt reich, möchte ich sagen. Aus den sonnenverwöhnten Gemäuern wachsen Dutzende von verschiedenen Pflanzenarten. Kaktusse, Sukkulenten, Farne, Kräuter –&amp;nbsp;ganze botanische Sammlungen spriessen aus den Ritzen zwischen den gepflasterten Steinen. Am Dorfrand von Meride krallt sich sogar eine massige Agave an einer hohen Mauer fest. Und bei meiner Gartenmauer? Da sieht es vergleichsweise trostlos aus. Der Mauerpfeffer ist der einzige Vertreter unter den Sukkulenten. Sein einziger Nachbar ist ein kleiner Wurmfarn, der auf dem nährstoffarmen Untergrund tapfer ein Auskommen sucht. Aber ausser den beiden (und den allgegenwärtigen Flechten und Algen) gibt es da nichts. Dabei hat meine Gartenmauer bereits ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Die Pflanzen hätten also genug Zeit gehabt, dort Fuss zu fassen. Welche Pflanzen? Genau das ist der springende Punkt. Meine Mauer ist karg, wegen eines Mangels an Artenvielfalt. Das Tessiner Pendant hingegen ist reich an Arten. Warum das so ist?&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rOfAROSI/AAAAAAAAB5Q/_g8P0Nq45Kg/s1600/20101018_044.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rOfAROSI/AAAAAAAAB5Q/_g8P0Nq45Kg/s320/20101018_044.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Schriftfarn wächst gleich nebenan.&lt;br /&gt;In der Flora Helvetica heisst es zum Standort:&lt;br /&gt;«Mauern und Felsen in warmen Lagen.»&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das Tessin liegt mehr als ein Grad südlicher als Zürich. Die Sonne steht also ein Grad steiler am Himmel und spendet darum während des ganzen Jahres mehr Licht und Wärme. Das hat enorme Auswirkungen auf das Leben. Von allem gibt es mehr. Mehr Farne, mehr Sukkulenten. Vor allem letztere sind ideal an das Leben auf einer kargen Gartenmauer angepasst. Sie benötigen nicht viel zum Wachsen ausser Sonne und ab und zu etwas Wasser. Da ist es also kein Wunder, dass die Tessiner Mauern ergrünen, während die meine in der kalten, artenarmen Nordschweiz grau bleibt. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rdjRIrfI/AAAAAAAAB5Y/HRhHK0IsrZw/s1600/20101018_047.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="212" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rdjRIrfI/AAAAAAAAB5Y/HRhHK0IsrZw/s320/20101018_047.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Und der dritte Farn. Auf meiner Mauer&lt;br /&gt;gibt es nur eine Art.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Warum allerdings die Artenvielfalt mit schrumpfender Distanz zum Äquator zunimmt, weiss niemand. Die Forscher rätseln seit 150 Jahren darüber und haben einen Strauss voller Theorien und möglichen Erklärungen hervorgebracht, aber keine Antwort. Meine Gartenmauer schweigt zu diesem Thema. Doch irgendwo in ihr liegt die Lösung des Problems verborgen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rHLw8iqI/AAAAAAAAB5M/JwJnKX201aw/s1600/20101018_043.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rHLw8iqI/AAAAAAAAB5M/JwJnKX201aw/s320/20101018_043.JPG" width="212" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine von zwei Sukkulenten-Arten.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rV45qgkI/AAAAAAAAB5U/0z7TI1GQTVc/s1600/20101018_045.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3rV45qgkI/AAAAAAAAB5U/0z7TI1GQTVc/s320/20101018_045.JPG" width="212" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;In der kalten Nordschweiz&lt;br /&gt;habe ich einen so üppigen&lt;br /&gt;Mauerbewuchs noch nie&lt;br /&gt;gesehen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5075403304367351813?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5075403304367351813/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/ein-grad-mehr-reichtum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5075403304367351813'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5075403304367351813'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/ein-grad-mehr-reichtum.html' title='Ein Grad mehr Reichtum'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TL3q-ZajE0I/AAAAAAAAB5I/FGqym1rIV9c/s72-c/20101018_041.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6949597975439274563</id><published>2010-10-15T09:25:00.003+02:00</published><updated>2010-10-15T09:39:26.464+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Schräger Senf</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TLgEx8tXWlI/AAAAAAAAB5A/KqN-y4evjjg/s1600/DSC_0025.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TLgEx8tXWlI/AAAAAAAAB5A/KqN-y4evjjg/s400/DSC_0025.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5528173798753786450" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Senf macht das Gegenteil von allen anderen&lt;br /&gt;Pflanzen: er wächst.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es gibt zwei Faktoren, welche die Pflanzen im Oktober schlapp werden lassen: weniger Licht und weniger Wärme. Der Nussbaum etwa stellte unlängst seine Photosynthese ein, entzog den Blättern noch ihre Nährstoffe und nun entledigt er sich des dürren Laubs. Und so geht es vielen Pflanzen, die unter dem immer grösser werdenden Lichtenzug leiden. Sie packen ihre Sachen und bereiten sich auf die Winterstarre vor.&lt;br /&gt;Na ja, es gibt Ausnahmen. Vor etwa vier Wochen habe ich in einem brachliegenden Gartenbeet Senf angesät. Auf der Packung heisst es, der Senf bringe Stickstoff zurück in den Boden, wenn man ihn nach einiger Zeit abschneidet und dann unter die Erde hackt. Was mich vor allem erstaunte, war die Angabe zum Saattermin. Bis in den Oktober hinein sollen die Samen noch keimen.&lt;br /&gt;Ich habe mir von der ganzen Sache nicht allzuviel versprochen. Denn mit dem Ausklang des Sommers wollten auch die Gemüse nicht mehr so richtig wachsen. Der Kopfsalat dümpelte nur noch vor sich hin und bei den Chilis und den Paprikas konnte ich froh sein, wenn wenigstens eine Schote rot wurde. Ohne Licht macht das Gärtnern keinen Spass.&lt;br /&gt;Und der Senf? Der macht genau das Gegenteil von allen anderen und wächst wie wild. Inzwischen bedeckt ein dichter, grüner Teppich mein Gartenbeet. Gerade hat er das erste Laubblatt hervorgebracht und es sieht nicht so aus, als würde er sich um den drohenden Winter kümmern. Offenbar liegt das daran, dass der Ackersenf eine so genannte Halblichtpflanze ist. Das heisst, sie wächst auch noch bei einen Bruchteil der Lichtmenge, die in den Sommermonaten vorhanden ist. Man könnte ihn also als das «Moos» unter dem Gemüse bezeichnen. Ein Überlebenskünstler, der ganz wenig braucht, um wachsen zu können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6949597975439274563?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6949597975439274563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/schrager-senf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6949597975439274563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6949597975439274563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/schrager-senf.html' title='Schräger Senf'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TLgEx8tXWlI/AAAAAAAAB5A/KqN-y4evjjg/s72-c/DSC_0025.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-359363860927326706</id><published>2010-10-11T19:36:00.001+02:00</published><updated>2011-02-05T18:11:11.812+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pilze'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die Spitze des Pilzberges</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TLNKgImE_GI/AAAAAAAAB48/BouI0q-XtLE/s1600/DSC_0127.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TLNKgImE_GI/AAAAAAAAB48/BouI0q-XtLE/s400/DSC_0127.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die meisten Pilze des Gartens kommen&lt;br /&gt;gar nie an die Oberfläche. Stattdessen&lt;br /&gt;verbringen sie ihr ganzen Leben in der&lt;br /&gt;Dunkelheit des Bodens. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Herbst hat ein Meer aus Pilzen in den Wald gezaubert und ich muss aufpassen, wo ich auf meinem Spaziergang hintrete. Anders sieht es in meinem Garten aus. Dort sind die Pilze ziemlich dünn gesät. Das heisst, es gibt genau eine kleine Gruppe, die etwa die Fläche eines Bierdeckels einnimmt. Warum dieser frappante Unterschied? &lt;br /&gt;Vielleicht liegt es einfach an unserer Wahrnehmung. Denn was wir gemeinhin als «Pilz» bezeichnen, ist ja genau genommen nur der Fruchtkörper von ihm. Dieser oberirdische Teil ist eine Startrampe für die Sporen, die aus den Lammellen auf der Unterseite der Pilzhüte fallen und so vom nächsten Luftzug erfasst werden. Diese Methode wird jedoch nicht von allen Pilzen verwendet. Vor allem solche, die im Grasland vorkommen, bilden gar nie einen oberirdischen Fruchtkörper. Stattdessen verbringen sie die ganze Zeit ihres Lebens in der Verborgenheit des Bodens.&lt;br /&gt;Das heisst jedoch nicht, dass es in einer Wiese weniger Pilze gibt als im Wald. Nein, das wäre undenkbar. Denn Klee, Gräser und Kräuter sind auf ihre Hilfe angewiesen. Sie sind geradezu überlebenswichtig. Die Pilze durchdringen nämlich mit ihren feinen Fäden den Boden und entziehen ihm feinste Spuren von Nährstoffen, wie zum Beispiel Phosphor. Diesen geben sie an die Wurzeln der Wiesenpflanzen ab. Die Pflanzenwurzeln selbst sind nicht im Stande, sich die Nährstoffe zu beschaffen, weil sie zu dick sind. Nur das mikrofeine Geflecht der Pilze kann das. Auf diese Weise wird es zum geheimen Motor des Graslandes –&amp;nbsp;und des Rasens in meinem Garten. &lt;br /&gt;Die Pflanzen bezahlen den wertvollen Service mit Zucker, den sie während der Photosynthese herstellen. Pilze lieben Zucker und sie sind den Pflanzen dankbar, dass sie dieses für beiden Seiten vorteilhafte Tauschgeschäft eingehen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-359363860927326706?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/359363860927326706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/die-spitze-des-pilzberges.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/359363860927326706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/359363860927326706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/die-spitze-des-pilzberges.html' title='Die Spitze des Pilzberges'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TLNKgImE_GI/AAAAAAAAB48/BouI0q-XtLE/s72-c/DSC_0127.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6496896422965603696</id><published>2010-10-08T20:51:00.000+02:00</published><updated>2010-10-08T20:51:06.242+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Vandalenhörnchen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TK9mm_hZPOI/AAAAAAAAB4w/uVliZlB6c7s/s1600/DSC_0003.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TK9mm_hZPOI/AAAAAAAAB4w/uVliZlB6c7s/s400/DSC_0003.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die alte Holzbank habe ich ausgerechnet dort vergraben,&lt;br /&gt;wo das Eichhörnchen sein Vorratslager hat.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Diese Stelle lässt sich einfach nicht aus seinem Gedächtnis löschen. Jedes Jahr kommt hierher zurück. Jedes Jahr versucht es erneut das Unmögliche. Das Eichhörnchen in meinem Garten legt sich im Herbst einen Vorrat an Nüssen an. Davon gibt es bei mir genug. Sowohl der Walnussbaum als auch der Haselnussstrauch tragen beachtliche Mengen von ihnen. Die pflückt das Eichhörnchen und verscharrt sie im Garten. So schafft es sich eine dezentrale Vorratskammer, von der es in der kargen Winterzeit zehrt.&lt;br /&gt;Bei der Auswahl seiner Lagerplätze geht das Tier offenbar nach einem bestimmten Plan vor. Es gräbt nicht einfach irgendwo im Garten, sondern nur an ausgewählten Stellen. Eine davon ist mein Gemüsegarten. Dort lässt es sich wunderbar buddeln und verstecken. Die Erde ist schön weich und die eigenartigen Zweibeiner, die den Beeten ab und zu mit Hacken zu Leibe rücken, säubern ihre Oberfläche pünktlich Mitte Herbst und schaffen so hervorragende Bedingungen für das Eichhörnchen. Ob das Tier brav aufgegessen hat, zeigt sich im Frühling. Die ersten Unkräuter, die im März spriessen, sind Walnussbäumchen und meistens sind es ziemlich viele. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TK9mwM_F-TI/AAAAAAAAB40/kqs7blANWK8/s1600/DSC_0004.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TK9mwM_F-TI/AAAAAAAAB40/kqs7blANWK8/s400/DSC_0004.JPG" width="265" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Jedes Jahr scharrt es auf dem Holz&lt;br /&gt;und zerstört dabei meinen Moosgarten.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Nager merken sich offenbar die guten Plätze und prägen sich diese in ihr Gedächtnis ein. Jedes Jahr vergraben sie ihre Nüsse an denselben Orten. Das hätte ich wissen müssen, bevor ich meinen Moosgarten anlegte. Vor vier Jahren demontierte ich eine alte Holzbank, die komplett mit Moos überwachsen war, und versenkte sie im Boden in einer halbschattigen Ecke des Gartens. Aber ich habe wohl genau eine der bevorzugten Buddelstätten des Eichhörnchens erwischt. Denn jedes Jahr im Herbst verwüstet es meinen Moosgarten, indem es hartnäckig auf dem darunterliegenden Holz herumscharrt. Offenbar ist es der Meinung, es könne dort noch immer seine Nüsse verstecken. Seine Versuche bleiben stets ohne Erfolg und für das Wohl meines Moosgartens wäre es schön, wenn es diesen Ort endlich aus seinem Gedächtnis streichen würde. Aber da kann ich wohl noch lange warten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6496896422965603696?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6496896422965603696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/vandalenhornchen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6496896422965603696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6496896422965603696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/vandalenhornchen.html' title='Vandalenhörnchen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TK9mm_hZPOI/AAAAAAAAB4w/uVliZlB6c7s/s72-c/DSC_0003.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-145575331600618050</id><published>2010-10-05T20:51:00.000+02:00</published><updated>2010-10-05T20:51:07.844+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Gefangen im Winterquartier</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKtyhhE8ujI/AAAAAAAAB4Q/R4cjqGvAQ3Y/s1600/DSC_0004.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKtyhhE8ujI/AAAAAAAAB4Q/R4cjqGvAQ3Y/s400/DSC_0004.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Blindschleiche als Gefangene im Luftschacht. An der&lt;br /&gt;senkrechten Wand geht es nicht weiter. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Blindschleichen heissen wohl so, weil sie sich meistens im blinden Fleck unserer Wahrnehmung bewegen. Sobald sie sich zeigen, sind sie auch schon wieder weg. Oft bleibt einem nur der flüchtige Blick auf eine Schwanzspitze, die in Sekundenbruchteilen vom Unterholz aufgesogen wird. Anders bei mir im Garten. Da gibt es jetzt Blindschleiche &lt;i&gt;à discrétion&lt;/i&gt; – so viel ich will, wann ich will. &lt;br /&gt;Grund dafür sind zwei Exemplare, die den Luftschacht meines Kellers mit einem Asthaufen verwechselten. Auf der Suche nach einem Winterquartier sind sie durch den Gitterrost gefallen. Da liegen sie nun auf dem groben, feuchten Kies, der den Schachgrund bedeckt, und wissen nicht so richtig, was sie tun sollen. Eine der beiden scheint den Irrtum erkannt zu haben und versucht an der glatten Betonwand hoch zu kriechen. Vergebens. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKtypu39qyI/AAAAAAAAB4U/fXgEkv5A2DM/s1600/DSC_0008.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKtypu39qyI/AAAAAAAAB4U/fXgEkv5A2DM/s400/DSC_0008.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ich habe Zeit, sie aus der Nähe zu betrachten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wie gut wäre es jetzt, wenn sie das Rad der Evolution zurück drehen könnten, um sich wieder ihrer verloren gegangenen Beine zu bemächtigen. Vielleicht denkt sie gerade darüber nach, warum ihre Vorfahren, die den Eidechsen glichen, nur so töricht sein konnten, sich eines krallenbewehrten Fusses zu entledigen. Damals gab es eben noch keine Luftschächte mit senkrechten, glatten Wänden; und Beine waren in einer Welt aus Unterholz vielleicht tatsächlich hinderlich, also weg damit. &lt;br /&gt;Aber die zwei Irrfahrer können sich trösten. Am Wochenende befreie ich sie aus ihrer misslichen Lage. Wer schon die Evolution nicht zur Freundin hat, der soll wenigsten auf das höchst entwickelte Produkt der Evolution zählen können. (Meine ich damit mich?)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-145575331600618050?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/145575331600618050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/gefangen-im-winterquartier.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/145575331600618050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/145575331600618050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/gefangen-im-winterquartier.html' title='Gefangen im Winterquartier'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKtyhhE8ujI/AAAAAAAAB4Q/R4cjqGvAQ3Y/s72-c/DSC_0004.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8265896574793031266</id><published>2010-10-01T20:19:00.000+02:00</published><updated>2010-10-01T20:19:34.362+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Hart im Nehmen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKYlPg_ck-I/AAAAAAAAB3Q/GIAigJ24tOs/s1600/DSC_0010_01.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="273" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKYlPg_ck-I/AAAAAAAAB3Q/GIAigJ24tOs/s400/DSC_0010_01.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Hauswurz ist ein Meister im Wassersparen. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es gibt Pflanzen, die tragen einem alles nach. Bekommen beispielsweise die Orchideen auf dem Fensterbrett zu viel Wasser, faulen sie; giesst man sie zu wenig, werden sie magersüchtig und schrumpfen zusammen. Andere sind da viel toleranter. Dem Gras im Garten etwa machen weder andauernde Regenfälle noch anhaltende Hitze etwas aus – so lange die Sonne nicht einen Monat am Stück vom Himmel brennt. Aber es gibt in meinem Garten einen Pflanzentyp, dem nicht einmal das etwas ausmacht. Die Sukkulenten. &lt;br /&gt;Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet «saftvoll» (suculentus). Das kommt nicht von ungefähr, denn diese Pflanzen tragen einen ständigen Wasservorrat in ihren Blättern. Von dem zehren sie in trockenen Zeiten. Wahre Meister der Sparsamkeit sind die Hauswurze. Sie gedeihen landauf und landab in vielen Steingärten oder sogar auf Dächern. In solchen Wüsten kann Wasser für lange Zeit Mangelware sein. Für die Hauswurze ist das Dank ihren wassertragenden Blättern kein Problem. &lt;br /&gt;Ein anderer Vertreter der Sukkulenten ist der Mauerpfeffer. Er wächst of wild aus Mauerritzen und Steinspalten hervor, eben dort, wo andere Pflanzen wegen Wassermangels nicht mehr Fuss fassen können. Er besitzt kleinere Blätter als der Hauswurz dafür aber viel mehr von ihnen. Doch welcher von beiden versteht sich besser mit der Trockenheit?&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKYlU2iwZWI/AAAAAAAAB3U/qMdZw7xfjfg/s1600/milder_mauerpfeffer.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="302" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKYlU2iwZWI/AAAAAAAAB3U/qMdZw7xfjfg/s400/milder_mauerpfeffer.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Mauerpfeffer macht da schon eher schlapp. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ich mache den Test und nehme ein leeres Konfitürenglass, in das ich etwas Sand gebe. Dann setze ich beide Wettkämpfer hinein, giesse ein einziges Mal und vergesse danach das Glas für ein paar Wochen. Das Resultat: Der Mauerpfeffer schrumpft zusammen wie die Orchidee. Seine kleinen Blättchen sind offenbar keine sehr guten Wasserspeicher. Daneben behält der Hauswurz seine Würde vollkommen. Im staubtrockenen Glas strahlt er grün und prall wie eh und je. Der ist wirklich hart im Nehmen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8265896574793031266?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8265896574793031266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/hart-im-nehmen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8265896574793031266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8265896574793031266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/10/hart-im-nehmen.html' title='Hart im Nehmen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKYlPg_ck-I/AAAAAAAAB3Q/GIAigJ24tOs/s72-c/DSC_0010_01.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-455778283138857801</id><published>2010-09-27T20:49:00.000+02:00</published><updated>2010-09-27T20:49:05.531+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der Tafelberg</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKDjCnp3WeI/AAAAAAAAB0w/ALFVCc9x4h8/s1600/DSC_0116_01.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKDjCnp3WeI/AAAAAAAAB0w/ALFVCc9x4h8/s400/DSC_0116_01.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Schachtdeckel zum Öltank auch bekannt&lt;br /&gt;als der «Tafelberg».&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;In Südamerika gibt es sonderbare Tafelberge. Ihre Seitenwände ragen senkrecht aus dem Urwald empor und verschwinden weit oben in den Wolken. Die Oberseite ist flach und wird von Pflanzen und Tieren bewohnt, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. &lt;br /&gt;Tafelberge gibt es ausser in Südamerika auch in meinem Garten. Nur sind sie nicht natürlichen Ursprungs, sondern von Menschenhand gemacht. Der Aussendeckel des Öltanks ist ein Beispiel. Er ragt mehrere Zentimeter über den Grasdschungel hinaus. Seine Oberseite und seine Seitenwände bieten – genau wie beim grossen Vorbild auf der anderen Seite des Atlantiks – Lebensraum für aussergewöhnliche Pflanzen: die Moose.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;embed flashvars="host=picasaweb.google.com&amp;amp;hl=de&amp;amp;feat=flashalbum&amp;amp;RGB=0x000000&amp;amp;feed=http%3A%2F%2Fpicasaweb.google.com%2Fdata%2Ffeed%2Fapi%2Fuser%2Fatlantbieri%2Falbumid%2F5521657967160907441%3Falt%3Drss%26kind%3Dphoto%26hl%3Dde" height="267" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" src="http://picasaweb.google.com/s/c/bin/slideshow.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="400"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;In dieser Diaschau sind alle Moosarten des Tafelbergs&lt;br /&gt;aufgeführt. Wenn ihr draufklickt kommt ihr zum&lt;br /&gt;entsprechenden Webalbum, wo ihr mir Tipps&lt;br /&gt;bezüglich Artnamen geben könnt. &lt;span style="color: white;"&gt;Fülltext Fülltext Fülltext Füll&lt;/span&gt; &amp;nbsp; &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das Erstaunliche dabei ist, wie viele Arten auf so engem Raum zusammenleben. Jede von ihnen beansprucht nur einen kleinen Fleck für sich. Darum ändert sich alle Handbreit der Bewuchs. Die einzelnen Spezies auseinanderzuhalten ist gar nicht so einfach. Ich schätze, dass es zwischen vier und zehn Arten sind. Wenn ihr auf die Diaschau klickt, könnt ihr mir bei der Bestimmung der Namen helfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-455778283138857801?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/455778283138857801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/der-tafelberg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/455778283138857801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/455778283138857801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/der-tafelberg.html' title='Der Tafelberg'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TKDjCnp3WeI/AAAAAAAAB0w/ALFVCc9x4h8/s72-c/DSC_0116_01.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6350592034622217131</id><published>2010-09-23T21:41:00.000+02:00</published><updated>2010-09-23T21:41:02.798+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Steinpflaster-Pflanzen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJuodiCizxI/AAAAAAAABzQ/nFaK6WanqS4/s1600/DSC_0098.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJuodiCizxI/AAAAAAAABzQ/nFaK6WanqS4/s400/DSC_0098.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Pflastersteine sind ein Lebensraum. Wenn auch&lt;br /&gt;ein sehr karger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es gibt Bücher, von denen weiss man Jahrzehnte lang nicht, dass sie überhaupt existieren. Vermutlich weil man das Thema, das sie behandeln, gar nicht als möglichen Inhalt für ein Buch erkannt hat. Aber wenn man erst einmal in ihnen blättert, verändert sich die eigene Sicht auf die Welt grundlegend. «Lebensräume der Schweiz» ist so ein Buch. Sein Inhalt: die Beschreibung aller 235 hiesigen Lebensraumtypen vom «Fliessgewässer» über den «Kastanienwald» bis zur «Kammgrasweide».&lt;br /&gt;Die Schweiz – ja, jedes Land – ist ein Flickenteppich und jeder Flick ist ein Lebensraum. Manche kommen sehr oft vor wie zum Beispiel das «Brombeergestrüpp», andere sind eher selten wie die «Queckenbrache». Interessant ist, dass diese Einteilung vor meinem Garten nicht Halt macht, sondern direkt bis vor meine Haustür reicht. Dort liegt meine Einfahrt. Ein kleiner Platz, der mit Pflastersteinen besetzt ist. Und tatsächlich führt das Buch die «Steinpflästerung» als Lebensraumtyp auf. Da lese ich in der Beschreibung: «Im Allgemeinen lückiger, niedrigliegender Pflanzenteppich in Fugen von Pflastersteinen und Ritzen andersartiger Hartbeläge, die stark begangen werden.»&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJupUuGbXCI/AAAAAAAABzo/NzwyZlL4Bhw/s1600/DSC_0103.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJupUuGbXCI/AAAAAAAABzo/NzwyZlL4Bhw/s400/DSC_0103.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;An den Rändern der Einfahrt blühen die Pflanzen sogar.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Dort können nur Moose und kleinwüchsige Gefässpflanzen überleben, wie es heisst. Ich mache die Probe auf’s Exempel und schaue vor meiner Haustür nach. Und tatsächlich finde ich ein halbes Dutzend verschiedene Arten, die zwischen den Ritzen der Pflastersteine hervorwachsen. Das Moos gedeiht am üppigsten, vor allem in der Nähe der Schatten spendenden Hauswand. Sie lieben es eben kühl und feucht. Hingegen wo es mehr Sonne gibt, gedeihen kleine Kräuter und ein rotblättriger Klee bringt sogar Blüten hervor mitten in dieser kargen Steinwüste.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJupIY85fGI/AAAAAAAABzg/jDhbYmbCk2U/s1600/DSC_0093.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJupIY85fGI/AAAAAAAABzg/jDhbYmbCk2U/s400/DSC_0093.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Hier profitiert einer vom anderen: Das &lt;br /&gt;Moos speichert Feuchtigkeit und die&lt;br /&gt;kleine Erdbeere bedient sich davon.&lt;/td&gt;&lt;td class="caption"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class="caption"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die meisten Pflanzen wachsen an den Rändern der Einfahrt. Dort sammelt sich am meisten Laub und anderes Material, das als dürftiger Bodenersatz herhalten muss. Aber sogar auf den Pflastersteinen selbst gibt es Leben. Flechten und Algen wachsen in dieser sonnenversengten Todeszone, wo es meistens kein Wasser gibt oder dann viel zu viel auf einmal, wenn der Regen fällt. Meine Einfahrt ist übrigens ein bedrohter Lebensraum. Im Buch heisst es: «Dieser Pflanzenbewuchs wird häufig beim Überziehen der Steinpflästerung mit Asphaltbelägen oder durch Herbizidbehandlungen zerstört.» Also Finger weg von der Giftkeule.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6350592034622217131?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6350592034622217131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/steinpflaster-pflanzen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6350592034622217131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6350592034622217131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/steinpflaster-pflanzen.html' title='Steinpflaster-Pflanzen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJuodiCizxI/AAAAAAAABzQ/nFaK6WanqS4/s72-c/DSC_0098.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-9082073410517758194</id><published>2010-09-20T21:02:00.000+02:00</published><updated>2010-09-20T21:02:23.081+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die Duftwolke</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJeum5GjINI/AAAAAAAABys/U_OeJbPR-H0/s1600/DSC_0079.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJeum5GjINI/AAAAAAAABys/U_OeJbPR-H0/s400/DSC_0079.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Efeu blüht – ein letztes Aufbäumen&lt;br /&gt;des Sommers.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es ist Herbst. Das war’s. Das Leben im Garten erlischt. Stimmt nicht. Dieser Tage schwebt eine Wolke eines eigentümlichen Duftes über dem Sitzplatz. Es riecht nach süssem Schweiss und beim Einatmen kratzt es in der Nase. Ich muss nur nach oben schauen, um den Ursprung auszumachen. Da steht der alte Birnbaum, der vor Jahren seine letzte Birne abgeworfen hat. Er ist dick überwachsen mit Efeu. Und der Efeu blüht. Tausende von Blüten. &lt;br /&gt;Dass ich es mit der Nase statt mit den Augen zuerst gesehen habe, hat einen einfachen Grund. Die Farbe der Blüte ist grün. Sie ist perfekt getarnt. Nur die mit Pollen behafteten Staubbeutel sind gelb. Den Insekten scheint der Mangel an Farbe nichts auszumachen. Was Flügel hat, feiert jetzt die letzte Schlemmerparty. Da gibt es Honigbienen, Fliegen, Schwebefliegen und Wespen. Offenbar riechen sie den Zuckersaft mit ihren Fühlern. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJeuwHNZdRI/AAAAAAAABy0/7hl0_jLumls/s1600/DSC_0083.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJeuwHNZdRI/AAAAAAAABy0/7hl0_jLumls/s400/DSC_0083.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der ganze Blütenboden ist mit Zuckersaft getränkt.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Diesen gibt der Efeu grosszügig her. Er sondert ihn über den ganzen Blütenboden ab. Dieser ist eigenartigerweise nach vorne gewölbt und ganz leicht zugänglich. Die Insekten brauchen nur noch zu landen und loszulecken.&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-9082073410517758194?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/9082073410517758194/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/die-duftwolke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/9082073410517758194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/9082073410517758194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/die-duftwolke.html' title='Die Duftwolke'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJeum5GjINI/AAAAAAAABys/U_OeJbPR-H0/s72-c/DSC_0079.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6687195369720749644</id><published>2010-09-16T21:29:00.001+02:00</published><updated>2010-09-17T11:38:07.146+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Beziehungsstatus: Farn</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJJvt3oGA3I/AAAAAAAAByk/yhTtemR_Uzw/s1600/DSC_0083.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJJvt3oGA3I/AAAAAAAAByk/yhTtemR_Uzw/s400/DSC_0083.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;An seiner Unterseite entlässt jeder&lt;br /&gt;Farnwedel Milliarden von Sporen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Menschliche Beziehungen können kompliziert sein. Da gibt es Mann und Frau, Partner und Lebenspartner, Geliebte und die grosse Liebe, Flirts und Flops. Das mag manchem Kopfweh bereiten und doch gibt es eine Art von Beziehung, eine besondere Form der Liebkosung und der sexuellen Vereinigung, die sie alle in den Schatten stellt. Sie geschieht genau jetzt in meinem Garten – lautlos und in der Privatsphäre der untersten Schicht des Rasens. &lt;br /&gt;Aber beginnen wir weiter oben: Der Wurmfarn entlässt gerade Milliarden von Sporen. Ich kann sie weder sehen noch riechen, aber nichtsdestotrotz schweben sie durch die Luft. Ich atme sie ein und wieder aus und irgendwann landen sie auf der Erde, auf einem Grashalm oder zwischen dem Unkraut im Steingarten. In der feuchten Geborgenheit der Bodenstreu, so möchte man meinen, keimen die Sporen und wachsen zu neuen Farnpflanzen heran. Weit gefehlt. Farne lieben es kompliziert. &lt;br /&gt;Denn die Sporen sind im Grunde nur halbe Farne. Sie besitzen nur die Hälfte des Erbguts ihrer Mutterpflanze. Darum wächst aus ihnen auch nur ein kümmerliches Pflänzchen. Die Botaniker nennen es einen «Gametophyt». An seiner Unterseite bildet er einerseits Kapseln, die Eizellen enthalten. Andererseits bringt er Auswüchse hervor, aus denen kleine, mit Geisseln bewehrte Spermien strömen. Pflanzliches Sperma. Die kommen freilich nur dann vom Fleck, wenn es draussen sehr nass ist. Also bei Regenwetter etwa. Dann rudern sie auf dem feinen Wasserfilm, der das Leben im Garten bedeckt, zu einem benachbarten Gametophyt und verschmelzen mit dessen Eizellen. Erst aus dieser Befruchtung geht eine neue Farnpflanze mit einem vollständigen Erbgut hervor. &lt;br /&gt;Wer jetzt dessen Eltern sind, ist eine schwierige Frage. Sind es zwei Gametophyten, zwei Sporen oder zwei Farne? Oder ein Farn, aus dem zwei Sporen zu zwei Gametophyten geführt haben und dann... Also: Kopfweh dürft ihr euch das nächste Mal erst erlauben, wenn ihr den Beziehungsstatus «Farn» erreicht habt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6687195369720749644?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6687195369720749644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/beziehungsstatus-farn.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6687195369720749644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6687195369720749644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/beziehungsstatus-farn.html' title='Beziehungsstatus: Farn'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TJJvt3oGA3I/AAAAAAAAByk/yhTtemR_Uzw/s72-c/DSC_0083.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5528704670014660227</id><published>2010-09-13T20:47:00.000+02:00</published><updated>2010-09-13T20:47:46.617+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die süsse Giftpille</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TI5wq67fbkI/AAAAAAAAByU/faUWu3RN7oQ/s1600/DSC_0008.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TI5wq67fbkI/AAAAAAAAByU/faUWu3RN7oQ/s400/DSC_0008.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die rote Eibenbeere ist süss und&lt;br /&gt;ungiftig. Ihr Inhalt, der Samen, jedoch&lt;br /&gt;kann töten.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Bei Eibenbeeren sind sich die Vögel uneinig: sollen sie oder sollen sie nicht reinhauen? Die Zweifel haben sie mit gutem Grund. Denn die Eibe steckt voller Gift. Die Rinde, die Nadeln und die Samen enthalten Taxin, ein stark wirksames Nervengift. Eingenommen kann es im Extremfall innert weniger Minuten zum Herzstillstand führen. Motor aus, Vogel tot. Die Meisen und die Amseln müssen das irgendwie spüren oder vielleicht haben sie schlechte Erfahrungen mit dem Verzehr der Samen gemacht und meiden ihn darum. &lt;br /&gt;Gut, Finger weg von den Samen also – aber die Vögel kommen trotzdem immer wieder an den Baum zurück und fressen sich voll. Warum? Weil der Baum seine Samen in rotes, zuckersüsses Fruchtfleisch verpackt. Es ist der einzige ungiftige Teil an der ganzen Pflanze und seine leuchtende Farbe schreit die Amseln geradezu an: «Iss mich!»&lt;br /&gt;Ein hinterhältiges Angebot auf den ersten Blick, doch die Natur meint es gut mit den Vögeln. Sie hat ihnen einen der schnellsten Verdauungsapparate im Tierreich geschenkt. Was vorne rein kommt, wird innert weniger Stunden hinten wieder ausgeschieden. In dieser Zeit werden die Magensäfte gerade mal mit dem Zucker der Beeren fertig, aber nicht mit den harten Eibensamen. Dieser Umstand rettet den Vögeln das Leben. Wenn sie ihn unversehrt an einem anderen Ort wieder ausscheissen, sind sie ihn samt seinem Gift los.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TI5xBoqmXiI/AAAAAAAAByc/DM_C2LyaPCI/s1600/DSC_0005.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TI5xBoqmXiI/AAAAAAAAByc/DM_C2LyaPCI/s400/DSC_0005.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Weibliche Eiben produzieren jedes Jahr&lt;br /&gt;Tausende von Samen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Also können sich die Amseln den Wanst getrost voll schlagen? Fast. Denn einen Haken hat die Sache. Wenn der Samen verletzt wird – und das kann bei einem grossen Bankett schon mal passieren – dann setzt er sein Gift frei. Deswegen frisst die schlaue Amsel nur die Beere und spuckt den Samen wieder aus. So wird die Eibe zwar um ihren verdienten Ausflug in eine andere Gegend betrogen, doch wenigstens spielt der Vogel dabei kein Russisches Roulette.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5528704670014660227?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5528704670014660227/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/die-susse-giftpille.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5528704670014660227'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5528704670014660227'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/die-susse-giftpille.html' title='Die süsse Giftpille'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TI5wq67fbkI/AAAAAAAAByU/faUWu3RN7oQ/s72-c/DSC_0008.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4585011622411652966</id><published>2010-09-09T20:15:00.000+02:00</published><updated>2010-09-09T20:15:06.531+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Nervtöter-Fresserin</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIkjZ4fgEzI/AAAAAAAABxw/ITJskWbnWZU/s1600/DSC_0009.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIkjZ4fgEzI/AAAAAAAABxw/ITJskWbnWZU/s400/DSC_0009.JPG" width="297" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Geschickt hält sich die Springspinne&lt;br /&gt;am Fensterrahmen fest und&lt;br /&gt;saugt ihr Abendmahl aus. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Artenvielfalt hat einen Wert. Jetzt weiss ich es. Denn gerade als ich die Vorhänge in meinem Büro zuziehen will, entdecke ich eine kleine Springspinne. Sie ist nicht allein. In ihren Fangzähnen hält sie eine Fliege fest. Beide sind absolut regungslos. Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die Fliege würde sich wahrscheinlich gerne bewegen, jetzt wo die Linse meiner Kamera nur wenige Zentimeter vor ihr in Stellung geht. Doch sie kann es nicht. In ihrem Körper befindet sich wohl schon seit einigen Minuten ein Verdauungssekret. Das Zersetzt ihre Organe und ihr Nervensystem und macht aus ihnen einen flüssigen Cocktail, den die Springspinne jetzt genüsslich ausschlürft. Dabei bewegt sich die Jägerin keinen Millimeter. Das ist vermutlich Taktik, denn wer sich ruhig verhält beim Fressen, der läuft weniger Gefahr, entdeckt zu werden und so selbst als Leckerbissen zu enden. Befände sich die Springspinne draussen auf einem Baumstamm oder an einem Pflanzenstängel, würde man sie dank ihrer Tarnfärbung auch kaum sehen. Ich weiss zwar nicht, wie die Spinne durch das mit Fliegengitter gesicherte Fenster kam, aber sie darf ruhig bleiben. Wer mir gratis und diskret die fliegenden Nervtöter vom Leibe hält, ist immer ein gerngesehener Gast.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4585011622411652966?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4585011622411652966/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/nervtoter-fresserin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4585011622411652966'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4585011622411652966'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/nervtoter-fresserin.html' title='Nervtöter-Fresserin'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIkjZ4fgEzI/AAAAAAAABxw/ITJskWbnWZU/s72-c/DSC_0009.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7189749985103374940</id><published>2010-09-05T20:14:00.002+02:00</published><updated>2010-09-06T17:54:14.878+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Todesstrafe verhängt</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIPc2E2bZWI/AAAAAAAABxg/Mct2FW9dVgU/s1600/20100821_009.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIPc2E2bZWI/AAAAAAAABxg/Mct2FW9dVgU/s400/20100821_009.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Altgrasstreifen sind Heuschrecken-&lt;br /&gt;paradiese. Die Tiere lieben es, auf den&lt;br /&gt;verdorrten Stängeln zu zirpen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Als ich vor ein paar Monaten beschloss, einen Teil des Rasens nicht zu mähen, konnte ich mir noch nicht genau vorstellen, was das der Artenvielfalt in meinem Garten nützen soll. Mit der Zeit verdorrten die Halme und das Gras verfilze immer mehr. Nichts für das Auge. Aber dafür verbesserte sich je länger je mehr die Akustik. Heute finden in diesen Arealen der Unordnung regelmässige Konzerte statt. Die Heuschrecken zirpen um die Wette. Sie lieben diesen Miniaturdschungel.&lt;br /&gt;Nun hat jedoch Grossmutter dieses Wochenende ein Machtwort gesprochen und verfügt, dass ich den ganzen Rasen mähe –&amp;nbsp;jeden einzelnen Halm davon. Meine Wildnisinseln sind Geschichte und mit ihnen das Leben, das sie enthielten. Der Rasenmäher konnte aber nicht alles vernichten. Manche Heuschrecke retteten sich mit einem Sprung vor den beiden rotierenden Klingen. Bei den Spinnen war die Lage weniger hoffnungsvoll. Viele von ihnen endeten als Konfetti. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIPdBfrriLI/AAAAAAAABxo/C0HY2IfpnCE/s1600/DSC_0042.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIPdBfrriLI/AAAAAAAABxo/C0HY2IfpnCE/s400/DSC_0042.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Wespenspinnen fühlen sich im Chaos eines&lt;br /&gt;ungeschnittenen Rasens ebenfalls sehr wohl. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Als ich gerade dabei war einen weiteren Streifen des Dschungels in englischen Rasen zu verwandeln, kroch eine grosse Wespenspinne verzweifelt vor dem näher kommenden Mäher davon. Ich konnte gerade noch rechtzeitig anhalten. Eine richtige Schönheit. Ich nahm sie in die Hand (die Giftzähne können die menschliche Haut nicht durchdringen) und setzte sie auf einem Busch ab. Dort war sie in Sicherheit. &lt;br /&gt;Diese Begegnung zeigt einmal mehr, wie wichtig die Unordnung für den Erhalt der Artenvielfalt ist. Mit einer chaotischen Umwelt wissen Tiere mehr anzufangen als mit unseren herausgeputzten Gärten. Das Beispiel zeigt jedoch auch, wie schwierig es ist, das eigene Verhalten seinem Wissen anzupassen. Einer der Gründe, warum die Artenvielfalt heute weltweit bedroht ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7189749985103374940?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7189749985103374940/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/todesstrafe-verhangt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7189749985103374940'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7189749985103374940'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/todesstrafe-verhangt.html' title='Todesstrafe verhängt'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TIPc2E2bZWI/AAAAAAAABxg/Mct2FW9dVgU/s72-c/20100821_009.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-9152005209963708173</id><published>2010-09-02T09:00:00.002+02:00</published><updated>2011-07-22T09:52:02.852+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Die Wasserdampf-Trinker</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THv-SQ5dVLI/AAAAAAAABxQ/N3Ybf6qhSF0/s1600/DSC_0001.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THv-SQ5dVLI/AAAAAAAABxQ/N3Ybf6qhSF0/s400/DSC_0001.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Gartenmauer ist die senkrechte Heimat&lt;br /&gt;der Pinselfüsser. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Auf meiner Gartenmauer neben der Einfahrt leben eigenartige Tiere. Sie heissen Pinselfüsser (&lt;i&gt;Polyxenus lagurus&lt;/i&gt;) und sind nur vier Millimeter lang. Ihr ganzer Körper ist mit federartigen Auswüchsen bedeckt. Darum wohl der Name. Ihre Nahrung besteht aus Algen und Flechten, was die senkrechte Wand zu einem Schlemmerland für sie macht. Die kleinen Tierchen gehören zur Gruppe der Tausendfüsser, sie besitzen jedoch nur gerade 12 Beinpaare. Was ihnen an Laufkraft fehlt, machen sie mit Hightech wett. Die Pinselfüsser sind nämlich sehr trockenheitsresistent. Das heisst, über ihren Panzer verdunstet fast kein Wasser. Was in ihrem Körper ist, bleibt auch dort. Zudem entziehen sie ihrem Kot die Feuchtigkeit, bevor sie ihn ausscheiden. Auch hier wird also gespart. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://lh6.ggpht.com/_OvHRpE1AhwM/THlC_S4z7HI/AAAAAAAABw0/Fo256esOx-A/s1600/assel.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://lh6.ggpht.com/_OvHRpE1AhwM/THlC_S4z7HI/AAAAAAAABw0/Fo256esOx-A/s400/assel.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die seltsamen Auswüchse auf seinem Körper geben den&lt;br /&gt;Pinselfüssern ihren Namen. Der Kopf ist hier rechts unten. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das Wundersamste an ihnen ist jedoch ihre Gabe, Wasserdampf zu trinken. Damit meine ich nicht die kleinen Tautröpfchen, die am Morgen wie feiner Nebel durch die Luft schweben und sich auf der Autoscheibe als Wasserfilm niederschlagen. Nein. Sie trinken den unsichtbaren Wasserdampf, Luftfeuchtigkeit mit anderen Worten, der uns in jeder Sekunde umgibt. Das fanden Wissenschaftler heraus, indem sie die Tiere in einen Luftstrom von 80 Prozent Luftfeuchtigkeit steckten. Die Pinselfüsser legten in einigen Stunden 20 Prozent ihres Gewichtes zu. Sie tranken die Feuchtigkeit des Luftstroms. Mit welchem Organ sie das machen, wissen selbst die Forscher noch nicht. Ein ungelöstes Rätsel direkt vor der Haustür.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-9152005209963708173?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/9152005209963708173/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/die-wasserdampf-trinker.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/9152005209963708173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/9152005209963708173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/09/die-wasserdampf-trinker.html' title='Die Wasserdampf-Trinker'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THv-SQ5dVLI/AAAAAAAABxQ/N3Ybf6qhSF0/s72-c/DSC_0001.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8506082348056902097</id><published>2010-08-29T20:46:00.000+02:00</published><updated>2010-08-29T20:46:26.947+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Die Pollenschleuder</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THqqj_wIjRI/AAAAAAAABw4/4ngwC8CVXb8/s1600/atlas.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THqqj_wIjRI/AAAAAAAABw4/4ngwC8CVXb8/s400/atlas.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Im ganzen Baum wachsen gerade Hunderte oder Tausende&lt;br /&gt;solcher Zapfen heran – allesamt voller Pollen. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Allergiker atmen auf. Bald ist das Pollenjahr vorüber und alle erdenklichen Pflanzen vom Hasel bis zur Goldrute haben abgeblüht. Fast alle. Denn der ganz dicke Nachbrenner kommt erst noch: die Atlaszeder. Unter ihnen produzieren zwar nur die Männchen Pollen. Aber die machen das dafür gleich im Überfluss. In meinem Garten steht ein grosses Exemplar und auf jedem einzelnen Ast wachsen ein oder zwei Dutzend männliche Zapfen. Die werden sich bald öffnen und es Pollen regnen lassen, als gäbe es kein Morgen. Der Baum steht gleich neben der Einfahrt und wenn ich mein Auto nur für ein paar Stunden dort stehen lasse, ist es gepudert. Zum Glück bin weder ich noch das Auto allergisch. &lt;br /&gt;Aber mühsam ist das Sexleben dieses Baumes trotzdem. Denn wenn er erst einmal all seine Pollen losgeworden ist, wirft er die Zapfen einfach ab. Die sind nicht etwa hart wie Tannzapfen, sondern schön weich. Sie besitzen die üble Angewohnheit, sich mit Wasser voll zusaugen. Wenn sie dann zu Boden fallen, bleiben sie an Ort und Stelle haften, wie nasse Wattebausche. Jetzt kann man sich ja vorstellen, wie mein Auto dann aussieht. Vor allem die Scheibenwischer muss ich jeden Tag reinigen, sonst geht gar nichts mehr. &lt;br /&gt;Aber ein wenig tut mir die männliche Atlaszeder auch Leid. Denn sie ist in meinem Garten die einzige ihrer Art. Die meisten ihrer Pollen werden wohl nie auf das weibliche Gegenstück treffen und so zu einem neuen Samen, einem potenziellem Nachkommen, führen. Die einzige Hoffnung liegt in einer Baumschule etwa einen Kilometer Luftlinie von meinem Garten entfernt. Wenn der Wind von Südwesten bläst haben die Pollen vielleicht eine Chance, es über das kleine Wäldchen dazwischen zu schaffen. Hoffentlich gibt es dort auch ein paar Weibchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8506082348056902097?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8506082348056902097/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/die-pollenschleuder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8506082348056902097'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8506082348056902097'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/die-pollenschleuder.html' title='Die Pollenschleuder'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THqqj_wIjRI/AAAAAAAABw4/4ngwC8CVXb8/s72-c/atlas.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1848281869935482851</id><published>2010-08-25T21:35:00.001+02:00</published><updated>2011-04-08T19:47:57.278+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Mikro-Gärten</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THVvMH4IXZI/AAAAAAAABvM/90wW7Sgq5XQ/s1600/20100821_008.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THVvMH4IXZI/AAAAAAAABvM/90wW7Sgq5XQ/s400/20100821_008.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Zwischen den Steinplatten öffnet sich ein neuer Lebensraum.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Gärten sind wie gekotzte Milch – keine einheitliche Masse, sondern ein Gemenge aus unterschiedlich grossen Klümpchen. Gärten bestehen nicht nur aus «Grünfläche» oder «Rasen», nein, vielmehr sind sie aus einer Vielzahl kleiner Lebensräume zusammengesetzt. Jeder von ihnen ist wieder ein Mikro-Garten für sich. Natürlich muss man das Auge etwas schulen, bevor man die Grenzen zwischen den einzelnen Abschnitten ausmachen kann. Üben lässt es sich gut auf dem Sitzplatz, denn dort ist die Gliederung noch recht klar ersichtlich. &lt;br /&gt;Die Oberfläche der Steinplatten ist eine Art von Lebensraum. Es gibt dort &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/08/der-biotreibstoff.html"&gt;Ameisen&lt;/a&gt;, die auf und ab rennen, ab und zu eine Fliege oder ein Laufkäfer. An den Plattenrändern öffnet sich ein neuer Abschnitt. Aus den Spalten wächst Gras, Moose oder sogar Erdbeeren hervor. Einen Schritt weiter steht eine alte Holzbank. Sie ist übersät mit winzigen Algen, die ihr einen grünen Anstrich verleihen. Das Holz ist immer etwas feucht und bietet den winzigen Pflanzen den besten Nährboden für ihr Wachstum. Und über ihnen machen sich die Flechten breit. Links von der Bank steht die Vogeltränke. Auf einmal ist da Wasser in der kargen Steinwüste der Bodenplatten. In diesem Miniaturtümpel schwimmen Mückenlarven.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THVvf5gmaEI/AAAAAAAABvU/ytkYzb5MyoQ/s1600/20100821_007.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THVvf5gmaEI/AAAAAAAABvU/ytkYzb5MyoQ/s400/20100821_007.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Auf der Gartenbank wachsen Algen&lt;br /&gt;und Flechten.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Jetzt auf den Rasen. Im ewigen Schatten unter dem grossen Busch haben sich die genügsamen &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/01/die-winter-exhibitionisten-4.html"&gt;Indischen Scheinerdbeeren&lt;/a&gt; breit gemacht. Das Gras muss dort weichen. Ebenso dort, wo das Grundwasser aus dem Boden drückt und Moos in grossen Polstern wachsen lässt. Gras hat da keine Chance. Erst auf der Südseite, wo die Sonne den ganzen Tag scheint, ist der Rasen ein Rasen aus Gras. Doch nur zwei Meter weiter unter der grossen Akazie fällt so wenig Regen hin, dass Brombeeren und Unkräuter das Feld dominieren. So ist jeder Lebensraum das Zuhause einer anderen Gruppe von Lebensformen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1848281869935482851?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1848281869935482851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/mikro-garten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1848281869935482851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1848281869935482851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/mikro-garten.html' title='Mikro-Gärten'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/THVvMH4IXZI/AAAAAAAABvM/90wW7Sgq5XQ/s72-c/20100821_008.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8020492568070623507</id><published>2010-08-20T20:51:00.000+02:00</published><updated>2010-08-20T20:51:26.706+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Grüne Wüste</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TG7NUTA_CrI/AAAAAAAABt4/jLEm0bGNYoA/s1600/20100820_007.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TG7NUTA_CrI/AAAAAAAABt4/jLEm0bGNYoA/s400/20100820_007.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Distelblüten gehören zu den letzten Tankstellen für&lt;br /&gt;Hummeln und Bienen. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Alant ist bereits verblüht, die Anemonen werden bald schlapp machen und vom Rest der Gartenpflanzen erwarte ich nicht mehr viel. Die Zeit des Blühens, des Pflanzensex, ist grösstenteils vorbei. Nun ist die Reifephase gekommen. Die Früchte füllen sich mit Saft und die Samenkapseln werden mit jedem Tag dürrer, bis sie ihre wertvolle Fracht zu Boden fallen lassen. Die Pflanzen haben kein Problem mit diesem neuen Lebensabschnitt. Wohl aber die Insekten, die auf Nektar angewiesen sind. Für sie hat sich der Garten in einen Ort verwandelt, der zwar noch grün ist, aber in dem es keine Nahrung mehr für sie gibt: eine grüne Wüste. &lt;br /&gt;Darum bekomme ich sie immer seltener zu Gesicht. Sie sind zu anderen Jagdgründen geflogen, möglicherweise zu einem Streifen Klee, den der Bauern noch nicht gemäht hat, zu den Unkräutern in einer Hecke oder zu den kleinwüchsigen Blütenpflanzen in der nächsten Kiesgrube.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TG7Nl8GT3VI/AAAAAAAABuA/CJd2BoJb1FA/s1600/20100820_004.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TG7Nl8GT3VI/AAAAAAAABuA/CJd2BoJb1FA/s400/20100820_004.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Kehrseite: Hunderte von Samen an kleinen&lt;br /&gt;Fallschirmchen. Da hat mein Nachbar wenigstens auch&lt;br /&gt;noch etwas davon. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es gibt allerdings eine Ecke im Garten, wo der Flugverkehr noch rege im Gang ist. Der Grund dafür ist eine Pflanze, die von den Gärtnern im Allgemeinen gehasst wird. Die Distel. Neben der Akazie wächst ein riesiges Exemplar. Sie ist eineinhalb Meter hoch und übersät mit hübschen Blüten. Ein Festessen für Hummeln und Bienen. Sie bohren ihre Köpfe tief zwischen die Blütenblätter und saugen den Zuckersaft aus den Nektardrüsen. Die Insekten können sich glücklich schätzen, denn die Distel wird wohl noch einige Wochen lang ständig für neuen Nachschub sorgen.&lt;br /&gt;Ihr Vorteil könnte sich im nächsten Jahr zu meinem Nachteil entwickeln. Spätestens dann, wenn die vielen Hundert Samen, die eine solche Distel hervorbringt, zu keimen beginnen und meinen Garten in einen stacheligen Wald verwandeln. Ich kann mich schon mal auf viel Jätarbeit gefasst machen. Aber die Bienen sind es mir wert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8020492568070623507?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8020492568070623507/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/grune-wuste.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8020492568070623507'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8020492568070623507'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/grune-wuste.html' title='Grüne Wüste'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TG7NUTA_CrI/AAAAAAAABt4/jLEm0bGNYoA/s72-c/20100820_007.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4704749745678159944</id><published>2010-08-16T19:22:00.002+02:00</published><updated>2010-08-20T15:24:48.195+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Nach Land fischen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGlywftveJI/AAAAAAAABtY/XSM5YMfRxxo/s1600/DSC_0001.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGlywftveJI/AAAAAAAABtY/XSM5YMfRxxo/s400/DSC_0001.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Ausläufer arbeiten sich über den Randstein auf die&lt;br /&gt;Strasse vor immer gesichert durch eine Leine. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Strasse ist die Todeszone schlechthin. Dort ist es trocken und heiss, es gibt keine Erde und jegliches Leben wird sofort mehrfach platt gewalzt. Allerdings gibt es einen schmalen Streifen, der nur äusserst selten bis nie mit einem Autoreifen in Berührung kommt: der Strassenrand. Und genau diesen Lebensraum versuchen gerade meine Walderdbeeren zu erobern. &lt;br /&gt;Ihre Strategie ist die folgende. Sie bilden einen Ausläufer, den sie weg vom Rasen auf den Randstein schieben. Der Ausläufer, eine kleine Kopie der Mutterpflanze, bildet wiederum einen Ausläufer. Dieser schafft es bereits bis zum Ende des &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2009/12/die-einfahrt-1.html" title="Die Einfahrt (Teil 1 bis 3)"&gt;Randsteins&lt;/a&gt;. Dort entwächst ihm erneut ein Ausläufer, der es dieses Mal auf die Strasse hinunter schafft. Der ganze Tross ist indes mit einem Kabel mit der Mutterpflanze auf dem Rasen verbunden. Von dort werden die Jungpflanzen mit Nährstoffen versorgt. Zum Glück, denn ihre Wurzeln können sich kaum in den steinharten Untergrund bohren. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGlzEdMiUuI/AAAAAAAABtg/w3bWdNsXh70/s1600/DSC_0006.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGlzEdMiUuI/AAAAAAAABtg/w3bWdNsXh70/s400/DSC_0006.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;An den jungen Erdbeerpflanzen&lt;br /&gt;staut sich während Unwettern&lt;br /&gt;altes Pflanzenmaterial. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Jetzt kommt der Trick. Das Kabel ist auch eine Art Sicherungsleine. Strassenränder haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie bei Regen von reissenden Bächen heimgesucht werden. Die Sicherungsleine sorgt dafür, dass die jungen Erdbeeren nicht in der Kanalisation enden. Aber sie macht noch mehr. Der Bach spült Erde und kleine Pflanzenteile wie etwa Tannennadeln mit sich. Die bleiben in den Wurzeln der jungen Erdbeeren hängen und bilden bald ganze Haufen. So entsteht unter ihnen ein Kompost, der sie nun mit Nährstoffen versorgt. Das ist natürlich alles eine ziemlich lose Angelegenheit, doch die Sicherungsleine hält alles an Ort und Stelle fest. Der Strassenrand ist besiedelt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4704749745678159944?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4704749745678159944/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/nach-land-fischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4704749745678159944'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4704749745678159944'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/nach-land-fischen.html' title='Nach Land fischen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGlywftveJI/AAAAAAAABtY/XSM5YMfRxxo/s72-c/DSC_0001.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-994391116331278738</id><published>2010-08-13T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-08-13T20:00:46.765+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><title type='text'>Die Zeitmaschine</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGWGr6r4fPI/AAAAAAAABso/f7rdEVJRcHo/s1600/20100810_002.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGWGr6r4fPI/AAAAAAAABso/f7rdEVJRcHo/s400/20100810_002.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Links das Baby, rechts die erwachsene Bänderschnecke.&lt;br /&gt;Mit dem Alter mehren sich die Windungen. Die Rillen&lt;br /&gt;auf dem Haus sind Wachstumslinien. Sie entstehen, weil&lt;br /&gt;die Schnecke ihr Haus in Schüben weiterbaut. &lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wie ein Chamäleon verändern wir Menschen unser Aussehen mit den Jahren. Doch anders als das Reptil können wir nie mehr zu unserem früheren Ich zurückkehren. Ein Baby-Gesicht haben wir einmal und dann nie mehr. Bei den Häuschen-Schnecken ist das anders. Die tragen ihre Babyjahre, ihre Kindheit und ihre Teenager-Zeit ständig mit sich herum.&lt;br /&gt;Das Schneckenhaus ist ein spiralförmiger Gang, dessen Öffnung sich mit jeder Windung verbreitert. Wachstum bedeutet für eine Schnecke, diesen Gang ständig weiterzubauen. Sie beginnt damit nach dem Schlüpfen aus ihrem Ei. Zu diesem Zeitpunkt besteht ihr Haus aus nicht einmal einer Windung. Aber mit jedem Monat, der verstreicht, fügt sie einige Millimeter Kalk an der Öffnung hinzu. Als Teenager hat sie dann drei oder vier Windungen vollbracht und als Erwachsener fünf oder sechs (bei den Bänderschnecken zumindest). &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGWHYBheeqI/AAAAAAAABsw/HsHnwJkoHGo/s1600/20100810_003.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGWHYBheeqI/AAAAAAAABsw/HsHnwJkoHGo/s400/20100810_003.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Natürlich kann man damit auch&lt;br /&gt;Türmchen bauen. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das heisst, jedes Schneckenhaus ist eine Art Zeitmaschine. Folgt man den Windungen ins Zentrum, reist man mit jedem Zentimeter weiter zurück in die Vergangenheit. Nach der letzten Windung, ist man bei der Geburt angekommen. So sah sie als Baby aus. Ihr Leben lang trägt sie diesen Spiegel ihrer Vergangenheit mit sich herum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-994391116331278738?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/994391116331278738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/die-zeitmaschine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/994391116331278738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/994391116331278738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/die-zeitmaschine.html' title='Die Zeitmaschine'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGWGr6r4fPI/AAAAAAAABso/f7rdEVJRcHo/s72-c/20100810_002.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5236429699565661332</id><published>2010-08-10T14:53:00.002+02:00</published><updated>2011-01-28T09:56:53.011+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Recycling auf 14 Beinen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGFLN76ySFI/AAAAAAAABqY/fB3uQFtmQcA/s1600/assel1_01.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="297" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGFLN76ySFI/AAAAAAAABqY/fB3uQFtmQcA/s400/assel1_01.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Asseln fressen sich durch meinen Komposthaufen und&lt;br /&gt;machen aus Pflanzen wieder Humus. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Pflanzen machen viel Abfall. Sie bringen Blätter, Blüten und Früchte hervor, stellen sie ein paar Wochen zur Schau und werfen dann die ganze Pracht zu Boden als sei sie nichts wert. Die Welt wäre schon längst unter einem Berg von Pflanzenabfällen begraben worden, wenn nicht ständig eine unermüdliche Armee dafür sorgen würde, dass jedes gefallene Blatt sogleich in seine Bestandteile zerlegt wird. &lt;br /&gt;Das ist der Lebensinhalt der Asseln. Deswegen sind sie in meinem Komposthaufen besonders zahlreich. Dort fressen sie sich durch matschigen Salat, verschimmelte Zitronenschalen und Aststückchen. Mit ihrem Darm brechen sie das Pflanzenmaterial auf und entnehmen ihm die Nährstoffe, die sie zum Überleben benötigen. Den Rest scheiden sie wieder aus. Weil sie aber eine ziemlich schlechte Verdauung haben, ist das, was hinten raus kommt, immer noch sehr nahrhaft. Darum fressen sie ihren Kot gleich mehrmals, um bloss nichts zu verschwenden. So entsteht am Ende das, was Pflanzen am meisten lieben: ein kleiner, düngerreicher Humuskrümel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5236429699565661332?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5236429699565661332/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/recyling-auf-14-beinen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5236429699565661332'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5236429699565661332'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/recyling-auf-14-beinen.html' title='Recycling auf 14 Beinen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TGFLN76ySFI/AAAAAAAABqY/fB3uQFtmQcA/s72-c/assel1_01.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-5900883650532458901</id><published>2010-08-05T22:04:00.000+02:00</published><updated>2010-08-05T22:04:50.882+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die zwei Gesetze des Mooses</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFsXmi1JTOI/AAAAAAAABqI/Eu2kUCEUgkU/s1600/moos1.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFsXmi1JTOI/AAAAAAAABqI/Eu2kUCEUgkU/s400/moos1.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Moos macht jeden Ast zu einem&lt;br /&gt;immergrünen Garten.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Auf den ersten Blick ist Moos ein evolutionärer Rohrkrepierer. Während andere Pflanzen riesige Blätter, wunderbare Blüte oder süsse Früchte hervorbrachten, ist das Moos einfach nur Moos geblieben. Eintönig, klein und unscheinbar. &lt;br /&gt;Aber auf den zweiten Blick sieht alles ganz anders aus. Da ist das Moos ein evolutionärer Quantensprung, eine gänzlich neue Art von Pflanze. Denn zuvor gab es Grünzeug nur im Wasser in Form von gallertartigem Seetang und schlaffen Algenfäden. Sobald sie von der Brandung ans Land gespült wurden, war ihr Leben verwirkt. Sie trockneten aus und endeten als formlose Haufen. &lt;br /&gt;Moos änderte all das. Indem es Haupttrieb und Blätter versteifte, konnte es an Land sein eigenes Gewicht tragen ohne dabei gleich einzuknicken. Somit war es nicht mehr auf das stützende Korsett aus Wasser angewiesen und konnte fortan wachsen, wo es wollte. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFsX1AUkwXI/AAAAAAAABqQ/1gxp-frFf30/s1600/moos2.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFsX1AUkwXI/AAAAAAAABqQ/1gxp-frFf30/s400/moos2.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Genügsam wie es ist, wächst es munter in den Ritzen&lt;br /&gt;von Pflastersteinen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Das tat es auch. Es besiedelte die öde und unwirtliche Steinlandschaft, in welche die Erde vor 400 Millionen Jahren gekleidet war. Das war sein neues Reich. Und alles, wonach es verlangte, war ein bisschen Wasser und Licht. Hier offenbart sich die zweite grosse Errungenschaft des Mooses. Die Sparsamkeit. Es benötigt fast keine Nährstoffe, um zu gedeihen. Deshalb trifft man es auch heute noch an den unmöglichsten Orten an: auf Vogelhäusern, auf Ästen und zwischen den Ritzen von Pflastersteinen. &lt;br /&gt;Der aufrechte Wuchs und die Sparsamkeit sind die beiden Prinzipien, von denen das Überleben aller heutigen Landpflanzen abhängt. Doch erfunden hat sie nicht die Rose oder der Apfelbaum, sondern das kleine, unscheinbare Moos.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-5900883650532458901?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/5900883650532458901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/die-zwei-gesetze-des-mooses.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5900883650532458901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/5900883650532458901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/die-zwei-gesetze-des-mooses.html' title='Die zwei Gesetze des Mooses'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFsXmi1JTOI/AAAAAAAABqI/Eu2kUCEUgkU/s72-c/moos1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2745657879822067970</id><published>2010-08-02T20:50:00.000+02:00</published><updated>2010-08-02T20:50:32.827+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der Biotreibstoff</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFcSZ70A3vI/AAAAAAAABp4/MIVbF01_3jo/s1600/20100801_001.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFcSZ70A3vI/AAAAAAAABp4/MIVbF01_3jo/s400/20100801_001.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Löffel Konfitüre?! Das ist Gold wert im Tierreich.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ohne Zucker würde alles Leben im Garten stillstehen. Er ist gewissermassen das Erdöl der Natur. Nur anders als das echte, komm er nicht aus der Tiefe, sondern von der Sonne und zwar in Form von Lichtstrahlen. Diese fallen auf die Blätter von Pflanzen und treiben mit ihrer Energie winzigen Maschinen an, die sich im Innern der Zellen befinden. Sie machen aus Wasser und Kohlendioxid Traubenzucker. Ein wunderbarer Stoff, den Pflanzen in jede beliebige Form bringen können. Dazu hängen sie die einzelnen Traubenzucker-Moleküle wie Lego aneinander. So entsteht Zellulose, ein Grundstoff, aus dem Stängel, Äste, Blätter und Blüten gebaut werden. &lt;br /&gt;Holunderstrauch und Nussbaum sind also im Grunde nichts anderes als grosse Haufen aus festgebackenem Zucker. Ganz zum Leidwesen der Tiere. Denn die müssen Blätter, Stängel, Holz und Wurzeln in ihren Mägen mühsam verdauen und dabei die langen Legoketten, aus denen sie bestehen, wieder aufbrechen. Erst dann können sie die in ihnen gespeicherte Energie für den Betrieb ihres Körpers einsetzen.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFcSqJqA7oI/AAAAAAAABqA/lvt-Dcp8izQ/s1600/20100801_002.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFcSqJqA7oI/AAAAAAAABqA/lvt-Dcp8izQ/s400/20100801_002.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Im Augenblick sind sie noch friedlich beisammen. Doch&lt;br /&gt;im nächsten Moment geht der Streit um den Zuckerberg&lt;br /&gt;wieder los.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Doch es gibt auch leichter verdauliche Kost. Nektar zum Beispiel ist Zucker in reiner Form. Den können Insekten direkt in Energie umwandeln. Kein Wunder also finden sich auf einer Blüte alle möglichen Besucher ein von den Honigbienen über die Wespen bis zu den Käfern. Sie alle wollen Treibstoff, sie alle wollen Zucker. &lt;br /&gt;Wie begierig die Tiere danach sind, kann man mit einem Löffel voll Konfitüre testen. Als ich die süsse Verführung auf eine Steinplatte streiche, geht es keine zehn Sekunden bis eine Ameise heranrast und ihre Mandibeln in den klebrigen Berg taucht. Ein Traum ist wahr geworden: Zucker im Überfluss. Doch sie bleibt nicht lange allein damit. Bald darauf landet eine Fliege am Rande des Haufens und leckt, was das Zeug hält. Die Ameise ist vorerst zu beschäftigt, als dass sie sich mit dem neuen Nachbar streiten könnte. Doch ab und zu hebt sie ihren Kopf und rennt ein paar Schritte um ihren Schatz herum. Dabei verscheucht sie jedes Mal die Fliege von ihrem Platz. Diese nimmt es gelassen, surrt kurz in die Luft und landet dann auf der anderen Seite, um sich noch ein paar Portionen Zucker zu gönnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2745657879822067970?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2745657879822067970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/der-biotreibstoff.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2745657879822067970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2745657879822067970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/08/der-biotreibstoff.html' title='Der Biotreibstoff'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFcSZ70A3vI/AAAAAAAABp4/MIVbF01_3jo/s72-c/20100801_001.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7808367699238076612</id><published>2010-07-30T20:58:00.000+02:00</published><updated>2010-07-30T20:58:01.385+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Symbiose'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der Anti-Garten</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFMfV-5GZvI/AAAAAAAABo4/QtoAkXXidEk/s1600/holzbeige1.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFMfV-5GZvI/AAAAAAAABo4/QtoAkXXidEk/s400/holzbeige1.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Rückseite der Holzbeige.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Welt ist eine Fassade. Make-up umrahmt das hübsche Lächeln, überdeckt die Falten, die Gräben, die Löcher und Untiefen, damit wir nicht die nackte Wahrheit hinter der scheinbaren Schönheit erfahren, denn die ist vielleicht alles andere als schön – oder dann von einer Schönheit, die sich nicht so einfach geniessen lässt. &lt;br /&gt;Mit den Gärten ist es genau gleich. Hier ein paar Malven, dort eine Reihe Sonnenblumen und da einige Nelken nett zurechtgemacht im Plastiktopf-Korsett. Der Rasen gemäht, die Holzbeige wasserdicht abgedeckt und die Steinplatten gefegt. So erstrahlt der Garten wie ein frisch geölter Schildkrötenpanzer; ein blendender Glanz, der uns die Schildkröte im Panzer drinnen vergessen lässt. Doch heute nicht. Heute durchbreche ich die Fassade. Heute klettere ich zur Abwechslung hinter die Holzbeige. &lt;br /&gt;Sie steht dort neben dem Komposthaufen schon seit Jahren. Still, bescheiden, das Wetter geduldig aushaltend, wohl behütet unter einer grünen Plastikplane. Der Weg auf die andere Seite ist nicht einfach. Rechts versperrt mir die &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/04/klima-abkuhlung.html" title="Klima-Abkühlung"&gt;Japanische Zierkirsche&lt;/a&gt; den Zugang, links ein Gebüsch. Ich mache also einen grossen Bogen und kämpfe mich von hinten an die unschöne Seite der Holzbeige heran. &lt;br /&gt;Die Welt, in die ich eintauche, ist dunkel und voller Schatten. Eine niedrig wachsende Eibe ist für die düstere Atmosphäre verantwortlich. Es ist still hier, nichts bewegt sich. Die Holzscheite sind feucht und mit einer bunten Parade von Pilzen bewachsen. Die sind ganz begierig nach dem Material, mit dem ich eigentlich im Herbst meinen Kamin heizen möchte. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFMflp0CliI/AAAAAAAABpA/BTMMJbMCuMw/s1600/holzbeige2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFMflp0CliI/AAAAAAAABpA/BTMMJbMCuMw/s400/holzbeige2.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Aus dem Moder spriesst ein Efeu-Keimling.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Boden ist mit einer dicken Schicht Laub bedeckt. Ein seltener Anblick in einem herausgeputzten Garten. Laub –&amp;nbsp;der Innbegriff der Unordnung. Aber hier darf es noch vermodern und verrotten. Hierhin verirrt sich kein Rechen. In den faulenden Blättern sind Mikroben gerade dabei die Masse wieder in Nährstoffe für die Pflanzen umzuwandeln. Ein Prozess, ohne den wir keine Sekunde auf der Erde überleben würden. &lt;br /&gt;Und da, aus dem Zerfall hervor, spriesst ein Efeu-Keimling. Er trotzt dem ewigen Schatten dieser Nische und tastet sich langsam aber stetig der Sonne entgegen, obwohl ihre Strahlen noch nie auf seine Blätter gefallen sind und ihm gezeigt haben, dass er sie tatsächlich braucht. Und so offenbaren sich im Moder hinter der Holzbeige die ewigen Prozesse, die einen Garten am Leben halten: Zerfall, Recycling und Wiedergeburt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7808367699238076612?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7808367699238076612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/der-anti-garten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7808367699238076612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7808367699238076612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/der-anti-garten.html' title='Der Anti-Garten'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TFMfV-5GZvI/AAAAAAAABo4/QtoAkXXidEk/s72-c/holzbeige1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4529437809734564744</id><published>2010-07-26T21:01:00.002+02:00</published><updated>2010-08-15T12:14:03.178+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><title type='text'>Naturschutz zum Essen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TE3Z4HyjUAI/AAAAAAAABog/Sl58A_ZcamU/s1600/raupe1.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TE3Z4HyjUAI/AAAAAAAABog/Sl58A_ZcamU/s400/raupe1.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Raupe des Schwalbenschwanzes kurz nach&lt;br /&gt;dem Schlüpfen: schwarz und stachelig. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Vermutlich kriegen die meisten von euch beim Wort «Fenchel» eine Gänsehaut oder mindestens einen Anfall von Übelkeit. Zu viele traumatische Erinnerungen haften an dieser Nutzpflanze, angefangen beim Fenchel-Tee, den einem die Eltern schon als Baby eingeflösst haben, bis zum gesottenen Fenchel-Gemüse, das jeweils neben dem Schnitzel auf dem Teller lag («Das Gemüse wird auch aufgegessen!») und einen ganz und gar deplazierten Eindruck machte. &lt;br /&gt;Vielleicht ist das der Grund, warum es heute nur noch die alten Schrebergärtner sind, die ihn anbauen. Alle andern lassen mit gutem Recht die Finger davon und genau das ist das Problem. Denn es gibt einen Gartenbewohner, der seinen Kindern diese Köstlichkeit auf keinen Fall vorenthalten will: der Schwalbenschwanz.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TE3aGc82D2I/AAAAAAAABoo/v-35lInktLM/s1600/raupe2.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TE3aGc82D2I/AAAAAAAABoo/v-35lInktLM/s400/raupe2.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Zwei Wochen später sieht sie schon&lt;br /&gt;hübscher aus. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Schmetterling legt seine Eier auf dem Fenchel ab und die schlüpfenden Raupen machen sich mit Heisshunger über das Grünzeug her. Ebenso gerne verzehren sie auch Karotten oder Dill. Aber weil beide einige Zeit brauchen, um zu keimen und zu futterwürdiger Grösse heranzuwachsen, legen die Schwalbenschwanz-Schmetterlinge ihre Eier meist auf Fenchel ab. Dieser kommt schon im Mai als Setzling in den Garten –&amp;nbsp;bereit für den Verzehr.&lt;br /&gt;Die kleinen Raupen fressen sich in nur wenigen Wochen so dick, dass sie sich verpuppen. Dazu suchen sie einen geschützten Ort auf wie zum Beispiel einen Baum oder eine Hauswand. Das passiert in der ersten Hälfte des Junis. Bald darauf schlüpfen die neuen Schwalbenschwänze. Die paaren sich und legen die zweite Generation Eier ab. Diese Raupen fressen bis Mitte Juli bevor sie sich verpuppen. &lt;br /&gt;Bei der ganzen Fresserei arbeitet die Zeit immer gegen die Raupen. Denn der Schrebergärtner mit Appetit auf Fenchel wird diesen sicher irgendwann im Juni ernten. Lässt er ihn länger stehen, wird das Gemüse zäh. Das heisst, die erste Generation Raupen schafft es vielleicht gerade noch, sich beizeiten zu verpuppen. Doch die zweite kommt garantiert unter das Küchenmesser. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TE3aOns_HOI/AAAAAAAABow/y_IWVf03ugI/s1600/raupe3.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TE3aOns_HOI/AAAAAAAABow/y_IWVf03ugI/s400/raupe3.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Kurz vor dem Verpuppen zeigt die Raupe&lt;br /&gt;ihre ganze Farbenpracht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wer den seltenen Tagfaltern also einen gefallen tun möchte, lässt den Fenchel bis in den Juli stehen. Und da heute ja sowieso niemand mehr ernsthaft Fenchel isst, können die Pflanzen ruhig etwas zäh werden. Wer am Ende doch noch Lust bekommt, hier ist das Rezept: Die Knollen in vier Stücke schneiden, mit Olivenöl bestreichen, anschliessend mit etwas Salz und fein geschnittenem Rosmarin würzen. Auf einem Backpapier auslegen und bei 150 Grad Celsius 45 Minuten backen. Wird garantiert butterzart – auch nachdem die Raupen mit ihm fertig sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4529437809734564744?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4529437809734564744/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/naturschutz-zum-essen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4529437809734564744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4529437809734564744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/naturschutz-zum-essen.html' title='Naturschutz zum Essen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TE3Z4HyjUAI/AAAAAAAABog/Sl58A_ZcamU/s72-c/raupe1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2658487664411727396</id><published>2010-07-22T20:57:00.001+02:00</published><updated>2010-07-22T21:01:10.668+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Karibische Tief-Flieger</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TEiSbYJXYOI/AAAAAAAABl4/LbX7BTqPHKM/s1600/20100720_020.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TEiSbYJXYOI/AAAAAAAABl4/LbX7BTqPHKM/s400/20100720_020.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Blüten der Kugeldisteln sind für Insekten, was die&lt;br /&gt;Karibik für uns Menschen ist: unwiderstehlich. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Princess Juliana Flughafen in der Karibik zählt zu den gefährlichsten der Welt, weil die Piste gleich hinter einem Strand beginnt, auf dem sich die Touristen in der Sonne bräunen*. Fliegt der Pilot ein wenig zu tief, gibt es ein Massaker. Er selbst wird von seinem fliegerischen Unvermögen kaum betroffen. Doch es gibt einen Flughafen, der unfähige Kapitäne mit dem Tod bestraft. Er befindet sich gleich neben der Hauswand in den Kugeldisteln. &lt;br /&gt;Dort haben sich die runden Blütenköpfe jetzt geöffnet und locken Schmetterlinge, Bienen, Schwebefliegen und sogar Wespen an. Die sichere Art zu landen und zu starten ist die: steil anfliegen und genauso auch wieder abheben. Das funktioniert in vielen Fällen ganz gut. Aber vor allem die Honigbienen haben ab und zu Schwierigkeiten mit ihren Motoren und verlieren für Sekundenbruchteile ihre volle Leistung. Das hat unmittelbare Konsequenzen auf die Flughöhe. Die Bienen sacken mehrere Zentimeter ab. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TEiStzL8_MI/AAAAAAAABmA/6NjXUHAeVio/s1600/20100720_021.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TEiStzL8_MI/AAAAAAAABmA/6NjXUHAeVio/s400/20100720_021.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Wer zu tief fliegt, geht einer&lt;br /&gt;Spinne ins Netz.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Und genau das ist noch viel gefährlicher als einem Tourist mit dem Reifen den Schädel abzurasieren. Denn der ganze Luftraum unter den Blüten der Kugeldisteln ist mit einem Gewirr von Spinnennetzen durchzogen. In ihnen machen Bienen mit Motorschaden eine Bruchlandung. Wenn sie Glück haben, kommen sie durch eine sofortige Erhöhung der Schubkraft in wenigen Augenblicken wieder frei – bevor die Spinne sie mit ihren Fäden festzurrt. Die Pechvögel allerdings bleiben im Netz hängen und müssen es erleben, dass sie von einem Raubtier ausgesaugt werden, dessen Körper gerade mal so gross ist wie eines ihrer Augen. &lt;br /&gt;Wie gesagt, wer steile Landungen und Starts hinlegt, entgeht diesem Schicksal. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass sich die Blüten alle auf unterschiedlichen Höhenstufen befinden. Wer also alle Nektarquellen besuchen möchte, muss in das Spinnennetz-Labyrinth abtauchen und hoffen, mit keinem der Tausenden von Fäden zu kollidieren. Da ist die Landung in der Karibik ein reines Zuckerschlecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*Und so sieht es aus:&lt;br /&gt;&lt;object height="385" width="480"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/zAfQwDizpRo&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/zAfQwDizpRo&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2658487664411727396?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2658487664411727396/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/schlechte-piloten-werden-verspeist.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2658487664411727396'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2658487664411727396'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/schlechte-piloten-werden-verspeist.html' title='Karibische Tief-Flieger'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TEiSbYJXYOI/AAAAAAAABl4/LbX7BTqPHKM/s72-c/20100720_020.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6540451883551656888</id><published>2010-07-19T22:09:00.000+02:00</published><updated>2010-07-19T22:09:44.845+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Der globale Palmenwald</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TESwE6acuoI/AAAAAAAABjk/yvQCEi3Jzdo/s1600/DSC_0009.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TESwE6acuoI/AAAAAAAABjk/yvQCEi3Jzdo/s400/DSC_0009.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Nach drei Jahren ist meine Kanaren-&lt;br /&gt;palme noch kein zehn Meter&lt;br /&gt;hoher Riese.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Auf der Insel wächst sie bis in eine Höhe von tausend Metern über Meer, ohne sich an der Kälte zu stören. Ebenso wenig interessiert sie die Trockenheit, denn ihre Wurzeln dringen tief in das poröse Lavagestein ein und ziehen den letzten Rest Feuchtigkeit aus ihm heraus. Dabei ist sie flexibel genug, um nach anhaltenden Regenfällen über längere Zeit im Wasser stehen zu können, ohne dabei Schaden zu nehmen. Unter den Palmen ist sie unübertroffen, was ihre Anpassungsfähigkeit angeht. &lt;br /&gt;Doch es gibt einen Umwelteinfluss, vor dem auch die Kanarenpalme &lt;i&gt;(Phoenix caraniensis&lt;/i&gt;) kapituliert. Er traf zum ersten Mal Ende des 15. Jahrhunderts mit spanischen Segelschiffen auf den Kanaren ein. Der Mensch. Dieser rodete die fantastischen Palmwälder, um so Platz für Landwirtschaft und Gebäude zu schaffen. Von den einst riesigen Waldflächen stehen heute nur noch Restbestände. Die Kanarenpalme, so scheint es, hat ihre besten Zeiten hinter sich. &lt;br /&gt;Zu allem Überfluss bringen die Menschen nunmehr auch gefährliche Fremdlinge auf die Inseln, wie die Echte Dattelpalme (&lt;i&gt;Phoenix dactylifera&lt;/i&gt;). Sie ist eine nahe Verwandte der Kanarenpalme. Zu nahe verwandt, möchte man sagen. Denn ihr Pollen, der kilometerweit durch die Luft fliegen kann, landet auf den weiblichen Blütenständen ihrer Cousine, was zu Sex unter Verwandten führt. Die Nachkommen sind Hybride, also ein Gemisch aus beiden Arten. Diese ihrerseits bilden nicht wie das Maultier (die Kreuzung zwischen Pferd und Esel) eine reproduktive Sackgasse, sondern bringen keimfähige Samen hervor. So zerfliesst das einmalige Erbgut der Kanarenpalme langsam im wilden Treiben der Bäume. Die Art scheint dem Untergang geweiht zu sein.&lt;br /&gt;Interessanterweise ist genau das Gegenteil der Fall. Wegen ihrer Unempfindlichkeit sind sie heute die Lieblinge auf Terrassen, Balkonen und Wintergärten und in jedem Schweizer Gartenzentrum kann man sie ab der Stange kaufen. Mein Exemplar habe ich 2007 als Samen von Teneriffa mitgebracht. Man könnte sagen, sie ist eine Pflanze, die ihrer Heimat beraubt wurde und dafür eine ganze Welt bekam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6540451883551656888?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6540451883551656888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/der-globale-palmenwald.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6540451883551656888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6540451883551656888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/der-globale-palmenwald.html' title='Der globale Palmenwald'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TESwE6acuoI/AAAAAAAABjk/yvQCEi3Jzdo/s72-c/DSC_0009.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6395845778884128189</id><published>2010-07-15T21:43:00.003+02:00</published><updated>2010-07-18T18:13:17.812+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Mikro-Klima</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TD9iE2pijVI/AAAAAAAABig/QqhTZ5Sd6zk/s1600/DSC_0042.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TD9iE2pijVI/AAAAAAAABig/QqhTZ5Sd6zk/s400/DSC_0042.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Am Grund von ungemähtem Rasen herrschen 24 Grad&lt;br /&gt;Celsius. Ist das Gras allerdings geschnitten, liegt die&lt;br /&gt;Temperatur um 2 Grad höher. Längere Halme,&lt;br /&gt;mehr Schatten, kühlere Luft.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Heute Abend klebt mir mal wieder mein Hemd auf dem Körper. Die Lufttemperatur beträgt 25 Grad Celsius und ich kann mich vor ihr nicht verstecken. Auf dem Sitzplatz, im Gemüsebeet, in der Küche – es ist überall gleich heiss. Wäre ich allerdings nur einen Zentimeter gross, sähe die Sache schon anders aus. Im Ökosystem des Gartens mit den vielen kleinen Nischen variiert die Temperatur bisweilen sehr stark.&lt;br /&gt;Das Wasser in der Vogeltränke ist zum Beispiel nur 21 Grad warm. Welch eine schöne Abkühlung das doch wäre! Das Gleiche im Schatten des Rasens. An der Basis der Gräser herrschen ebenfalls angenehme 21 Grad. Leider bin ich 1000 Mal zu gross, um das geniessen zu können. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TD9iToyoUfI/AAAAAAAABio/HzyJxpXvn0k/s1600/DSC_0056.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TD9iToyoUfI/AAAAAAAABio/HzyJxpXvn0k/s400/DSC_0056.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Zehn Zentimeter tief im Gartenbeet sind es bei&lt;br /&gt;Sonnenuntergang immer noch 27 Grad. Der grösstenteils&lt;br /&gt;brache Boden nimmt während des Tages die Wärme auf&lt;br /&gt;und speichert sie. Unter dem Rasen nebenan ist es&lt;br /&gt;ganze 6 Grad kühler. &lt;/td&gt;&lt;td class="caption"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class="caption"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Allerdings gibt es auch Orte, an denen die Temperatur noch unangenehmer ist als in meiner Küche. Unten im Trichter des &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/07/der-ameisenlowe.html" title="Der Ameisenlöwe"&gt;Ameisenlöwen&lt;/a&gt; einen Zentimeter unter der staubtrockenen Erde ist es jetzt 26 Grad. Während der Mittagshitze war es dort sicher weit über 30 Grad heiss. Der arme Kerl kam wohl ganz schön ins Schwitzen! Brachliegende Erde heizt sich in der Sonne auf wie eine Steinplatte.&lt;br /&gt;Noch schlimmer sind die Bedingungen auf der Asphaltstrasse, die an den Garten grenzt. Sogar jetzt im Sonnenuntergang sind es noch 30 Grad. Gleich daneben liegt die Einfahrt, die mit Betonpflastersteinen besetzt ist: 28 Grad. Dort leben die &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/02/ehen-mit-scheidungsrate-null.html" title="Ehen mit Scheidungsrate null"&gt;Flechten&lt;/a&gt; das ganze Jahr über. Zähe Burschen sind das. Im Winter ertragen sie Eis und Schnee und im Sommer werden sie 16 Stunden an der Sonne geröstet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6395845778884128189?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6395845778884128189/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/mikro-klima.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6395845778884128189'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6395845778884128189'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/mikro-klima.html' title='Mikro-Klima'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TD9iE2pijVI/AAAAAAAABig/QqhTZ5Sd6zk/s72-c/DSC_0042.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-8435928329340909545</id><published>2010-07-12T19:03:00.004+02:00</published><updated>2011-05-16T15:38:59.621+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><title type='text'>Der Ameisenlöwe</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDtJRnCoSbI/AAAAAAAABh4/m2O-hAaKH2M/s1600/20100711_020.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDtJRnCoSbI/AAAAAAAABh4/m2O-hAaKH2M/s400/20100711_020.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Ameise am Grund des Trichters. Das Gift hat ihren&lt;br /&gt;Körper bereits gelähmt. Ihre Organe verflüssigen sich&lt;br /&gt;gerade.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es geht ganz schnell. Die Blattlaus stolpert über den Rand des Trichters und findet sich im nächsten Augenblick an seinem Grund wieder. Ein gefährlicher Ort, denn nur wenige Millimeter unter ihr im staubtrockenen Erdreich lauert ein gefrässiges Insekt –&amp;nbsp;der Ameisenlöwe. Die Blattlaus scheint so etwas in der Art zu vermuten, rafft sich auf und versucht mit allen Kräften, den äusserst rutschigen Hang hochzukommen. Es ist vergebliche Mühe. Immer wieder fällt sie bis nach ganz unten, immer wieder rutscht die Erde unter ihren Füssen weg. Sie sitzt in der Falle. Ihr einziges Glück ist, dass sie zu klein für den Sandlöwen ist. Er wartet auf grössere Beute.&lt;br /&gt;Ich gebe sie ihm. Von einer nahen Steinplatte nehme ich vorsichtig eine Ameise und werfe sie hinab in den wenige Zentimeter tiefen Trichter. Sogleich strampelt sie wie wild und unterschreibt so ihr Todesurteil. Der Ameisenlöwe erkennt an den heftigen Erschütterungen, dass sein Abendessen eingetroffen ist. Er bewirft die Ameise mit Erde, ohne dabei selbst je aus ihr hervorzukommen. Nach drei Ladungen ist die Ameise bereits mit dem halben Körper eingesunken. Ein stechender Schmerz fährt durch sie. Es ist das Letzte, was sie je spüren wird. Der Ameisenlöwe hat sie gebissen und ihr dabei ein starkes Gift injiziert. Es lähmt sie innert Sekunden.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDtJjoKDesI/AAAAAAAABiA/vFiLPzbeZHA/s1600/20100711_021.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDtJjoKDesI/AAAAAAAABiA/vFiLPzbeZHA/s400/20100711_021.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Ameisenlöwe ist die Larve der Ameisenjungfer, eines &lt;br /&gt;libellenartigen Insekts. Man kann ihn mit einem&lt;br /&gt;Kaffeelöffel leicht aus seinem Trichter ausheben, um&lt;br /&gt;ihn sich genauer anzuschauen. Danach baut er sich einen&lt;br /&gt;neuen Trichter. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Um sie zu verspeisen, beisst er nochmals zu und spritzt Verdauungssäfte in sie hinein. Diese verflüssigen ihre inneren Organe. Der Ameisenlöwe kann sein Opfer danach bequem aussaugen. Seiner Beute sicher, zieht er die Ameise jetzt ganz in sein Reich hinab. Sie verschwindet und zurück bleibt nichts als ein leerer Trichter, der bereit für den nächsten unachtsamen Spaziergänger ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr über dieses Insekt und seine Lebensweise auf &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ameisenl%C3%B6we" target="_blank" title="Ameisenlöwe auf Wikipedia"&gt;Wikipedia.&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-8435928329340909545?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/8435928329340909545/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/der-ameisenlowe.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8435928329340909545'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/8435928329340909545'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/der-ameisenlowe.html' title='Der Ameisenlöwe'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDtJRnCoSbI/AAAAAAAABh4/m2O-hAaKH2M/s72-c/20100711_020.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-6292726917213046299</id><published>2010-07-09T22:24:00.001+02:00</published><updated>2010-07-12T18:17:42.496+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Mikado-Sutra</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDeEtnA5h8I/AAAAAAAABdg/0lnSqEqgZv4/s1600/stelz.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="262" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDeEtnA5h8I/AAAAAAAABdg/0lnSqEqgZv4/s400/stelz.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein flüchtiger Einblick in die verborgene Welt der&lt;br /&gt;Stelzfliegen. Hier sind sie gerade bei der Paarung.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ab und zu öffnet sich in einem unerwarteten Augenblick zwischen Gemüsebeet und &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/06/die-herrschaft-der-ganseblumchen.html" title="Die Herrschaft der Gänseblümchen"&gt;Rasen&lt;/a&gt; ein Tor in eine gänzlich unbekannte Welt. Ich strecke gerade meinen Kopf in die Königskerzen, als genau das passiert. Auf einem Blatt sitzen eng umschlungen zwei sehr eigenartige Insekten. Sie sehen aus wie überdimensionale Mücken. Doch was ich da vor mir habe, sind keine Blutsauger, sondern Aasfresser. Sie gehören zu einer Familie, über die selbst die Wissenschaft nur sehr wenig weiss. Es sind Stelz-Fliegen (Micropezidae). Sie heissen so, wegen ihrer langen Beine.&lt;br /&gt;Ihre Nahrung besteht aus verfaulten Früchten und anderem Pflanzenmaterial und einige Forscher haben sie sogar auf menschlichen Exkrementen beobachtet. Ihre Larven entziehen sich dem Blick der Wissenschaft fast vollständig. Auch sie leben in verrottenden Pflanzenteilen und verpuppen sich dort. Ich vermute mal, dass ich sie im Komposthaufen wieder finden würde – wenn ich wüsste, wie sie aussehen.&lt;br /&gt;Ein weiteres Rätsel ist ihr Paarungsverhalten. Eine der ersten Beschreibungen stammt von Clifford Berg, einem Forscher, der während des 2. Weltkriegs auf den Salomonen stationiert war, um Malaria zu bekämpfen. Er schrieb in seiner Studie: «Die Paarung findet normalerweise auf einem grossen Blatt statt. Das Männchen und das Weibchen bleiben zehn bis fünfzehn Minuten zusammen, manchmal still stehend und manchmal spazierend.» Das war 1947 und seither ist die Literatur über die Stelzfliegen (besonders die über ihr Sexleben) eher dürftig geblieben. In der Zentralbibliothek Zürich gibt es nur zwei alte Bücher über sie.&lt;br /&gt;Was ihre Paarung betrifft, so habe ich Glück, dass ich sie gerade dabei erwische. Wenn man in Gedanken erst einmal das mikadoartige Gewirr von Beinpaaren geordnet hat, zeigt sich, dass das Männchen offenbar eine sehr komfortable Stellung einnimmt. Seine vorderen Beinpaare halten das Weibchen um die Taille fest. Mit dem mittleren Beinpaar presst er ihren Bauch gegen seinen Penis und das hinterste Paar lässt er einfach in der Luft hängen. Das arme Weibchen trägt also ihren Liebhaber mit sich herum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-6292726917213046299?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/6292726917213046299/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/mikado-sutra.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6292726917213046299'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/6292726917213046299'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/mikado-sutra.html' title='Mikado-Sutra'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDeEtnA5h8I/AAAAAAAABdg/0lnSqEqgZv4/s72-c/stelz.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-3347624924253321764</id><published>2010-07-05T08:27:00.000+02:00</published><updated>2010-07-05T08:27:43.632+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Im Gewitter aufgelöst</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDF5_396gsI/AAAAAAAABc4/7XcWM-ePhgY/s1600/DSC_0082.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDF5_396gsI/AAAAAAAABc4/7XcWM-ePhgY/s400/DSC_0082.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine graue Wand aus Wasser kommt hinter der Biene&lt;br /&gt;immer näher. Sie jedoch sammelt ungestört weiter.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Blätter der Akazie zittern nervös der grauen Wand entgegen, die sich von Westen nähert. Der lang gestreckte Hügelrücken am Horizont –&amp;nbsp;eine Moräne, die der Gletscher vor 10 000 Jahren dort liegengelassen hat –&amp;nbsp;wird bleicher und bleicher, bis er vom Gewitter ganz verschluckt wird. Die Windgeschwindigkeit steigt und jetzt fuchteln auch die Äste der Eiche wie Staubwedel durch die Luft. &lt;br /&gt;Die Bienen im Garten scheint das herannahende Unwetter nicht zu kümmern. Sie sind beschäftigt mit Nektar einsammeln und messen dem Temperatursturz von 32 hinunter auf 26 Grad Celsius offenbar keine Bedeutung zu. Warum auch? Bienen benötigen eine Mindesttemperatur von nur 12 Grad Celsius, um Flugzüchtigkeit zu erlangen. Und so weit wird das Thermometer heute nicht fallen. Also sammeln die fleissigen Insekten, was das Zeug hält. Ihr Eifer ist erstaunlich: Im besten Fall besucht jede von ihnen 3 000 Blüten pro Tag und kann so bis zu einem halben Gramm Nektar zum Stock zurückbringen (in mehreren Flügen). Das ist das Vierfache ihres eigenen Körpergewichts. Umgerechnet auf den Menschen bedeutet das, 300 Kilogramm Gepäck über eine Distanz von 10 Kilometern zu schleppen (so weit ist es von der Blüte bis zum Bienenstock). Oder 30 Kilogramm 100 Kilometer weit und das in den 15 Stunden, in denen die Sonne am Himmel steht. Diesen Marathonläufer möchte ich sehen. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDF6VS30b7I/AAAAAAAABdA/AXXAQXPlOYQ/s1600/DSC_0104.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDF6VS30b7I/AAAAAAAABdA/AXXAQXPlOYQ/s400/DSC_0104.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Nach dem Gewitter bedeckt ein Wasserfilm die Blüten.&lt;br /&gt;Von den Bienen fehlt jede Spur.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Doch heute sind bei den Bienen in meinem Garten keine Höchstleistungen angesagt. Die Regenwand fegt über uns hinweg und dicke Tropfen fallen wie Wasserbomben auf die Blütenpracht hernieder. Erst jetzt wird es den Insekten zu ungemütlich. Ich versuche angestrengt auszumachen, wo sie Schutz suchen, aber vergebens. Die Bienen scheinen sich einfach aufgelöst zu haben. Als ich nach dem Regen unter jede Blüte und jedes Blatt schaue, finde ich keine von ihnen. Kann es sein, dass sie es noch im Inferno zurück zum Stock geschafft haben?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-3347624924253321764?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/3347624924253321764/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/im-gewitter-aufgelost.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3347624924253321764'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3347624924253321764'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/07/im-gewitter-aufgelost.html' title='Im Gewitter aufgelöst'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TDF5_396gsI/AAAAAAAABc4/7XcWM-ePhgY/s72-c/DSC_0082.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4694703373354878194</id><published>2010-06-30T22:54:00.003+02:00</published><updated>2011-05-16T15:39:47.675+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Eindringlinge'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><title type='text'>Im Würgegriff der Marienkäfer</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCushtIZeEI/AAAAAAAABco/aFKu4cHGNes/s1600/DSC_0054.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCushtIZeEI/AAAAAAAABco/aFKu4cHGNes/s400/DSC_0054.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Puppe des Asiatischen Marienkäfers.&lt;br /&gt;Sie ist gut erkennbar an der leuchtend&lt;br /&gt;orangen Farbe. Aus ihr schlüpft bald&lt;br /&gt;ein fertiger Käfer.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Sie sind hier, in meinem Garten. Still und regungslos hängen sie in ihren Kokons an den Nadeln der Schwarzkiefer und warten bis sich ihre Umwandlung zum fertigen Käfer vollzogen hat. Bald werden sie damit fortfahren, das Ökosystem des Gartens aus dem Gleichgewicht zu bringen. Warum? Weil sie nicht von hier sind.&lt;br /&gt;Wir Menschen brachten die Asiatischen Marienkäfer (&lt;i&gt;Harmonia axyridis&lt;/i&gt;) nach Europa – in bester Absicht versteht sich. In den 80er Jahren führte die landwirtschaftliche Forschungsanstalt von Frankreich INRA die Käfer von China ein, um ihren möglichen Einsatz als Waffe gegen Blattläuse zu untersuchen. Auf die hatten sie einen sehr grossen Appetit. Sie verschlangen mehr von ihnen als unsere heimischen Marienkäfer es je konnten. Die Folge: In den 90er Jahren gingen in vielen Ländern Europas die Asiatischen Marienkäfer als &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/2010/05/unerwunschte-mieter.html" title="Unerwünschte Mieter"&gt;«biologische Schädlingsbekämpfung»&lt;/a&gt; über die Ladentische. Statt Pestizide konnten die Bauern nun einfach Marienkäfer auf ihren Apfelplantagen und Hopfenfeldern aussetzen. Auf diese Weise besiedelten sie unter anderem Deutschland, Belgien, Spanien und Italien. &lt;br /&gt;Am Anfang blieben die Käfer brav auf ihren Apfelbäumen. Doch bald passten sie sich dem rauen europäischen Klima an. In nur wenigen Jahren fanden sie sich in der neuen Umwelt so gut zurecht, dass sie nicht mehr auf die Aufzuchtstationen der Menschen angewiesen waren, um sich zu vermehren. Sie konnten das nun selbst in freier Wildbahn. Und sie waren sehr gut darin. In den wärmeren Ländern Europas konnten sich bis zu vier Generationen pro Jahr entwickeln. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCusvrgg1uI/AAAAAAAABcw/gl_YiKchw4c/s1600/DSC_0067.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCusvrgg1uI/AAAAAAAABcw/gl_YiKchw4c/s400/DSC_0067.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Unterart &lt;i&gt;spectabilis&lt;/i&gt; bevölkert meinen Garten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Sie dehnten sich rasch über den ganzen Kontinent aus. In der Schweiz kamen die ersten 2004 an; vermutlich über die Grenze von Deutschland. Heute besteht bereits die Hälfte aller hiesigen Marienkäfer aus der asiatischen Art. Ihre Ausdehnung kommt unser Ökosystem teuer zu stehen. Sie fressen nicht nur unseren heimischen Arten die Blattläuse weg; sie ernähren sich auch von anderen kleinen Insekten und zerstören so das sensible Nahrungsnetz, auf das ein gesundes Ökosystem angewiesen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Posts zu weiteren &lt;a href="http://www.wildergarten.ch/search/label/Eindringlinge" title="Eindringlinge im Garten"&gt;Eindringlingen&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4694703373354878194?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4694703373354878194/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/im-wurgegriff-der-marienkafer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4694703373354878194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4694703373354878194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/im-wurgegriff-der-marienkafer.html' title='Im Würgegriff der Marienkäfer'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCushtIZeEI/AAAAAAAABco/aFKu4cHGNes/s72-c/DSC_0054.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4303773832767027998</id><published>2010-06-27T20:34:00.000+02:00</published><updated>2010-06-27T20:34:19.608+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Der unsterbliche Südafrikaner</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCeXyDAHseI/AAAAAAAABao/vIcUZ7j7eUM/s1600/20100627_004.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCeXyDAHseI/AAAAAAAABao/vIcUZ7j7eUM/s400/20100627_004.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Mittagsblume stirbt im Herbst.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Viele sind zurzeit an der Fussball-WM in Südafrika –&amp;nbsp;eine schöne Sache für alle die, die Zeit und Geld haben. Der Trost für alle anderen: Die WM gibt es auch im Fernsehen und die Naturwunder dieses fernen Landes wachsen direkt vor unserer Nase im Garten. Naturwunder? Ja genau. Denn was viele vermutlich nicht wissen: Das Kapp von Afrika ist eine der artenreichsten Gegenden der Erde, ein Biodiversitäts-Hotspot wie die Forscher sagen. Es gibt dort rund zehntausend endemische Pflanzenarten, das heisst, sie kommen nur dort und nirgendwo sonst vor. Zumindest war es einmal so. Heute sind einige dieser Sonderlinge zu den Lieblingen der Gartenbesitzer avanciert und wachsen nun in Schrebergärten der ganzen Welt. So zum Beispiel die Mittagsblumen, die längst zur Standardausrüstung eines jeden Steingartens gehören, da sie unermüdlich hübsche Blüten hervorbringen und dafür nichts weiter als ein bisschen Sonne verlangen.&lt;br /&gt;Allerdings musste ich mich dieses Wochenende von einem Profi-Gärtner darüber aufklären lassen, dass weniger ihre Schönheit, als vielmehr wirtschaftliche Interessen die Triebfeder ihrer Popularität bilden. Mein Exemplar ist nämlich einjährig, wie ich erfuhr. Das bedeutet, dass die Pflanze im Herbst abstirbt. Gut für die Gärtnereien, denn sie werden bis zum Frühling wieder Tausende von ihnen für uns Käufer bereitgestellt haben. Ein «Tod-sicheres» Geschäft könnte man sagen. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCeYCS-jy6I/AAAAAAAABaw/7lVE76fXwDo/s1600/20100627_003.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCeYCS-jy6I/AAAAAAAABaw/7lVE76fXwDo/s400/20100627_003.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Wenn man ihre Blattbündel abbricht&lt;br /&gt;und in die Erde steckt, gibt es daraus&lt;br /&gt;eine neue Pflanze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Allerdings war mein Profi-Gärtner so fair und weihte mich in das Geheimnis der Mittagsblumen ein. Nur Dank ihm schaffen es die Gärtnereien, dass im Frühjahr die Treibhäuser wieder voll sind. Es ist im Grunde ganz einfach: Wenn man ein Blattbündel abbricht und in die Erde steckt, wächst aus ihm eine neue Pflanze heran. Sie ist eine identische Kopie ihrer Mutter. Man könnte darum auch sagen, dass die Mutter gar nie gestorben ist, sondern ein zweites Leben bekommen hat. Ein zweites, ein drittes, ja sogar ein zehntes. Denn jede Mutterpflanze liefert etliche Blattbündel. Durch die Hände der Gärtner wird die Mittagsblume also unsterblich und lebt erst noch viele Leben auf einmal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4303773832767027998?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4303773832767027998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/der-unsterbliche-sudafrikaner.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4303773832767027998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4303773832767027998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/der-unsterbliche-sudafrikaner.html' title='Der unsterbliche Südafrikaner'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCeXyDAHseI/AAAAAAAABao/vIcUZ7j7eUM/s72-c/20100627_004.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2035210643953181689</id><published>2010-06-23T22:31:00.003+02:00</published><updated>2011-05-16T15:38:44.184+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><title type='text'>«Aliens» im Gemüsebeet</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCJtFeEF7pI/AAAAAAAABZw/sGLpxzYVi_U/s1600/20100617_010_01.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="288" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCJtFeEF7pI/AAAAAAAABZw/sGLpxzYVi_U/s400/20100617_010_01.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Schlupfwespe lauert Blattläusen auf.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es ist die Horrorvorstellung schlechthin: Eine bösartige ausserirdische Lebensform legt eines ihrer Eier in unseren Körper und der daraus schlüpfende Embryo frisst uns bei lebendigem Leibe auf. Ja genau, der Film stammt aus dem Jahr 1979 und heisst «Alien». Natürlich ist alles nur erfunden; nichts als eine schlechte Astronauten-Seifenoper im Grunde, doch in meinem Gemüsebeet wird dieser Alptraum gerade Wirklichkeit. &lt;a href="http://wildergarten.blogspot.com/2010/04/aufstieg-der-klone.html" title="Aufstieg der Klone"&gt;Blattläuse&lt;/a&gt;, die sich auf meinem Fenchel niedergelassen haben, durchleben das Drehbuch aus Hollywood fast eins zu eins. Statt Ausserirdische sind es allerdings Schlupfwespen, die Jagd auf sie machen. Diese wenige Millimeter grossen Insekten besitzen einen Stachel, der nichts anderes als eine Injektionsspritze ist. Mit ihm stechen sie die Blattläuse an und legen blitzschnell ein Ei in sie hinein. Dabei gehen sie so geschickt zu Werke, dass der ganze Vorgang –&amp;nbsp;einstechen, ablegen, rausziehen – nur eine halbe Sekunde dauert.&lt;br /&gt;Aus dem Ei schlüpft eine Made, die sogleich damit beginnt, sich durch die Eingeweide ihres armen Opfers zu fressen. Während dieses Gelages stirbt die Blattlaus und vollzieht noch im Tod eine erstaunliche Transformation. Ihre Haut erstarrt zu einer Art Papier und beginnt goldbraun zu schimmern. Sie ist zur «Mumie» geworden, wie die Forscher diesen Zustand nennen, vermutlich darum, weil ihre äussere Form perfekt erhalten bleibt. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCJtOGNUU-I/AAAAAAAABZ4/JmHvg4YHOfc/s1600/20100617_011_01.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="278" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCJtOGNUU-I/AAAAAAAABZ4/JmHvg4YHOfc/s400/20100617_011_01.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Nachdem die Blattläuse von innen aufgefressen wurden,&lt;br /&gt;sind sie mumifiziert.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ganz anders sieht es aber in ihrem Innern aus. Dort hat die Made inzwischen alles Fleisch verwertet, das sie finden konnte. Nun verpuppt sie sich und baut ihren Körper in wenigen Tagen zu einer neuen Schlupfwespe um. Wenn sie schlüpft, durchbricht sie die mumifizierte Haut der Blattlaus. Zurück bleibt eine leere Blattlaushülle mit Loch – ein Mahnmal für den Horror direkt vor der Haustür.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-2035210643953181689?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/2035210643953181689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/aliens-im-gemusebeet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2035210643953181689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/2035210643953181689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/aliens-im-gemusebeet.html' title='«Aliens» im Gemüsebeet'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TCJtFeEF7pI/AAAAAAAABZw/sGLpxzYVi_U/s72-c/20100617_010_01.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1244611060268753295</id><published>2010-06-20T20:24:00.002+02:00</published><updated>2010-06-21T20:01:34.809+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Chemische Verteidigung</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TB5b_sVlHbI/AAAAAAAABZc/qzjUjsQgEWw/s1600/20100617_008.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TB5b_sVlHbI/AAAAAAAABZc/qzjUjsQgEWw/s400/20100617_008.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;An den alten gelblichen Blättern&lt;br /&gt;der Chilis sind noch die Frassspuren&lt;br /&gt;der Schnecken sichtbar. Dazwischen&lt;br /&gt;spriessen die neuen, chemisch&lt;br /&gt;aufgerüsteten Blätter.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wer den ganzen Tag im Büro verbringt, wird weich. Das mussten meine &lt;a href="http://wildergarten.blogspot.com/2010/03/pfefferspray-auf-dem-fensterbrett.html" title="Pfefferspray auf dem Fensterbrett"&gt;Chilis vom Fensterbrett&lt;/a&gt; auf brutale Art und Weise erfahren, als ich sie vor einigen Wochen ins Frühbeet pflanzte. Damals waren ihre Blätter schön gross und saftig, was sich vor allem bei den Schnecken schnell herumgesprochen hat. Es ging nicht lange, bis die grüne Üppigkeit bis auf die Stängel zurück geschmolzen war. Der Anblick war keine Freude und ich dachte, das sei das Ende meiner Chilis.&lt;br /&gt;Heute allerdings stehe ich voller Überraschung vor dem Frühbeet. Die Pflanzen haben neu ausgeschlagen. Kleine dunkelgrüne Blätter spriessen entlang der Ästchen. Etwas skeptisch schaue ich in die Runde. Da klebt eine Nacktschnecke an der Plastikwand. Hat sie den erneut frisch gedeckten Tisch bereits gerochen? Dieser jungfräuliche Anblick muss die gefrässigen Tiere doch nervös machen. Aber offenbar besteht dieses Mal kein Grund zur Sorge. Keines der frischen Blätter ist beschädigt.&lt;br /&gt;Die Erklärung für dieses Paradox hat damit zu tun, dass Pflanzen keine Beine haben. Statt von ihren Fressfeinden davon zu laufen, wehren sie sich mit einer chemischen Abwehr gegen sie. Dazu produzieren in ihren Zellen Chemikalien, die für Tiere giftig oder zumindest ungeniessbar sind (siehe &lt;a href="http://wildergarten.blogspot.com/2010/05/plan-b.html" title="Plan B"&gt;Brennnessel&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;Ihre Produktion ist allerdings aufwändig und so werfen Pflanzen ihre Chemiefabrik nur an, wenn es unbedingt nötig ist, also wenn zum Beispiel eine Schnecke mit ihrer Raspelzunge auf Tuchfühlung geht. Genau das haben meine Chilis gemacht, als ich sie aus der sicheren Umgebung des Büros raus in eine Welt voller Feinde gepflanzt habe. In ihren neuen Blättern gibt es nunmehr eine Substanz, die den Schnecken offenbar nicht bekommt. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TB5caub3mbI/AAAAAAAABZk/F77r3O3TD0M/s1600/20100617_012.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TB5caub3mbI/AAAAAAAABZk/F77r3O3TD0M/s400/20100617_012.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Kopfsalat ist ein Weichei&lt;br /&gt;und lässt sich einfach auffressen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Andere sind in der chemischen Verteidigung weniger geübt. Mein Salat ist wohl das Paradebeispiel. Der lässt sich anknabbern, anknabbern, anknabbern – bis er weg ist. Es ist ja auch klar, wieso er so freimütig in den Tod schreitet. Wir Menschen haben ihn mit der Züchtung dazu erzogen, dass er seinen Fressfeinden (das schliesst uns ein) stets ein Genuss ist.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;Abhilfe könnte da bald die chemische Verteidigung des Mooses bringen. Forscher haben &lt;a href="http://www.g-o.de/wissen-aktuell-11788-2010-06-11.html" target="_blank" title="Link zum Artikel"&gt;kürzlich entdeckt&lt;/a&gt;, dass es so genannte Oxilipine produziert, sobald eine Schnecke ein Blatt anfrisst. Diese Stoffe verderben ihnen den Appetit. Die Forscher haben daraufhin die Oxilipine auf Salat gesprüht und konnten ihn so vor den hungrigen Schneckenmäulern schützen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1244611060268753295?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1244611060268753295/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/chemische-verteidigung.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1244611060268753295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1244611060268753295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/chemische-verteidigung.html' title='Chemische Verteidigung'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TB5b_sVlHbI/AAAAAAAABZc/qzjUjsQgEWw/s72-c/20100617_008.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4999938302758523906</id><published>2010-06-17T21:28:00.001+02:00</published><updated>2010-06-20T09:25:25.639+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Auf dem Gipfel der Enttäuschung</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBp14ykSiDI/AAAAAAAABY4/Drr69cIuJUU/s1600/20100617_016.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBp14ykSiDI/AAAAAAAABY4/Drr69cIuJUU/s400/20100617_016.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der in der Luft unbeholfene Julikäfer rückt der&lt;br /&gt;Königskerze kletternd zu Leibe.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Für einen zehn Meter hohen Kühlschrank gefüllt mit Desserts würde ich einige Strapazen auf mich nehmen. Darum verstehe ich die Enttäuschung der &lt;a href="http://www.insektenbox.de/kaefer/kljuli.htm" target="_blank" title="Steckbrief"&gt;Julikäfer&lt;/a&gt;, als sie genau das taten und am Ende ohne Belohnung dastanden. Sie dachten wohl, es sei schon Juli und der Blütenturm sei bereits geöffnet. Doch das ist ein Irrtum. Die Königskerze hält ihre süsse Verlockung gut verschlossen zwischen dicken, mit Haaren bewehrten Blättern. Da kommt kein Käfer ran. Nichtsdestotrotz lassen sich vier Übereifrige ausgerechnet hier nieder. Vielleicht können sie den Pollen bereits riechen und sind nicht in der Lage der Versuchung zu widerstehen.&lt;br /&gt;Da ihre Flugtechnik nicht so ausgereift ist wie bei anderen Insekten, benötigen die Brummer eine ziemlich grosse und vor allem flache Landebahn. Darum lassen sie sich auf den etwas grösseren unteren Blättern nieder, statt gleich auf der Spitze der Königskerze, wo der Pollen lockt. Wer nicht fliegen kann, der muss eben klettern. Und so beginnt für den Trupp ein mühsamer Aufstieg. Oft führt der Weg über Abgründe zwischen zwei Blatträndern. Kopfüber angeln sie sich von einer Klippe zur nächsten und verlassen sich dabei ganz auf die grossen Krallen, die ihre Füsse bilden. Einige Male sieht es sogar so aus, als ob einer der Kletterer abstürzen würde. Doch so unbeholfen sie sich in der Luft fortbewegen, so geschickt sind sie am Boden.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBp2TqEpk9I/AAAAAAAABZA/y6IaVXRNd0k/s1600/20100617_013.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="266" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBp2TqEpk9I/AAAAAAAABZA/y6IaVXRNd0k/s400/20100617_013.JPG" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Welche Enttäuschung! Oben angekommen gibt es nichts&lt;br /&gt;als Filzhaare, aber weit und breit keinen Pollen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Als der erste oben ankommt, sucht er verzweifelt nach den Blüten, in denen der Pollen steckt. Mit seinen Antennen kann er das Dessert sicher durch die dicke Wand aus Pflanzenhaaren riechen. Aber da gibt es keinen Zugang. Weder zu Blüten noch zu Pollen. Die Julikäfer haben umsonst geschuftet. Erschöpft streckt einer zuoberst auf dem Turm alle Viere von sich. Er sieht aus wie ein König, der nicht den Gipfel seiner Macht dafür aber den seiner Enttäuschung erreicht hat.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4999938302758523906?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4999938302758523906/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/auf-dem-gipfel-der-enttauschung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4999938302758523906'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4999938302758523906'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/auf-dem-gipfel-der-enttauschung.html' title='Auf dem Gipfel der Enttäuschung'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBp14ykSiDI/AAAAAAAABY4/Drr69cIuJUU/s72-c/20100617_016.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1553639591873968477</id><published>2010-06-13T22:00:00.006+02:00</published><updated>2010-07-11T14:50:02.963+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><title type='text'>Keuschheits-Zapfen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBU3XHyaI8I/AAAAAAAABYg/JB0msotxRzo/s1600/20100612_015.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBU3XHyaI8I/AAAAAAAABYg/JB0msotxRzo/s400/20100612_015.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die männlichen Blüten der&lt;br /&gt;Schwarzkiefer, eine beliebte&lt;br /&gt;Föhrenart in Gärten. &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ich nagte bereits Jahre an diesem Problem. Heute –&amp;nbsp;endlich – stieg ich auf eine Leiter und lüftete das Geheimnis des Föhrensex. Es ist nämlich so: Eine Föhre bringt jedes Jahr männliche Blüten hervor. Die sehen aus wie kleine, gelbbraune Würstchen, die zwischen den Nadeln wachsen. Wenn man sie schüttelt, setzen sie eine Wolke aus Blütenstaub frei. Das ist gewissermassen das Baumsperma.&lt;br /&gt;Bevor wir jetzt zum weiblichen Teil übergehen, dort fängt das Problem an, schauen wir uns zuerst das Produkt des Föhrensex an. Wir kennen es alle. Es sind die kleinen Samen, die Ende Winter an einem winzigen Papierflügel befestigt wie Hubschrauber durch die Luft surren. Sie entspringen den Zapfen, von denen Hunderte an jedem Baum hangen. Diese ihrerseits sind kleine Festungen, die eine einzige Aufgabe haben: ihre wertvolle Fracht bis zur Aussaht zu schützen. Vollgepumpt mit fungizidem Harz kann ihnen kein Pilz etwas anhaben. Zudem ist ihr Holz so hart, dass sich nur die wenigsten Vögel an ihnen vergreifen.&lt;br /&gt;Das Eigenartige daran ist, dass die jungen und grünen Zapfen zur Zeit des Pollenflugs schon sehr weit entwickelt sind. Sie sehen ziemlich fertig aus, so wie die ausgewachsenen Exemplare, und bei genauerer Untersuchung stellt man sich schnell die Frage, wie bloss der Pollen zu den Samen gelangen soll, während diese in einem wasserdichten Keuschheitsgürtel festsitzen. Die Antwort ist verblüffend einfach: gar nicht. &lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBU32b0lnkI/AAAAAAAABYo/cE2BatW8-J0/s1600/20100613_044.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBU32b0lnkI/AAAAAAAABYo/cE2BatW8-J0/s400/20100613_044.JPG" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Und hier die weibliche Blüte. Sie&lt;br /&gt;ist winzig und für Leute ohne&lt;br /&gt;Leitern so gut wie unsichtbar.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Bestäubung findet nicht auf den Zapfen, sondern auf den Blüten statt. Diese sind etwa fingernagelgross und so gut versteckt, dass ich sie jahrelang nicht bemerkt habe. Sie sitzen ganz am Ende der Äste umzingelt von aufwärtsgerichteten Nadeln. Darum sind sie für Spaziergänger so gut wie nicht auszumachen. Nach der Bestäubung benötigen sie zwei Jahre, um zum ausgewachsenen Zapfen heranzureifen. Es gibt also auf jedem Baum zwei Generationen – eine sichtbare und eine unsichtbare.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1553639591873968477?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1553639591873968477/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/keuschheits-zapfen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1553639591873968477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1553639591873968477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/keuschheits-zapfen.html' title='Keuschheits-Zapfen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TBU3XHyaI8I/AAAAAAAABYg/JB0msotxRzo/s72-c/20100612_015.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1346295583208089170</id><published>2010-06-06T20:03:00.002+02:00</published><updated>2010-08-15T12:11:54.766+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Die Herrschaft der Gänseblümchen</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TAvjrM6dBFI/AAAAAAAABPA/Tq6vSaHNfQ0/s1600/gaense1.JPG" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5479723702966617170" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TAvjrM6dBFI/AAAAAAAABPA/Tq6vSaHNfQ0/s400/gaense1.JPG" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Sauerampfer, Kuckucks-Lichtnelke und Margerite&lt;br /&gt;dominierten den alten, wilden Rasen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Hochmut kommt vor dem Fall. Diese Lektion lehrte ich vor zehn Tagen die Pflanzen meines Rasens. Seit dem Frühlingsanfang haben sie sich unbehelligt breit getan, haben Blüten hervorgebracht, haben mit ihrer Schönheit geprotzt und so getan, als ob der Garten ihnen gehören würde. Der Gang vom Gemüsebeet zum Komposthaufen wurde je länger je mehr zu einer wiederkehrenden Safari durch ein undurchdringliches Dickicht. Mutter und Grossmutter machten entsprechende Andeutungen und schliesslich schritt ich zur Tat.&lt;br /&gt;Mit dem Rasenmäher stutzte ich die wilde Pracht unbarmherzig auf eine Standardhöhe von zwei Zentimetern. Löwenzahn, Margeriten, Hahnenfuss und Sauerampfer – die aufgeschossenen Riesen – wurden zu Konfetti zerkleinert. Ihre Blüten und unreifen Samenstände waren nunmehr ein dekoratives Gemenge auf dem Komposthaufen. Hochmut kommt vor dem Fall; ich denke, sie haben ihre Lektion gelernt.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TAvkIN1O_8I/AAAAAAAABPI/5e5LU0-t70g/s1600/gaense2.JPG" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5479724201429368770" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TAvkIN1O_8I/AAAAAAAABPI/5e5LU0-t70g/s400/gaense2.JPG" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Nach dem Schnitt jubeln die Gänseblümchen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ihre Niederlage ist umso schmerzlicher, als wenige Tage später ein Meer von Gänseblümchen an ihre Stelle tritt. Die kleinen Pflänzchen haben auf diese Chance nur gewartet. Sie strecken ihre Blüten bis zu zehn Zentimeter über die Schnittfläche des Rasens, wie wenn sie damit den ehemaligen Riesen etwas sagen wollten. Etwa: «Seht her, wir kleinen unterdrückten Pflänzchen sind jetzt noch die einzigen, die sich sexuell vermehren können.»&lt;br /&gt;Es ist wahr. Eine Margerite oder eine Kuckucks-Lichtnelke brauchen Wochen, bis sie wieder in blühfähigem Zustand sind. Zuerst müssen sie die Blätter wieder wachsen lassen und dann mühsam einen Stängel in die Höhe treiben, bevor sie dann endlich mit der Produktion einer Blüte beginnen können. Der Löwenzahn nimmt die Sache besonders ernst. Wie ein Wahnsinniger lässt er seine Blätter aus dem Rasen hervor schiessen. Nach dem Schnitt wachsen sie mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit von zwei Zentimetern pro Tag. Er macht ein Wettrennen mit mir und versucht, zu blühen und abzusamen, bevor ich das nächste Mal den Rasenmäher aus der Garage hole. Er wird es nicht schaffen.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TAvknUE9uWI/AAAAAAAABPQ/ntxJ1NEwhoM/s1600/gaense3.JPG" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5479724735681902946" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TAvknUE9uWI/AAAAAAAABPQ/ntxJ1NEwhoM/s400/gaense3.JPG" style="cursor: pointer; float: left; height: 400px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 266px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ihr Geheimnis: Sich an den Boden&lt;br /&gt;schmiegen und auf den&lt;br /&gt;Rasenmäher warten.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Strategie der Gänseblümchen hingegen ist erfolgreich. Sie schmiegen ihre kleinen Blätter konsequent an den Boden. Der grosse Nachteil davon ist natürlich, dass sie im Schatten der anderen Pflanzen nicht allzu viel Sonnenenergie tanken können und sich darum mit blühen zurückhalten müssen. Der grosse Vorteil ist allerdings, dass ihnen der Rasenmäher nur wenig anhaben kann. Seine Metallmesser schwirren über sie hinweg, ohne viel Schaden anzurichten. Die neue Flut von Sonnenlicht liefert den Gänseblümchen genug Energie, um innert weniger Tage Blüten hervorzubringen. Und damit hat ihre Herrschaft über den Rasen begonnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1346295583208089170?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1346295583208089170/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/die-herrschaft-der-ganseblumchen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1346295583208089170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1346295583208089170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/06/die-herrschaft-der-ganseblumchen.html' title='Die Herrschaft der Gänseblümchen'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TAvjrM6dBFI/AAAAAAAABPA/Tq6vSaHNfQ0/s72-c/gaense1.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7494952235804703427</id><published>2010-05-30T21:43:00.003+02:00</published><updated>2011-05-16T15:39:12.525+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Unerwünschte Mieter</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TALAOKQEISI/AAAAAAAABOE/MjgANgLLFHs/s1600/kolonie.JPG" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5477151446338380066" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TALAOKQEISI/AAAAAAAABOE/MjgANgLLFHs/s400/kolonie.JPG" style="cursor: pointer; float: left; height: 276px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Kirschblattläuse saugen den Saft meines Kirschbaums.&lt;br /&gt;Ameisen bewachen sie dabei.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;«Viereinhalb-Zimmer Einfamilienhaus mit Aussicht auf den Garten; Wände bestehen aus Keramik; garantiert auch im Sommer kühl und feucht.» Mit diesem Inserat versuchte ich eine Familie von Ohrwürmern auf meinen Kirschbaum zu locken. Die Insekten sind grandiose Blattlausvertilger und sie halten sich gerne in verkehrt aufgehängten Blumentöpfen auf, die mit etwas Holzwolle gefüllt sind. Ich habe vor zwei Jahren gleich fünf Stück dieser Behausungen gebastelt und an die dünnen Ästchen gehängt.&lt;br /&gt;Der Bau-Boom hat mit dem schlechten Zustand des Kirschbaums zu tun. Mies geht es dem, seit ich ihn gekauft habe. Viele seiner Blätter sind verschrumpelt und eingerollt – die Ursache: Blattläuse. Jahr für Jahr überwintern sie als Eier auf dem Baum und sobald sich im Frühling die ersten Knospen öffnen, beginnen sie ihr zerstörerisches Werk. Sie stecken ihre feinen Rüssel in die Leiterbahnen der jungen Blätter und saugen den Zuckersaft aus ihnen heraus. Dem Kirschbaum gefällt das ganz und gar nicht. Jeder Bauer weiss: wenn das Blattwerk nicht tadellos ist, kann man die Ernte vergessen.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TALAnZkiHJI/AAAAAAAABOM/xAQ2CNFluzI/s1600/schnecke.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5477151879947492498" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TALAnZkiHJI/AAAAAAAABOM/xAQ2CNFluzI/s400/schnecke.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Statt Ohrwürmer sind Schnecken eingezogen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Deshalb greifen die Profis zur Chemiekeule. Doch in meinem Garten möchte ich natürlich keine Pestizide anwenden. Die Alternative ist die so genannte «biologische Schädlingsbekämpfung», bei der Nützlinge die Schädlinge auffressen, wie das eben die Ohrwürmer tun. Die Theorie tönt super, aber in der Praxis macht mir die Artenvielfalt einen Strich durch die Rechnung. Denn statt Ohrwürmer sind in meinen Blumentöpfen Schnecken eingezogen. Sie lieben es eben auch kühl und feucht.&lt;br /&gt;Schlecht für meinen Kirschbaum – gut für die Blattläuse. Die brauchen sich vor Schnecken nicht zu fürchten und können sich unbekümmert ihrem Gelage hingeben. Mit schlimmen Konsequenzen für die Ernte. Die meisten der kleinen unreifen Kirschen sind bereits abgefallen. Wieder gehe ich leer aus.&lt;br /&gt;Möglicherweise liegt es an meinem Ansatz. Statt darauf zu warten, bis die Ohrwürmer von selbst zum Baum finden, könnte ich sie im Garten einsammeln und auf dem Baum aussetzen. So machen es die Bio-Experten auch. Sie kaufen die Nützlinge in Schachteln und setzen sie an der Stelle aus, wo sie ihr Werk verrichten sollen. Die biologische Schädlingsbekämpfung ist eine wachsende Industrie. Bis heute hat der Mensch bereits 2700 Nützlinge für seine Dienste rekrutiert. Firmen wie «Andermatt Biocontrol» züchten und vertreiben sie in alle Welt. Vielleicht bestelle ich dort mal ein paar Marienkäferlarven. Die fressen auch Blattläuse und sie leben erst noch unter freiem Himmel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7494952235804703427?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7494952235804703427/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/unerwunschte-mieter.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7494952235804703427'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7494952235804703427'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/unerwunschte-mieter.html' title='Unerwünschte Mieter'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/TALAOKQEISI/AAAAAAAABOE/MjgANgLLFHs/s72-c/kolonie.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4781848352662171822</id><published>2010-05-24T21:46:00.000+02:00</published><updated>2010-05-24T21:53:09.323+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><title type='text'>Super Daddy</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_rX8mvPi7I/AAAAAAAABJU/CFPt775zsVk/s1600/vogel1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_rX8mvPi7I/AAAAAAAABJU/CFPt775zsVk/s400/vogel1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5474925733213080498" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Mit vollem Schnabel hinein...&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die grundlegende Frage von uns Männern im Geburtsvorbereitungskurs war: Wie wird man ein perfekter Vater, ein Super Daddy? Die beiden Kursleiterinnen lachten nur, vielleicht weil sie wussten, dass es so etwas in unserer Spezies nicht gibt. Und ich muss ihnen sogar beipflichten, zumindest seit ich den beiden Kohlmeiseneltern in meinem Garten bei der Arbeit zugesehen habe. An ihre Effizienz komme ich wohl nie heran.&lt;br /&gt;Alle paar Minuten flattert einer der beiden Elternteile zum Eingang des Vogelhauses den Schnabel voll mit Insekten. Schnell hinein, die hungrigen Mäuler stopfen und nach ein paar Sekunden wie ein Pfeil wieder hinaus. Männchen und Weibchen machen so 500 Nahrungsflüge pro Tag. Doch wo haben die bloss diese Unmengen von Insekten her? Ab und zu bekomme ich einen Hinweis auf die Antwort, wenn eine der Kohlmeisen auf einem Ast der Japanischen Zierkirsche flink wie ein Wiesel herumhüpft und mit ihrem Schnabel nach Spinnen, Käfern und Raupen schnappt.&lt;br /&gt;Nur, wirklich befriedigend ist diese Beobachtung nicht. Denn wenn ich mich selbst einmal als Kohlmeisenvater versuche, dann schaffe ich es in fünf Minuten angestrengter Suche gerade mal auf einen kleinen Käfer und zwei winzige Spinnen. Ach ja, und eine Fliege, aber die surrt auf und davon sobald ich auch nur in ihre Nähe komme. Damit würden meine Jungen nicht satt werden und ich bin heilfroh, dass ich die Babymilch für meinen kleinen Sohn ganz entspannt in der Drogerie kaufen kann.&lt;br /&gt;&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_rYu1Z7K3I/AAAAAAAABJc/sF-xB8negj0/s1600/vogel2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_rYu1Z7K3I/AAAAAAAABJc/sF-xB8negj0/s400/vogel2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5474926596143655794" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;...und wie ein Pfeil wieder hinaus.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Erfolg des Kohlmeisenvaters – dem wahren Super Daddy – begründet sich in drei besonderen Fähigkeiten. Erstens ist es seine Schnelligkeit. Er kann sich so behände bewegen, dass ihm die Fliege sicher nicht entwischt. Zweitens sind es seine Augen. Die sind darauf trainiert, Insekten in einem grossen Haufen Grünzeug (mein Garten) zu entdecken, so wie ich in einer Drogerie die Babymilch schon von weitem leuchten sehe. Die dritte Fähigkeit, wie ich vermute, ist das Wissen um die besten Jagdgründe. Die Kohlmeisen wissen vermutlich, wo sie um welche Tageszeit so viele Insekten finden, damit sie ihren Schnabel in ein paar Sekunden voll kriegen. In ihrem Gehirn muss es eine virtuelle Karte geben, die ihnen sagt, wann die Schmetterlingsraupen auf den Brennnesseln unvorsichtig sind und wann sich die Mücken in der Abendsonne zum Lufttanz besammeln. Und das alles ohne Geburtsvorbereitungskurs.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4781848352662171822?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4781848352662171822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/super-daddy.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4781848352662171822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4781848352662171822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/super-daddy.html' title='Super Daddy'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_rX8mvPi7I/AAAAAAAABJU/CFPt775zsVk/s72-c/vogel1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-4170677925952120625</id><published>2010-05-17T21:50:00.001+02:00</published><updated>2010-06-17T21:44:16.964+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Evolution'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Plan B</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_Ged6va7TI/AAAAAAAABGY/KypZ3d5cMVY/s1600/ruesselkaefer2.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5472329259053411634" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_Ged6va7TI/AAAAAAAABGY/KypZ3d5cMVY/s400/ruesselkaefer2.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Brennnesseln besitzen eine Waffe gegen Säugetiere aber&lt;br /&gt;keine gegen Frassinsekten. Hier sind Rüsselkäfer&lt;br /&gt;am Werk.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Wenn ein Schaf oder eine Kuh kommt, hat man als Pflanze Pech gehabt, denn im nächsten Augenblick findet man sich in seine Einzelteile zerlegt an einem sehr dunklen und übel riechenden Ort. So ist das eben als erstes Glied in der Nahrungskette. Doch nicht alle Pflanzen haben sich mit dieser Tatsache abgefunden. Wenigstens nicht kampflos. Stattdessen haben sie im Laufe ihrer Evolution an Strategien getüftelt, wie sie dem Schaf ein Schnippchen schlagen können.&lt;br /&gt;Die Brennnessel zum Beispiel produziert Ameisensäure, ein Gift, das sie auf die Zungen ihrer Fressfeinde versprüht, sobald diese Blätter oder Stängel berühren. Eine sehr wirkungsvolle Erfindung, denn auf abgegrasten Schafweiden sind Brennnesseln oft die einzigen Pflanzen, die noch stehen. Zu ihrem Leidwesen stecken nicht in allen Mäulern empfindliche Zungen. So gibt es beispielsweise ein paar Dutzend Schmetterlingsraupen, die sich von der Brennnessel ernähren; einige von ihnen sogar ausschliesslich nur von ihr. Was lässt sich da machen? Noch eine chemische Waffe zu unterhalten, wäre zu kostspielig für die Pflanze. Sie braucht ja auch noch Kraft zur Produktion der Samen.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_GfF3Q6aOI/AAAAAAAABGg/yBWyipwFN1s/s1600/ruesselkaefer.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5472329945314912482" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_GfF3Q6aOI/AAAAAAAABGg/yBWyipwFN1s/s400/ruesselkaefer.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 276px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Der Brennnessel-Rüssler schwächt mit seinen&lt;br /&gt;Fressgewohnheiten die Struktur der Blätter.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Nichtsdestotrotz hat die Brennnessel einen Plan B, falls der Trick mit der Ameisensäure nicht funktionieren sollte. Bei den Exemplaren in meinem Garten sehe ich das sehr schön. Sie werden jedes Jahr vom Brennnessel-Rüssler heimgesucht, einem Vertreter der Rüsselkäfer. Er besitzt die leidige Angewohnheit, kleine Löcher in die Blätter zu fressen. Dadurch werden diese oft so in ihrer Stabilität beeinträchtigt, dass sie beim nächsten starken Unwetter zerfleddern.&lt;br /&gt;Auf diese Bedrohung reagiert die Brennnessel auf bemerkenswerte Art und Weise. Sie wächst dem Rüsselkäfer einfach davon und zwar nach oben. Unentwegt bringt ihre Triebspitze frische Blätter hervor. Diese können sich ungestört der lebenswichtigen Photosynthese widmen. Denn aus irgendeinem Grund verschonen die Käfer die obersten zwei bis drei Blattpaare. Vielleicht ist die Behaarung bei den frischen Blättern noch so dicht, dass die Käfer Mühe haben, auf ihnen vorwärts zu kommen. Oder möglicherweise gibt es in ihnen einen Ekel erregenden Stoff, der in den älteren Blättern nicht mehr vorkommt. Die Moral von der Geschichte ist jedenfalls folgende: Nicht zurück blicken, sondern immer nach vorn!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-4170677925952120625?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/4170677925952120625/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/plan-b.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4170677925952120625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/4170677925952120625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/plan-b.html' title='Plan B'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S_Ged6va7TI/AAAAAAAABGY/KypZ3d5cMVY/s72-c/ruesselkaefer2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-7781854124542639932</id><published>2010-05-12T23:12:00.000+02:00</published><updated>2010-05-15T21:01:23.560+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gene'/><title type='text'>Der Allrounder</title><content type='html'>&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-saIGw3WBI/AAAAAAAABCI/tIAZgsrIDRE/s1600/loewen1.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-saIGw3WBI/AAAAAAAABCI/tIAZgsrIDRE/s400/loewen1.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470494898928441362" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Ein Meer von Pusteblumen mitten in meinem Garten.&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Vor wenigen Wochen waren die Wiesen noch so gelb, dass man sie für Rapsfelder hätte halten können. Das Werk des Löwenzahns. Ende April und Anfang Mai beweist er mit der unglaublichen Anzahl seiner gelben Blüten, dass er allein Herrscher über das Kulturland ist. Zwar zeigen die Daten der Biodiversitäts-Erhebungen, dass er hinter dem Gemeinen Hornklee nur den zweiten Platz in der Hitparade der am weitesten verbreiteten Pflanzen einnimmt. Doch sein Ego strahlt dennoch gelb über allen anderen.&lt;br /&gt;Er fühlt sich auf beinahe jedem Fleck Land zuhause und wächst, wo es etwas Erde und Sonne gibt: an Strassenrändern, in Mauerritzen und auf Gullydeckeln. Er ist ein Allrounder, ein Alleskönner, der sowohl auf mageren als auch auf gut gedüngten Standorten gedeiht. Sein Triumph über die Landschaft verdankt er dabei wohl der letztern Gabe. Denn er liebt Stickstoff über alles. Und da ist er bei der Schweiz an der richtigen Adresse. Jedes Jahr besprühen unsere Bauern die Wiesen mit den gesammelten Ausscheidungen ihrer Kühe. Das ist Nitrat in flüssiger Form. Ein Fest für den Löwenzahn.&lt;br /&gt;Gut soweit, doch warum ist er denn auf meinem Rasen, der seit einem halben Jahrhundert weder Jauche noch Kunstdünger gesehen hat, ebenso erfolgreich wie in der überdüngten Wiese?&lt;br /&gt;&lt;table class="image" align="left"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-saZ13DABI/AAAAAAAABCQ/D6w5bNRjCGc/s1600/loewen2.jpg"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 266px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-saZ13DABI/AAAAAAAABCQ/D6w5bNRjCGc/s400/loewen2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470495203628613650" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Am Blatt einer Narzisse ist die&lt;br /&gt;Flugreise bereits zu Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die Antwort offenbart sich jetzt, wo sich die gelben Blütenkissen zu weissen Pusteblumen verwandelt haben. Jeder Windstoss wirbelt Milliarden von kleinen Fallschirmchen in die Luft. An jedem von ihnen hängt ein Samen, aus dem eine genetisch einzigartige Löwenzahnpflanze wachsen wird. Genau das ist der springende Punkt. Jeder Samen kann den Schlüssel zum Erfolg in sich tragen; eine einmalige Kombination von Genen, die es der Pflanze erlaubt, aus einer Mauerritze zu wachsen, auf der kargen Oberfläche eines Gullydeckels oder im Magerrasen meines Gartens. Was spielt es schon für eine Rolle, wenn 1000 oder 10 000 keimende Löwenzahnpflanzen an meinem Garten scheitern? Die 10 001. Pflanze besitzt die richtige Kombination von Genen , die ihr Erfolg beschert.&lt;br /&gt;Das ist die wahre Macht des Löwenzahns – seine kleinen, unscheinbaren Fallschirmchen, jedes von ihnen Träger eines potenziellen Herrschers über einen neuen Lebensraum.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-7781854124542639932?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/7781854124542639932/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/der-allrounder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7781854124542639932'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/7781854124542639932'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/der-allrounder.html' title='Der Allrounder'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-saIGw3WBI/AAAAAAAABCI/tIAZgsrIDRE/s72-c/loewen1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-3855709128911919004</id><published>2010-05-05T22:39:00.004+02:00</published><updated>2011-04-08T19:49:48.599+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><title type='text'>Faltenstraffung unerwünscht</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-HXytXDtzI/AAAAAAAAA90/vb_5jGnpkd8/s1600/schnecke1.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5467888688774231858" src="http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-HXytXDtzI/AAAAAAAAA90/vb_5jGnpkd8/s400/schnecke1.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine Bänderschnecke liebt ihre Falten, weil sie ihr&lt;br /&gt;bei der Wasseraufnahme helfen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Der Regen löst in der Natur eine interessante Rochade aus: Während wir Menschen das nasskalte Wetter meiden und in unsere Häuser gehen, kommen die Schnecken aus ihren heraus. Der Garten kriecht nur noch. Es sieht aus, als wären Mauern, Treppen und Steingarten mit schimmernden Murmeln übersät. Ihre vom Wasser lackierten Häuschen sind ein wahrer Hingucker.&lt;br /&gt;Doch es gibt noch andere schöne Stellen an einer Schnecke. Die Haut zum Beispiel. Sie ist von Furchen durchzogen, was im ersten Augenblick den Gedanken «Gesichtsstraffung nötig» auslöst, aber die strenge Regelmässigkeit ihrer Anordnung wischt ihn gleich wieder weg. Was bleibt ist Schönheit – und die Frage, was sich die Evolution dabei gedacht hat.&lt;br /&gt;Die vielen Täler und Kuppen vergrössern die Hautoberfläche massiv, was die Gefahr der Austrocknung verstärkt. Und wir wissen alle, wie sehr die Schnecken die Trockenheit verabscheuen und sich beim ersten Sonnenstrahl sofort an ein schattiges Plätzchen zurückziehen. Also wozu die Furchen?&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-HYG4XLm4I/AAAAAAAAA98/x_cmrzJ4D0w/s1600/schnecke2.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5467889035324922754" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-HYG4XLm4I/AAAAAAAAA98/x_cmrzJ4D0w/s400/schnecke2.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Kanäle sorgen vielleicht auch für eine&lt;br /&gt;gleichmässige Verteilung des Schleimfilms.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die wissenschaftliche Literatur dazu ist leider etwas dürftig. Offenbar ist das Thema Schneckenhaut im Augenblick nicht sehr gefragt. Aber wir dürfen ja spekulieren. Eines ist dabei gewiss. Die Haut der Schnecke ist mit unzähligen Poren durchsetzt, durch die sie innert kürzester Zeit Wasser aus der Umgebung aufnehmen kann, um es im Körperinnern zu speichern. Wenn sie nun über eine nasse Oberfläche kriecht, berührt sie diese nur mit ihrer Fusssohle. Die Poren auf der Körperoberfläche liegen also im Trockenen und sind zum Nichtstun verdammt.&lt;br /&gt;Hier kommen die Furchen ins Spiel. In ihnen steigt das Wasser durch die Kapillarkraft nach oben und wird wie durch ein Kanalsystem über den ganzen Körper der Schnecke verteilt. So können sich alle Poren gleichzeitig an der Wasseraufnahme beteiligen. Vielleicht sollte das jemand bei Gelegenheit mit einem Experiment überprüfen. Freiwillige?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachtrag: Inzwischen habe ich das Experiment durchgeführt. Neben einer Weinbergschnecke, die gerade über ein Stück Betonboden kroch, goss ich etwas Milch. Sobald die Schnecke mit ihr in Berührung kam, schoss die weisse Flüssigkeit getrieben von den Kapillarkräften die feinen Furchen hoch. Schneckenhaut ist also tatsächlich eine ausgeklügelte Erfindung zur effizienten Wasseraufnahme.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-3855709128911919004?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/3855709128911919004/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/faltenstraffung-unerwunscht.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3855709128911919004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/3855709128911919004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/05/faltenstraffung-unerwunscht.html' title='Faltenstraffung unerwünscht'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S-HXytXDtzI/AAAAAAAAA90/vb_5jGnpkd8/s72-c/schnecke1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-1272394115817433331</id><published>2010-04-28T23:02:00.002+02:00</published><updated>2010-08-15T12:12:16.573+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Selection'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Pflanzen'/><title type='text'>Klima-Abkühlung</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S9iiyWEXpII/AAAAAAAAA40/PIV7rE-s0x4/s1600/20100428_020.JPG" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465297133615162498" src="http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S9iiyWEXpII/AAAAAAAAA40/PIV7rE-s0x4/s400/20100428_020.JPG" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Die Japanische Zierkirsche.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Die grösste Farbexplosion im Garten findet statt, wenn die Japanische Zierkirsche (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Prunus serrulata&lt;/span&gt;) zu blühen beginnt. Der Baum sieht dann aus wie ein rosaroter Atompilz. Es ist immer sehr spannend, das genaue Datum des Blühbeginns vorauszusagen, aber ich bin nicht sehr gut darin. Das liegt vielleicht daran, dass die Japanische Kirsche sehr temperaturempfindlich ist. Umso wärmer der März und April, desto früher blüht sie. Zwar gibt es komplizierte Modelle von japanischen Forschern, die Anhand des Temperaturverlaufs den Blühbeginn genau voraussagen können. Aber das ist mir zu viel Arbeit. Und mittlerweile habe ich eine einfachere Methode gefunden:&lt;br /&gt;Unten im Dorf gibt es auch einige Zierkirschen. Die öffnen ihre Blüten immer einige Tage früher als mein Baum. Fünf Tage früher, um genau zu sein. Und das ist meine Formel. Dorf plus fünf macht Blühtermin im Garten. Natürlich muss ich in den nächsten Jahren überprüfen, wie genau diese Berechnung ist. Vielleicht ergibt sich daraus mit der Zeit einen Mittelwert. 4,3 Tage zum Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S9ijaV2mCUI/AAAAAAAAA48/cy5yAtqdv_k/s1600/20100428_021.JPG" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5465297820752152898" src="http://2.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S9ijaV2mCUI/AAAAAAAAA48/cy5yAtqdv_k/s400/20100428_021.JPG" style="cursor: pointer; float: left; height: 266px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;0,2 Grad Celsius Unterschied verschiebt&lt;br /&gt;den Blühtermin um einen Tag.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Aber warum ist mein Kirschbaum immer später dran? Nun, mein Garten liegt genau 640 Meter über Meer. Das Dorf jedoch nur 550 Meter. Das sind 90 Meter Höhenunterschied. Da es pro hundert Meter Höhe im Schnitt 0,65 Grad Celsius kälter wird, ist die durchschnittliche Temperatur in meinem Garten um 0,6 Grad kälter als unten im Dorf. Das sind 3 Kirschblütentage – denn 0,2 Grad Temperaturunterschied verschiebt den Blühtermin um einen Tag (das haben auch die japanischen Forscher herausgefunden).&lt;br /&gt;Drei Tage? Aber meine Kirsche blüht ganze fünf Tage später! Ja genau; es fehlen uns noch zwei Tage oder 0,4 Grad Celsius Temperaturunterschied. Wo kommen die her? Ganz einfach: aus dem Dorf. Überbaute Landschaften sind wärmer als Grünland. Die Sonne heizt die Oberfläche aus Teer und Beton auf wie eine Herdplatte. In grossen Städten kann so die Temperatur ein oder zwei Grad höher liegen als ausserhalb. Darum also die 0,4 Grad Celsius, die das kleine Dorf (zusätzlich zum Höhenunterschied) wärmer ist als mein Garten. Das scheint physikalisch gesehen nicht viel, doch mein Kirschbaum muss wegen dieses winzigen Unterschieds nochmals zwei Tage länger auf das Blühen warten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6127312555629643455-1272394115817433331?l=www.wildergarten.ch' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.wildergarten.ch/feeds/1272394115817433331/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/04/klima-abkuhlung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1272394115817433331'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6127312555629643455/posts/default/1272394115817433331'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.wildergarten.ch/2010/04/klima-abkuhlung.html' title='Klima-Abkühlung'/><author><name>Atlant</name><uri>http://www.blogger.com/profile/00982609102772255997</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S9iiyWEXpII/AAAAAAAAA40/PIV7rE-s0x4/s72-c/20100428_020.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6127312555629643455.post-2381837762365077177</id><published>2010-04-21T21:49:00.003+02:00</published><updated>2011-05-16T15:39:30.257+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Insekten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tiere'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lebensräume'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blattläuse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sex'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gene'/><title type='text'>Aufstieg der Klone</title><content type='html'>&lt;table align="left" class="image"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S89XGVptCYI/AAAAAAAAA4k/DX3sMeKs4Y0/s1600/blattlaus01.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}"&gt;&lt;img alt="" border="0" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5462680639426595202" src="http://4.bp.blogspot.com/_OvHRpE1AhwM/S89XGVptCYI/AAAAAAAAA4k/DX3sMeKs4Y0/s400/blattlaus01.jpg" style="cursor: pointer; float: left; height: 296px; margin: 0pt 10px 10px 0pt; width: 400px;" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="caption"&gt;Eine hochschwangere Urmutter. Die schwarzen&lt;br /&gt;Pünktchen auf ihrem Hinterleib sind die Augen der&lt;br /&gt;ungeborenen Jungen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Es ist nun Zeit den Blick für einen Moment vom blühenden Garten zu nehmen und in die ferne schweifen zu lassen. Denn was dort passiert, wird weit reichende Konsequenzen für das Ökosystem vor meiner Haustür haben. Genau 250 Meter in nordwestlicher Richtung steht am Waldrand eine Traubenkirsche, die gerade ihre Blätter entfaltet. Und auf ihnen hocken die ersten Getreide-Blattläuse (&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Rhopalosiphum padi&lt;/span&gt;) des Jahres. Sie sind vor einigen Tagen aus ihren Eiern geschlüpft und laben sich nun am Saft der jungen Triebe. Inzwischen sind die Blattläuse zu riesigen Bombern herangewachsen. Sie haben eine wirklich ungewöhnliche Grösse von rund drei Millimetern erreicht.&lt;br /&gt;Das muss so sein, denn diese erste Generation besteht aus Urmüttern, so genannten Fundatrizen. Es sind alles Weibchen und perfekte Gebärmaschinen. Die erwachsenen Tiere bringen alle zwei Stunden ein Junges zur Welt. Das macht 12 Junge pro Tag pro Urmutter oder 84 pro Woche. Die Jungtiere sind ihrerseits bereits schwange
